SOS Studierendenwerke: Petition möchte Unterfinanzierung beenden
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SOS Studierendenwerke: Petition möchte Unterfinanzierung beenden

Das Bündnis SOS Studiwerke macht auf die Unterfinanzierung der Studierendenwerke aufmerksam. Eine aktuelle Petition soll diese beenden.

Das Land Niedersachsen bezuschusst die Studierendenwerke immer weniger. Dadurch steigt der Anteil, den die Studierenden durch den Semesterbeitrag tragen müssen. Derzeit sind das für jeden Leuphana-Studierenden rund 100 Euro pro Semester, damit Services wie zum Beispiel die Mensa, Wohnheime, die psychologische Beratung und das Kulturbüro finanziert werden können. Mit knappen 100 Euro pro Semester hat Lüneburg einen der höchsten Studierendenwerksbeiträge in ganz Deutschland. Am Dienstag gab es einen Stand in der Mensa, um auf diese Unterfinanzierung durch das Land aufmerksam zu machen. Dabei können sich die Studierenden solidarisieren und klar machen, dass eine finanzielle Mehrbelastung der Student*innen nicht in Frage kommt.

Das Problem betrifft natürlich nicht nur Lüneburg, sondern auch Student*innen an allen anderen Hochschulstandorten in Niedersachsen. Das Bündnis ruft dazu auf, die Petition in der Mensa zu unterschreiben oder online teilzunehmen, um damit unter anderem diese Kernforderungen zu unterstützen: Die sofortige Erhöhung des Landeszuschusses für die Studierendenwerke um 25 Prozent und eine automatische, jährliche Erhöhung um 3 Prozent zur damit einhergehenden Entlastung von uns Studierenden durch eine deutliche Senkung der Beiträge. Die Petition hat zum Ziel, die Rückkehr zu einer fairen Finanzierung der Studierendenwerke zu bewirken.

Die aktuelle Petition richtet sich an Björn Thümler (CDU, Minister für Wissenschaft und Kultur), Reinhold Hilbers (CDU, Minister für Finanzen) und Stephan Weil (SPD, Ministerpräsident Niedersachsen).

Die Petition findet ihr hier: https://weact.campact.de/petitions/mehr-finanzhilfe-vom-land-fur-studiwerke-studierende-entlasten

Die Kernforderungen zusammengefasst:

• Die sofortige Erhöhung des Landeszuschusses für Studierendenwerke um 25% und eine automatische, jährliche Erhöhung um 3%.
• Die Auflage eines substantiellen Sonderprogramms zur Sanierung der Wohnheime wie von Minister Thümler Ende 2017 angekündigt.
• Die Entlastung der Studierenden durch eine deutliche Senkung der Beiträge und die Rückkehr zu einer fairen Finanzierung der Studierendenwerke in Niedersachsen

Derzeit haben mit Stand 01.11.2019 – 16 Uhr – 4.100 Personen mitgezeichnet.

Das Bündnis wurde in Göttingen gegründet und besteht aus dem AStA Uni Göttingen, einigen Fachschaftsräten, den Studentischen Vertreter*innen im Studentenwerk OstNiedersachsen, einigen Hochschulgruppen sowie weiteren Studierenden. Eine genaue Auflistung ist nicht vorhanden.


Foto: (c) SOS – campact – Bild

Mit Material von dem Bündnis.

2. November 2019

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Christopher Bohlens Schreibt immer irgendwas über Hochschule, Politik oder Veranstaltung wo es so richtig kracht, wie Festivals. Liebt Investigativen Journalismus und beschäftigt sich viel mit Daten.


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