Titelblatt, Unikultur

lunatic – ein Blick hinter die Kulissen

(C) lunatic e.V.
(C) lunatic e.V.

Interviewpartner: Jula Pfundner (Leitung Marketing und PR), Johann Meis (Produktionsleitung, war letztes Jahr im Spielwiesenteam), Florens Schwartz (Spielwiesenteam)

 

 

1.) In nicht mehr ganz einem Monat findet das lunatic Festival statt. Wird es langsam ernst mit den Vorbereitungen?
Johann: Ja, langsam wird es tatsächlich ernst.
Florens: Seit einem Monat gibt es immer mehr zu tun.
Jula: Ab jetzt laufen die konkreten Vorbereitungen für das Festival. Bislang hatten wir ja auch viel mit den Warm-Up Veranstaltungen zu tun.
Johann: Die Line-Ups für das Festival stehen fest…
Jula:…und auch das Line-Up für die Aftershow in der Garage. Nun wollen wir noch den genauen Timetable für das Festival veröffentlichen.


2.) Wie viele Helfer braucht ihr ungefähr und was genau muss man als Helfer tun?

Johann: Wir brauchen an die 300 Leute. Derzeit fehlen uns noch rund 50. Grundsätzlich benötigen wir die Helfer vorher für den Aufbau, während des Festivals selbst dann unter anderem als Getränke-Verkäufer oder für die Bewachung der Notausgänge und hinterher natürlich für den Abbau.

 

3.) Was erhofft ihr euch vom diesjährigen Festival? Worauf freut ihr euch am meisten?
Jula: Ich hoffe auf gutes Wetter!
Florens: Ich freue mich am meisten auf den Moment, in dem die Leute reinströmen…
Johann: Dann ist nämlich endgültig alles fertig – oder sollte es zumindest sein!

 

4.) Was sollte auf keinen Fall passieren?
Florens: Regen wäre doof, aber auch keine Katastrophe – so lange es kein richtiges Unwetter ist. Außerdem sollten sich die Leute gut verteilen, nicht dass ein Bereich komplett leer bleibt.
Jula: Noch ungünstiger wäre es allerdings, wenn die Leute nichts trinken.

 

5.) Wie läufts mit der Teamarbeit? Treten irgendwo Schwierigkeiten auf?
Johann: Allmählich merken die Leute, wie viel Arbeit hinter der Festivalplanung steckt. Im Prinzip ist die Vorbereitung wie eine Baustelle, an der man immer weiter arbeiten kann. Manche können mehr arbeiten, andere weniger. Seine eigenen – aber eben auch die Grenzen der anderen – zu akzeptieren und zu respektieren ist etwas, was einige von uns noch lernen müssen.
Jula: Trotzdem ist die Stimmung innerhalb der Teams gut.
Johann: Allmählich bekommen wir auch eine konkretere Vorstellung davon, wie das Festival letztlich aussehen wird. Am Anfang hat man zwar eine Idee, aber jetzt wird das Ganze greifbarer.
Jula: Und motiviert und engagiert sind alle.

 

6.) Wo seht ihr das lunatic in fünf Jahren?
Jula: Ich denke, dass das lunatic vor allem ein Lernprojekt ist, und hoffe, dass es das bleibt. An der Größe können wir nicht mehr viel machen, schon aufgrund der äußeren Rahmenbedingungen, die im Prinzip erschöpft sind. Aber ich denke, dass sich das lunatic immer neu erfinden wird. Da ja ständig neue Leute daran arbeiten, werden auch neue Ideen und kreative Vorschläge kommen.

 

Florens: Auch bei der Kooperation mit den Initiativen gibt es meiner Meinung nach noch viel Potenzial. Wir arbeiten auf jeden Fall daran, dass das lunatic noch stärker zum Vernetzungspunkt zwischen verschiedenen Initiativen wird.
Johann: Was wir uns auch noch vorstellen könnten, ist, dass das lunatic auf Lüneburg ausgeweitet wird, also nicht auf das Uni-Gelände beschränkt bleibt. Momentan sind wir ja vor allem für Studierende ansprechend. Schön wäre es, wenn uns zum Beispiel auch Kinder oder Ältere besuchen würden. Für die Stadt wäre das wertvoll. Es wäre doch schade, wenn die Studierenden nur unter sich blieben.

 

7.) Könnt ihr das lunatic in drei Worten beschreiben?
Jula: Familiär, vielseitig, handgemacht. Unsere Plakate sind zum Beispiel alle handgezeichnet.
Johann: Motivation würde ich noch ergänzen. Man muss für das lunatic-Festival brennen, sonst funktioniert es nicht. Das kann auch mal heißen, für die Vorbereitungen anderes schleifen zu lassen und zur Not auch ein Semester länger zu studieren.

Autorin: Theresa Brand

29. Mai 2015

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