Studentische Initiativen an der Leuphana: ISI
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Studentische Initiativen an der Leuphana: ISI

Du möchtest dich gerne ehrenamtlich engagieren, weißt aber nicht wie? Zum Glück gibt es an der Leuphana zahlreiche Initiativen, die sich über deine Mitgliedschaft freuen würden. Wir von der Univativ sind selbst eine Initiative und wollen euch durch kurze Interviews einen Überblick über Initiativen und deren Möglichkeiten verschaffen. Nachdem die Univativ die Initiative JANUN vorgestellt hatte, führte sie das zweite Interview mit Max, einem Mitglied von der ISI (Internationalen Studierendeninitiative).

Wann ist die ISI entstanden?

Die Initiative entstand in den 90ern und ist seit 2015 ein eingetragener Verein.

Wie setzt sich die ISI für internationale Studierende ein?

Am wichtigsten ist es uns, den internationalen Studierenden Freizeitmöglichkeiten zu bieten. Meist ist das finanzielle Budget der Internationals knapp, sodass wir Ihnen als Initiative Spaß für wenig Geld ermöglichen wollen. Wir organisieren also Events in Lüneburg und Umland, damit die ausländischen Studierenden in Deutschland Spaß haben können. Am Anfang jedes Semesters veranstalten wir unter normalen Umständen einen Trip nach Hamburg, der einen coolen Stadtrundgang umfasst. Zu weiteren Ausflugszielen zählen etwa Hannover und Bremen.

Screenshot Die ISI beim Stadtrundgang in Hamburg - Instagram: @isilueneburg - (c) ISI Lüneburg e.V.
Screenshot Die ISI beim Stadtrundgang in Hamburg – Instagram: @isilueneburg – (c) ISI Lüneburg e.V.

Wenn wir etwas mit den Internationals vor Ort erleben wollen, machen wir manchmal Spieleabende. „Werwolf“ ist da ein beliebtes Spiel.

Darüber hinaus geben wir internationalen Studierenden die Möglichkeit, aus ihrer sozialen Blase herauszusteigen, in der sie sich am Anfang ihres Aufenthalts in Deutschland oft befinden. Wenn die Internationals gerne Leute mit anderer Herkunft oder Kultur als der ihren kennenlernen wollen, können sie die ISI nutzen. Zum Beispiel organisieren wir normalerweise einmal im Monat einen Stammtisch in wechselnden Kneipen, wo Leute, egal ob in Deutschland aufgewachsen oder nicht, auf ein Bierchen zusammenkommen können.

Screenshot Die ISI beim Stammtisch in der Hemingway’s Bar - Instagram: @isilueneburg - (c) ISI Lüneburg e.V.
Screenshot Die ISI beim Stammtisch in der Hemingway’s Bar – Instagram: @isilueneburg – (c) ISI Lüneburg e.V.

Was hat sich in der ISI coronabedingt geändert?

Leider haben wir unsere Tätigkeiten in der aktuellen Situation sehr herunterfahren müssen. Wir können unseren Stammtisch nicht mehr organisieren und allgemein gar nichts mehr mit realem zwischenmenschlichen Kontakt veranstalten.

Trotzdem versuchen wir, den Internationals weiterhin Angebote bereitzustellen. Dafür tauschen wir uns mit anderen Initiativen über Anpassungsmöglichkeiten der Tätigkeiten in Corona-Zeiten aus. Wir haben bisher auf unseren Facebook- und Instagramkanälen deutsche Filme und Serien zusammengestellt, um so weiterhin den internationalen Studierenden deutsche Kultur näherzubringen.

Zudem haben sich durch Corona die Rahmenbedingungen unserer Tätigkeiten geändert: Es mussten viele Internationals in ihre Heimat zurückkehren. Daher ist der momentane Bedarf für die Unterstützung von Internationals gesunken.

Wie viele Mitglieder hat die ISI?

Der eingetragene Verein hat ca. 30 Mitglieder, wovon regelmäßig zehn bis 15 Leute bei den Teamtreffen und der Verwaltung mitwirken. Besonders durch den neuen Ersti-Jahrgang ist die Initiative kürzlich stark gewachsen.

Was macht die ISI besonders?

Man kann einerseits neue Kulturen kennenlernen. So kann man durch die Initiative auf einmal abgefahrenes chinesisches Essen kriegen (lacht). Andererseits kann man sein eigenes Land besser kennen – und wertschätzen lernen, während man es den Internationals näherbringt. Die Kombination, sich also mit fremden Kulturen und der eigenen Kultur zu beschäftigen, ist sehr bereichernd.

Außerdem erweitert die Initiative die Wahrnehmung unserer doch diversen Studierendenschaft. Es gibt mehr Internationals auf der Leuphana, als man denkt, aber viele haben während des  Studienalltags irgendwie keinen richtigen Bezug zu ihnen. Das liegt vor allem an den vorhin erwähnten sozialen Blasen, in denen sich die internationalen Studierenden oft befinden. Die ISI versucht, dieses Problem zu bekämpfen, indem sie aktiv Kontakt zu den Internationals herstellt.

Arbeitet die ISI mit anderen Organisationen oder Initiativen zusammen?

Ja, insbesondere mit dem DAAD (Deutschem Akademischen Austauschdienst), der die Initiative mitfinanziert. Nur so können wir etwa Hamburg-Trips für 5€ anbieten. Es besteht auch Kontakt zu internationalen Initiativen an anderen Unis, vor allem Erasmus Student Networks, mit denen wir uns in jährlichen Kongressen austauschen können.

Wer kann bei der ISI mitmachen?

Es können allgemein Studierende mitmachen, die mit internationalen Menschen in Kontakt kommen wollen und sich für einen interkulturellen Austausch interessieren. Wir als Initiative freuen uns immer über neue Mitglieder, da sich so die Events besser organisieren lassen. Natürlich kannst du auch selbst Veranstaltungen starten, da sind deinen Ideen so gut wie keine Grenzen gesetzt (bis auf finanzielle)!

Scheue dich nicht, dich in der ISI zu engagieren: Die Internationals sind meganeugierig, megaoffen und teilen Dinge, die du sonst nie erfahren hättest.

Wie kann ich die ISI erreichen?

 

9. Mai 2020

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Jana Rauterberg


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