Wie verwenden AStA und StuPa die Kohle? Wir haben es visualisiert
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Wie verwenden AStA und StuPa die Kohle? Wir haben es visualisiert

Wie plant eigentlich die Studierendenschaft, sprich AStA und StuPa, den studentischen Beitrag in Höhe von 20,75 Euro pro Semester zu verwenden? Mittels der Plattform OpenSpending.org haben wir die Daten visualisiert.

Um die Ausgaben der Studierendenschaften für alle anschaulich zu machen, haben wir den veröffentlichten Haushaltsansatz (Wirtschaftsplan) mit Stand 31. Juli 2019 von der AStA-Webseite in OpenSpending importiert. Hierbei wurden nur die Ausgaben laut dem Haushaltsansatz für 2019/2020 berücksichtigt. Das Haushaltsjahr beim AStA läuft vom 01. Oktober des Jahres bis zum 30. September des Folgejahres. Der Haushalt wird durch das Studierendenparlament (StuPa) beschlossen und durch das AStA-Finanzreferat verwaltet. Die Daten geben den Haushaltsansatz wieder, das StuPa kann auch entsprechende Nachtrags-Haushalte beschließen, um den Plan zu ändern, was in der Vergangenheit vorkam.

Wie der Rückmeldebeitrag in Höhe von 357,32 Euro insgesamt verwendet wird, haben wir veröffentlicht. Im Haushalt fällt auf, dass die Personalkosten einen hohen Anteil ausmachen, in einigen Bereichen werden Aufwandsentschädigungen, aber auch Löhne und Gehälter bezahlt. Die Studentischen Initiativen (8.500 Euro bzw. 1,8 %) erhalten einen Bruchteil von dem was Fachschaften und FGV (38.650 Euro bzw. 8,3 %) erhalten. Unter den Fachschaften erhält die Fachschaft Business, Economics & Management insgesamt 18.140 Euro. Einen Großteil geht an die AStA-Verwaltung u.A. AStA-Sprecher*innenkollektiv, AStA-Finanzreferat, Öffentlichkeitsarbeit, Webmaster (119.070 Euro bzw. 25,6 %) und AStA-Servicebetriebe u.A. EliStu, KonRad, Ton u. Licht, Bürodienst (185.580 Euro bzw. 39,9 %). Weiterhin werden 3,5 % bzw. 16.670 Euro für AStA-Projekte wie unter anderem das Sommerfest, das Coraci oder die Alternative Lehre geplant zu verwenden. Mitgliedschaften der Studierendenschaft sind mit 8.500 Euro eingeplant, darunter macht die fzs-Mitgliedschaft (der Beitrag für den fzs steht nicht direkt drin, lässt sich jedoch Anhand der Beitragsordnung vom fzs errechnen) den höchsten Anteil aus.

Mit dem Klick auf das nachfolgende Bild öffnet sich die Webseite von OpenSpending.org:

OpenSpending - Studentischer Haushalt Leuphana Uni Lüneburg - (c) Christopher Bohlens
Tree Map in OpenSpending – Studentischer Haushalt Leuphana Uni Lüneburg – (c) Christopher Bohlens

Anmerkungen zu den Daten

Wir haben die durchlaufenden Posten wie zum Beispiel den Hochschulsport, das Semesterticket Verkehr/Kultur und deren Bestandteile herausgenommen. Auch einige Kategorien haben wir verändert, wie beispielsweise ist die „Alternative Lehre“ nicht unter dem „AStA Allgemein“, sondern unter „AStA-Projekte“ zu finden, genauso wie das AStA-Sommerfest nicht bei den „AStA-Referaten“ ist, sondern auch unter „AStA-Projekte“. Völlig unberücksichtigt bleiben Einnahmen und Rücklagen. Beispielsweise erwirtschaften AStA-Servicebetriebe wie KonRad und Ton & Licht oder Veranstaltungen auch Einnahmen. Bei den Personalkosten ist zwischen Aufwandsentschädigungen, Gehälter und Löhnen zu unterscheiden, die Datenbasis weist nur Personalkosten aus.


Datenaufbereitung: Christopher Bohlens
Sollten sich Fehler in dem Datensatz befinden, bitten wir um Nachricht. Für die zukünftige Nutzung von OpenSpending um weitere Haushalte in der Zukunft oder aus Vergangenheit zu visualisieren, stehen wir gerne zur Verfügung. Die Idee der Nutzung von OpenSpending für den studentischen Haushalt geht auf einen damaligen StuPa-Antrag aus 2013 zurück.

11. April 2020

About Author

Christopher Bohlens Schreibt immer irgendwas über Hochschule, Politik oder Veranstaltungen, wo es so richtig kracht. Liebt investigativen Journalismus und beschäftigt sich viel mit Daten.


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