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Was macht eigentlich das StuPa?

Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass gerade noch Zeit ist, die Tagesordnung an die Tafel zu schreiben. Die StuPa Mitglieder trudeln ein und werfen im Vorbeigehen einen Blick auf den Tisch, um zu sehen, welche Kekse es heute zu essen gibt. Im Saal wird der Erste ungeduldig und fordert mich auf, die Sitzung endlich zu beginnen. Zu Recht, denn StuPa-Sitzungen können lang werden, wenn es viel zu besprechen gibt. Und das ist häufig der Fall, denn die Aufgaben und Themen sind vielfältig. Deshalb können auch nicht alle Aufgaben innerhalb einer Sitzung behandelt werden. Hierfür gibt es Ausschüsse, wie zum Beispiel den Finanzausschuss, die sich gesondert treffen, um ausgiebig beraten zu können und die Ergebnisse dann im Plenum zu präsentieren.

Die Sitzungsgestaltung übernimmt der Vorsitz. Das sind seit Juli 2010 Kristina und ich, Anna. Wir leiten die Sitzungen und bereiten sie vor. Eine Aufgabe, die Spaß macht und viele neue Bekanntschaften und Erfahrungen beinhaltet. Doch immer stehen ernste und teilweise sehr akute Themen, wie beispielsweise die Frage nach dem Sinn des neuen Audimax, an erster Stelle. Deshalb direkt zurück in den Sitzungssaal.

Hier geht es gerade um die Wahl des AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss), der vom StuPa gewählt wird. Es herrscht Unklarheit darüber, wie gewählt wird. Zuerst die Referenten, dann die Stellvertreter? Oder alle auf einen Zettel? Und warum bewirbt sich eigentlich niemand als AStA-SprecherIn? Doch chaotisch ist es trotz allem nicht. Wir führen eine Redeliste, die, so gut es geht, gerecht eingehalten wird. Trotzdem kommen hitzige Diskussionen nicht zu kurz. Die Meinungsvielfalt in diesem Raum ist auf jeden Fall groß genug dafür.

Schließlich wird der Großteil der Wahl auf die nächste Sitzung verschoben, da nur wenige Bewerber anwesend sind. Ich blicke in mehr und auch weniger zufriedene Gesichter. Einigen geht es nicht schnell genug, für andere war die Diskussion zu oberflächlich. Doch es bleibt auf jeden Fall genug zu tun. Schließlich stehen noch andere Themen auf der Tagesordnung. Unter anderem ist eine Umstrukturierung des AStA und des StuPa geplant. Da sich immer weniger Studierende engagieren, bleiben immer mehr Posten unbesetzt. Die Meinungen über eine Reform gehen im Plenum auseinander, das Thema ist komplex und vieles ist nicht sofort verständlich. Ein Thema, das Nerven kostet und uns noch eine Weile beschäftigen wird.

Am Ende der Sitzung gilt es, über die einsetzende Unruhe hinweg den nächsten Termin festzulegen. Aus einer Ecke kommt der Hinweis, man dürfe die Dinge nicht auf die lange Bank schieben. Schließlich ist ein Termin gefunden und die ersten verlassen den Raum. Einige bleiben zurück und helfen aufzuräumen. Jemand sagt, die Sitzung sei gut gelaufen. Das finde ich auch. Erschöpft, aber zufrieden wische ich die Tafel ab und mache das Licht aus.

PS: Die Darstellung ist fiktiv, die Sitzungen ereignen sich aber ähnlich. Kommt vorbei und macht euch ein eigenes Bild!

Von Anna Thelen
(Die Autorin ist StuPa-Vorsitzende)

2. November 2010

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