The True Story of #FakeNews: reflektiert
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The True Story of #FakeNews: reflektiert

Am Dienstag, den 21. Mai 2019, zeigten wir in Kooperation mit dem Unikino die Dokumentation Hoaxed über das Thema Fake News. Danach führten wir noch eine Diskussionsrunde mit den Zuschauern, die sowohl den Film als auch das Format der Veranstaltung kritisch rezipierten. Hier sind einige der Kritikpunkte:

Kritik am Film – Das sagten die Zuschauer über Hoaxed:

  • Die Beteiligten in der Dokumention sind „höchst problematisch
    • Mike Cernovich ist ein Alt-Right Anti-Feminist, der Vergewaltigung legalisieren möchte.
    • Tim Pool ist Alt-Right, und keineswegs „unabhängig“.
  • Der Film ist zu einseitig, billig sensationalistisch und viel zu lang.
  • Der ganze Film ist „Alt-Right“-Propaganda.
  • Sowohl die einzelnen Beteiligten als auch der Film insgesamt machen sich dessen schuldig, was sie den Mainstream-Medien vorwerfen (wie z.B. die manipulative Verwendung von drastischen Fotografien und die suggestive musikalische Untermalung).
  • Der Film dient in erster Linie der Selbstinszenierung der Beteiligten, allen voran dem Produzenten Mike Cernovich.
  • In der Doku benutzt der Produzent Mike Cernovich den #BlackLivesMatter-Aktivisten Hawk Newsome, um seinen eigenen Rassismus zu kaschieren.
  • Der Inhalt des Films ist irrelevant, da die Beteiligten „höchst problematisch“ sind, und somit die Glaubwürdigkeit des Films untergraben wird.

Kritk an der Veranstaltung

Eine klare Mehrheit der Zuschauer kritisierte zudem den Rahmen in dem die Veranstaltung stattfand. Dabei fanden es nicht wenige problematisch, dass der Film überhaupt gezeigt wurde. Andere fanden, dass man von vornherein besser über Beteiligten des Films hätte aufklären sollen. Quasi „hier wird ein Alt-Right-Propagandafilm gezeigt, und kritisch besprochen“. Einzelne Stimmen fanden den Rahmen der Veranstaltung angemessen, und äußerten sich positiv darüber, den Film unvoreingenommen sehen zu können.

Fazit

Durch den starken Fokus auf die Personenkritik kam nur bedingt eine inhaltliche Diskussion über das Thema und den Inhalt des Films zustande. Erst gegen Ende der Diskussionsrunde, nachdem die meisten Zuschauer schon gegangen waren, kam es zu einer angeregten Auseinandersetzung mit dem Thema. In dieser inhaltlichen Diskussion äußerten sich die Zuschauer vereinzelt auch positiv über den Film. Insgesamt äußerte sich die Mehrheit der Zuschauer jedoch kritisch über den Film.

Wer sich ein eigene Meinung über die kontrovers rezipierte Dokumentation bilden möchte, kann dies auf Vimeo tun. Dort ist der Film für knapp 5 Euro erhältlich.

Auf Amazon ist die Dokumentation zudem als Buch erhältlich.

27. Mai 2019

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Tobias Schaffrath


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