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Kultur to go

Das „Semesterticket Kultur“: Freifahrtschein für 200 Veranstaltungen im Jahr. „Nicht schon wieder ins Pesel!“ „Im Fernsehen läuft aber auch nichts … “ „Na, dann ab ins Theater, in ’ner halben Stunde geht’s los.“ So oder ähnlich dürften sich nun häufiger Lüneburger WGGespräche abspielen, denn seit der Vertragsunterzeichnung im Theater Lüneburg am 11. April gibt es das „Semesterticket Kultur“. Dieses bietet allen Studierenden die Chance, kostenlos Kultur zu erleben. Einfach eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn an der Theaterkasse bzw. in der St. Johannis, St. Nikolai oder St. Michaelis Kirche erscheinen und gegen Vorlage des Studierendenausweises umsonst eine Restkarte erhalten.

Das Projekt wurde von Andreas Heinen, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Unternehmensentwicklung, gemeinsam mit studentischer Unterstützung ins Leben gerufen. Im besten Fall nutzen sofort zahlreiche Studierende regelmäßig die Gelegenheit und stürzen sich in die Wirrungen der Theaterwelt oder erleben gefühlvolles Chaos in den bezaubernden Konzerten der imposanten Kirchen. Denn nur dieses Sommersemester hat der AStA kurzfristig die nötigen Mittel aus dem laufenden Haushalt finanziert. Im nächsten Semester liegt es bei den Studierenden: Bei der Semesterticketwahl im November 2012 wird abgestimmt, ob ein bis zwei Euro der Semesterbeiträge für das Kulturticket genutzt werden dürfen. Das bislang deutschlandweit einzigartige Angebot könnte dann nicht nur dauerhaft erhalten bleiben, sondern auch zusätzlich erweitert werden. Immer mehr regionale Kulturstätten sollen hinzukommen, von denen schon jetzt einige in Verhandlungen mit den Organisatoren stehen. Kontakte und Anregungen führen bis nach Hamburg hinein. Alles noch Zukunftsmusik und lange hin? Ja, genau. Und so lange gilt: 200 Veranstaltungen „for free“ warten auf euch.

Von Lara Obst (die Autorin ist Mitglied im Projekt „Semesterticket Kultur“)

16. Juli 2011

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