The True Story of #FakeNews
Titelblatt, Unikultur

The True Story of #FakeNews

„Fake News“ sind jetzt seit etwa drei Jahren ein großes Thema in der Medienlandschaft, welches auch seitdem nicht an Präsenz und Aktualität verloren hat. Jeder hat schon mal davon gehört, und fast jeder hat zu dem Thema eine Meinung. Deshalb zeigen wir am Dienstag, den 21. Mai 2019, in Kooperation mit dem Unikino die brandneue und hochbrisante Doku „Hoaxed„. Der Film beleuchtet  das Thema sowohl auf packende, als auch auf unterhaltsame Weise.

Obwohl das Thema „Fake News“ seit drei Jahren heiß diskutiert wird, ist es jedoch alles andere als neu. Wissen war schon immer Macht, und wird seit jeher von Herrschern zur Kontrolle und Steuerung der Massen benutzt. Gerade wenn es um Kriege geht, ist bekanntlich das erste Opfer die Wahrheit, und das nicht erst seit den Irakkriegen.

Heute herrscht im Westen ein Krieg. Es ist kein Krieg, der mit konventionellen Waffen, wie mit Panzern, Granaten und Maschinengewehren geführt wird.  Es ist ein Krieg der Narrative (Berichterstattungen) und der Halbwahrheiten, der nichtsdestotrotz verheerende Konsequenzen hat. In der Hinsicht ist der Film „Hoaxed“ quasi eine Reportage an vorderster Front.

Der Film beleuchtet auf eindrucksvolle Weise zum einen die lange Geschichte von „Fake News“ mit Beispielen, die bis zum 2. Weltkrieg zurückreichen. Zum anderen beschäftigt sich der Film mit aktuellen Beispielen, die von Donald Trump bis #BlackLivesMatter reichen.

Dabei legt „Hoaxed“ einen besonderen Fokus auf die Wahl 2016 und auf Donald Trump, der selbst ein großer Verbreiter von „Fake News“, aber auch eines der größten Opfer von „Fake News“ ist. In der Dokumentation werden viele Persönlichkeiten aus den Alternativen Medien, wie z.B. der unabhängige Journalist Tim Pool, interviewt, aber auch kontroverse Stimmen, wie der #BlackLivesMatter-Aktivist Hawk Newsome, kommen zu Wort. Denn „Fake News“ ist ein Thema, das über Parteigrenzen hinausgeht, und sämtliche politische Lager betrifft. Der Medien-Influencer Scott Adams meint dazu:

Ich glaube, dass man niemanden mehr davon überzeugen muss, dass die Medien voreingenommen sind und tendenziös berichten. Ich glaube, es gab mal eine Zeit, als ich noch ein Kind war, da glaubten die Leute, die Medien versuchen wenigstens unvoreingenommen zu berichten. Heute glaubt das kein Mensch mehr. Was die Leute heutzutage glauben, ist viel komischer und vielleicht noch schlimmer, nämlich dass nur die andere Seite voreingenommen ist. Und diese Nuss ist weitaus schwieriger zu knacken.

Kontroverse Stimmen

Die Tatsache, dass in dem Film durchaus kontroverse Stimmen zu Wort kommen, ist auch schon anderen aufgefallen. Die Beteiligten seien „hochproblematisch“, heißt es gelegentlich von kritischen Stimmen. Einige versuchen sogar den Film aufgrund eben jener kontroversen Stimmen komplett zu diskreditieren. Derartige Ad Hominem-Argumente sind bei jeglichen Werken zu kontroversen Themen alles andere als ungewöhnlich, aber gehen wir doch spaßeshalber mal von dem Worst-Case-Szenario aus und sagen: Alle Personen, die in dem Film zu Wort kommen, sind ganz schlimme, gemeine Menschen, die selbst „Fake News“ verbreiten und die „falschen“ Ansichten haben.

Selbst wenn all dies zutreffen würde, so ist es dennoch nicht von der Hand zu weisen, dass all diese „schlimmen und gemeinen“ Menschen einen großen Einfluss sowohl auf die amerikanische als auch die globale Politik hatten und haben. Man wäre besser daran gelegen wäre, sich mit diesen „schlimmen und gemeinen“ Menschen mal auseinanderzusetzen. Und das fängt mit dem Verstehen einer eventuell fremden Perspektive an.

Wir leben in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft. Zur Bekämpfung des Problems der zunehmenden Polarisierung ist Kommunikation der Schlüssel. Und Kommunikation ist keine Einbahnstraße.

Wir verstehen natürlich, dass das Thema „Fake News“ nun mal ein sehr kontrovers diskutiertes Thema ist, und auch ein Film darüber kann und soll kritisiert werden. Deshalb führen wir im Anschluss an die Vorführung noch eine Diskussionsrunde mit den Zuschauern, die von Univativ moderiert wird. Wir freuen uns auf eine angeregte und leidenschaftliche Diskussion.

Nochmal: Die Vorstellung beginnt am Dienstag 21.05.2019 um 19 Uhr im Audimax. Alle sind willkommen! Facebook Veranstaltung hier.

19. Mai 2019

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Tobias Schaffrath


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