Zum Weltflüchtlingstag: Seebrücke fordert Solidarität
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Zum Weltflüchtlingstag: Seebrücke fordert Solidarität

Zum heutigen Weltflüchtlingstag hat die Seebrücke Lüneburg ein Zeichen gesetzt, indem sie einen großen Banner, der mehr Solidarität mit den Geflüchteten fordert, vom Wasserturm gehängt haben.

Die Seebrücke Lüneburg hat heute Vormittag in der Innenstadt von Lüneburg für Aufregung gesorgt. Mehrere Aktivist*innen haben sich mit einem mehrere Meter langen Banner vom Lüneburger Wasserturm abgeseilt.

Auf dem Banner stand „Schafft sichere Häfen! Seebrücke“ Der Banner war in orange mit weißer Schrift. Orange ist die Farbei der Seebrücke, denn sie ist auch die Farbe der Rettungswesten, die private Seenotrettungsmissionen auf dem Mittelmeer an die in Seenot geratenen verteilen.

Die Seebrücke Lüneburg fordert seit Juli 2018, dass die Stadt Lüneburg sich dem Städtebund der sicheren Häfen in Deutschland anschließt. Die Forderung nach sicheren Häfen umfasst ein solidarisches und offenes Verhalten in den Städten mit Geflüchteten sowie die Aufnahme von Flüchtlingen über die staatliche Mindestgrenze hinaus. In Lüneburg wurde der Antrag, Lüneburg zu einer solidarischen Stadt zu machen, im Februar 2019 seitens der Stadt von CDU, SPD; FDP und AfD abgelehnt.Die Seebrücke kämpft jedoch mit vielfältigen Aktionen darum Lüneburg zu einer solidarischen Stadt zu machen.

Diese Aktion entstand im Rahmen einer Aktionswoche, die mit der Yachtfleetwoche der Mission Lifeline, einer privaten Seenotrettungsorganisation, zusammenhängt. Momentan erfolgt kaum Seenotrettung auf dem Mittelmeer. Die Schiffe der entsprechenden Nichtregierungsorganisationen am Ausfahren von verschiedenen europäischen Regierungen unter fadenscheinigen Gründen gehindert. Die libysche Küstenwache bringt stattdessen völkerrechtswidrig Geflüchtete zurück nach Libyen, wo sie Folter und Misshandlung ausgesetzt sind. Daher wird private Seenotrettung in dieser Woche mit privaten Segelyachten überall auf dem Mittelmeer betrieben, um dem Ertrinken an den Außengrenzen der EU ein Ende zu setzten.

Der Banner hing knapp eine halbe Stunde am Wasserturm und war vom Bahnhof und der Innenstadt zu sehen. Er setzt ein deutliches Zeichen für mehr Solidarität passend zum Weltflüchtlingstag.

20. Juni 2019

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Freya Guddas


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