Unnachhaltige Zwerge – warum kleine Menschen die Umwelt zerstören
Satire, Unikultur

Unnachhaltige Zwerge – warum kleine Menschen die Umwelt zerstören

Da das Thema Nachhaltigkeit als Assasinencredo der Leuphana den fleißigen Lüneburger Studenten zu verantwortlichem Handeln mahnt, haben skurrile Esoterik-Konferenzwochenseminare, Alibi-BlogN-Einträge und spärlich besuchte Montagsvorlesungen die Machenschaften der Schädlinge Mutter Naturs ans Tageslicht gebracht.


Doch selbst die perfekt recherchierten Powerpoint-Folien inklusive unzureichend beschrifteter Statistiken aus diversen Vorträgen haben bisher die Machenschaften einer unverantwortlich handelnden Minderheit der amtierenden Weltbevölkerung verschwiegen. Es sind noch längst nicht alle Völker und Kulturen gewillt, einen verantwortungsbewussten Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen zu pflegen:

Macht offensichtlich mit Rodungen Geld
Macht offensichtlich mit Rodungen Geld. (Hambi hasst diesen Trick)

Ein Volk aus Bergarbeitern und Schmieden, die Zwerge, ist nach wie vor nicht in der Lage, nachhaltige Konzepte umzusetzen und muss sich zudem für zahlreiche Schäden an Mutter Natur verantworten. In ihrer endlosen Gier nach Gold, Edelsteinen und anderen Bodenschätzen graben sie schneller Tunnel, als gescheiterte BWL Studenten Start Ups gründen. Dass sie dabei keine Rücksicht auf die Biodiversität diverser Humusschichten nehmen, ist ebenso abzusehen wie die Tatsache, dass es niemals eine funktionierende myStudy-App für Android geben wird.

Laut einer repräsentativen Studie des „Statistischen Bundesamtes der freien Völker Mittelerdes“ (SbfVM), erschöpfen sich die stark umkämpften Mithrilvorkommen bereits zum Ende des dritten Zeitalters; die Gefahr sei daher groß, dass der Markt für aus Mithril gefertigte Rüstungen einbrechen wird. Gerade die Sterberate für Hobbits, die ohne erklärliche Gründe durch die Minen von Moria irren und von Orks abgestochen werden, wird drastisch steigen, wie folgende Statistik beweist:

Quelle: Hans-Werner Sinn, Statistischen Bundesamtes der freien Völker Mittelerdes
Quelle: Hans-Werner Sinn, Statistisches Bundesamt der freien Völker Mittelerdes

Ein weiteres Problem erwächst aus dem Aussterben des Reptils Vermis Magnus Squamatus, das in westlichen Gefilden als Drache oder fälschlicherweise auch oft als Glurak bekannt ist. Dieser wird primär von Zwergen gejagt, begründet wird dies aus kulturellen Gründen. So versteckt sich das letzte bekannte Lebewesen dieser Art, Smaug, unter dem Berg Erebor, irgendwo zwischen Lüneburger Heide und der Bronx. Gejagt wird das arme Tier derzeit von 13 Zwergen, darunter ein kleinkrimineller Gopnik-Hobbit und ein bärtiger Hassprediger, der diese perverse Jagd pseudopolitisch legitimiert.

Die einzige Möglichkeit diesen Wahnsinn zu stoppen besteht darin die Bundesregierung zu einem Verbot von zwergischen Armbrüsten zu bewegen und die restlichen Bestände der Bundeswehr zu zerstören. Statt auf bestialische Kampfmaschinen, sollte sich die Rüstungsindustrie lieber auf den Vertrieb nachhaltiger Kurzbögen aus elbischer Produktion konzentrieren, um für den Kampf gegen die testosterongesteuerten Orks aus Studio 21 gewappnet zu sein. Ebenso sollte das Studierendenparlament endlich eine antifaschistische Stellungnahme zu dieser Kontroverse verfassen, bevor Thorin Eichenschild sich beim RCDS oder der LHG einkauft.

Nicht alle Gruppen unserer Gesellschaft sind bereit, sich für eine nachhaltige Entwicklung einzusetzen. Als stolze Bewohner Mittelleuphaniens müssen wir dem ein Ende setzen.

 


Auf Anfrage hin ein Hinweis: Das war Satire
Wer sich darüber aufregt, dass nicht gegendert wurde: Sowas machen nur Elfen!

Titelbild: Letzte Blicke auf unberührte Landschaften / (c)flickr.com – Karl Schönswetter

3. November 2015

About Author

Jan Gooss Student der Politikwissenschaft, Abtrünniger der VWL und sitzt nebenbei auch noch in der Redaktionsleitung der Univativ.


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