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Wochenkolumne: „Das ist doch nur eine Spielzeug-Pistole!“

Der Hamburger Airport: kostenintensiv, aber kosmopolitisch und Knotenpunkt einer Masse von unterschiedlichsten Menschen. Wer sich das nicht entgehen lassen will, der sollte sich einen Tag Zeit nehmen und mal das Getümmel am Boden beobachten.

Letzten Montag, Terminal 2

Für eine Mutter und ihren kleinen Sohn stand die Sicherheitskontrolle bevor. Reine Routine? Eher nicht, denn diesmal sollte sich ein kleines, mittelschweres Drama anbahnen. Als die Security der Frau mittleren Alters zu erkennen gab, dass sie die (täuschend echt aussehende) Pistole ihres Kleinen nicht mitnehmen dürfe, konnte sich die aufgebrachte Frau nicht zurückhalten: „Das ist doch nur ein Spielzeug!“, schrie sie entrüstet. Sie war nun Mittelpunkt des gesamten Terminals. Und wahrscheinlich war sie noch nie geflogen.

Die Sicherheits-Beamten mussten sie mit allen Mitteln beruhigen. Die Frau war den Tränen nahe. Ein paar Business-Leute drängten sich kopfschüttelnd an ihr vorbei. Andere schauten amüsiert. Einen Beamten ertappte ich auch beim Schmunzeln. Verlierer des Szenarios war letztendlich aber der kleine Junge: Ohne Pistole verlief der Startschuss in den Urlaub für ihn wohl nicht wie geplant.

Ein kleiner Tipp

Wer keine Zeit hat, einen Tag am Terminal auszuharren und zu staunen, der kann sich schon einmal auf die nächste Univativ Print-Ausgabe freuen: Unsere Autoren berichten dort über ihre nächtlichen Erfahrungen an verschiedenen Flughäfen.

Autorin: Felicia Heymann

16. April 2012

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