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Softball – der Trendsport des Sommers

Die Woodlarks in Lüneburg. Endlich ist es wieder soweit, der Sommer streckt seine Fühler aus und die Ladies der Woodlarks starten durch. Seit Mai hat die Softball-Saison der Verbandsliga Damen im Softball begonnen. Die faszinierende Mischung aus Schnelligkeit und Intelligenz macht Softball unverwechselbar und einzigartig.

 

Softball? „Das ist doch das mit den zwei Schlägern und dem Schaumgummiball oder? Gibt’s da jetzt schon Mannschaften?“ – Nein: Softball ist eine verwandte Art des Baseball. Zwei Teams mit jeweils neun Spielern treten gegeneinander an. Das Spielfeld ähnelt einem Viertelkreis, auf dem sich das Team der Defense befindet um die Punkte der Hitter (Schläger) aus der Offense zu verhindern. Die Defense ist aufgebaut durch vier Spieler im Infield (innen) und drei Spieler im Outfield (außen). Außerdem gibt es den Pitcher (Werfer), der den Ball in die Strikezone (Zone zwischen Knie und Brust) zum Hitter der gegnerischen Mannschaft wirft. Der Catcher (Fänger) ist der neunte Spieler des defensiven Teams und arbeitet eng mit dem Pitcher zusammen. Das offensive Team versucht durch gute Hits den Ball außerhalb

der Reichweite der Defense zu schlagen und somit vom Startpunkt der Homeplate zu den Bases zu gelangen. Jeder Hitter, der den Ball ordnungsgemäß ins Feld geschlagen hat, wird automatisch zum Baserunner mit dem Ziel, das Infield einmal zu umlaufen und damit einen Punkt zu erzielen.

Das Ziel der Defense ist, Punkte der Offense zu verhindern, indem möglichst schnell drei Spieler des offensiven Teams „out“ gemacht werden. Wird der Ball direkt in der Luft gefangen, ist der Hitter sofort aus (Fly-Out). Wird der Ball indirekt gefangen, muss er zum Base geworfen werden bevor der Baserunner ankommt (Force-Out). Nach drei „Outs“ wird gewechselt zwischen der Defense und Offense.

Ein Spielabschnitt heißt Inning. Sobald jedes Team einmal in der Defense und einmal am Schlag gespielt hat, ist ein Inning vorüber. Ein Softball-Spiel der Verbandsliga hat üblicherweise sieben Innings.

 

Das wichtigste Ritual des Spiels:

Neben der Beachtung von den rein technischen Regeln, gilt ein besonderer Augenmerk der persönlichen Sicherheit, denn Achtung: Der Softball ist alles andere als soft! Unfallgefahr herrscht immer dann, wenn ein Spieler vergisst, wozu der dunkelbraune Lederhandschuh dient: Catch if you can, lautet die Devise, sonst landet der Ball versehentlich an anderen Körperteilen. Auch beim Hitting möge ein Spieler gut geübt mit der eisernen Keule umgehen, damit der Ball nicht auf den eigenen Fuß geschlagen wird, sondern ins Feld, wie gewünscht. Auch dient ein fester Griff dem Halten der Keule sehr, um diese nicht unkontrolliert dem

Trainer zuzuschleudern. Ganz wichtig: Zu den wichtigsten Ritualen eines jeden Softballspiels gehört also die stets präsente Eis-Box, um gewisse Körperstellen gegebenenfalls in ihrer Schwellung zu lindern.

 

Was man sonst noch wissen sollte:

Das Salt City Stadium der Lüneburg Woodlarks befindet sich am Ebelingweg (Am Wienebütteler Weg Sportpark Kreideberg, Bus 5009). Bei gemütlicher Atmosphäre und sonnigem Wetter ist es einfach herrlich den Verlauf des Spiels zu beobachten. Die Musik in den Pausen steigert noch die Stimmung der Gäste und der Spieler. Neben den Softball Damen in der Verbandsliga, gibt es drei Herrenteams im Baseball (Regionalliga Nord, Landesliga Nord, Junioren).

 

Ulrike Fasbender

27. Juli 2009

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