Ihr entscheidet! – Zur Zukunft von KonRad, EliStu und dem Hochschulsport
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Ihr entscheidet! – Zur Zukunft von KonRad, EliStu und dem Hochschulsport

Ja, von Montag bis Mittwoch sind immer noch Wahlen. Neben der Abstimmung zum Semestersticket und zur Senatsbesetzung, entscheidet ihr außerdem über die zukünftige Finanzierung von KonRad (Fahrradwerkstatt), EliStu (Eltern im Studium) und dem Hochschulsport. Alles, was ihr darüber wissen müsst.

Ihr entscheidet! / Bild: pixabay.com

Worum geht es eigentlich?

Diverse Organisationen an der Uni werden von der Studierendenschaft (also von euch) mitfinanziert. Das passiert über den Semesterbeitrag, der neben Kosten für das Semesterticket oder das Studentenwerk auch einen Beitrag für die Studierendenschaft beinhaltet. Für das laufende Semester waren das 17,00 Euro. Eine Übersicht der Kosten findet ihr hier – der Beitrag ist in den Kosten des Semestertickets enthalten. Über die Finanzierung von zwei AStA Betrieben und dem Hochschulsport soll von Montag bis Mittwoch in einer Urabstimmung (d. h.alle Studierenden sind wahlberechtigt) abgestimmt werden.

Über welche Organisationen wird abgestimmt?

  • KonRad, eine Selbsthilfe-Fahrradwerkstatt (befindet sich neben der Mensa), die Studierenden die Möglichkeit bietet, ihre Fahrräder in einer Werkstatt zu reparieren und zu überholen, allein oder mit fachkundiger Hilfe. Außerdem können Fahrrad-Ersatzteile gekauft und Fahrräder und Anhänger geliehen werden.
  • EliStu (Eltern im Studium), eine Beratungsstelle mit Kinderbetreuungsangebot für studierende Eltern.
  • Und der Allgemeine Hochschulsport, das Sportangebot der Uni, im Rahmen dessen ihr vergünstigt Kurse belegen und das Fitnessstudio auf dem Campus nutzen könnt.

Was und wie wird abgestimmt?

Derzeit erhalten die drei genannten Organisationen bereits jeweils einen bestimmten Betrag aus dem Topf der Studierendenschaft, benötigen aber eine Erhöhung, um entweder den Umfang des eigenen Angebots aufrecht zu erhalten oder dringend benötigte Aufstockungen durchzuführen. Gewählt wird nach dem Präferenzwahlsystem (Instant-Runoff-Voting). Das heißt, dass ihr „was mag ich am liebsten“ (Präferenz 1), „was mag ich weniger gern“ (Präferenz 2) und evtl. „was mag ich am wenigsten“ (Präferenz 3) wählt . Vorteil ist, dass, sollte euer Erstwunsch keine Mehrheit erlangen, immer noch euer Zweitwunsch berücksichtigt wird. Das geht so:

  1. Ihr bekommt drei Stimmzettel: einen für KonRad, einen für EliStu, einen für den Hochschulsport (Muster s. unten). Dort seht ihr jeweils 2-3 Auswahlmöglichkeiten, die auf den Stimmzetteln noch einmal beschrieben sind, aber sich immer so verhalten, dass der Betrag, über den es abzustimmen gilt, sich von oben nach unten jeweils erhöht.
  2. Je nach Anzahl der Möglichkeiten (2 oder 3) habt ihr auch Präferenzen. Das bedeutet: In der ersten Spalte (Präferenznummer 1) setzt ihr euer Kreuz in derjenigen Zeile, die ihr bevorzugt. Wenn ihr beispielsweise möchtet, dass Organisation X den höchstmöglichen Betrag bekommt, dann setzt ihr euer Kreuz in der letzten Zeile der ersten Spalte.
  3. Nun musst ihr noch Präferenz 2 und ggf. 3 bestimmen. Wenn ihr also in Spalte 1 angekreuzt habt, dass Organisation x den höchstmöglichen Betrag bekommt, wollt ihr vielleicht, dass eure zweite Präferenz beim zweihöchsten Betrag liegt, dann macht ihr euer Kreuz bei Spalte 2 in der Zeile der Variante 2 usw.
  4. Das wiederholt ihr für alle drei Stimmzettel.

 

Stimmzettel KonRad / Quelle: StuPa
Stimmzettel EliStu / Quelle: StuPa
Stimmzettel Allgemeiner Hochschulsport / Quelle: StuPa

 

Warum gibt es bei EliStu nur zwei Auswahlmöglichkeiten?

Im Gegensatz zu KonRad und dem Hochschulsport ist EliStu nicht nur ein Servicebetrieb, sondern auch eine soziale Einrichtung. Viele Eltern sind auf das Betreuungsangebot angewiesen, da Kitas in Niedersachsen immer noch Geld kosten. Gleichzeitig betrifft diese Einrichtung nicht die Mehrheit der Studierenden, sodass das StuPa entschieden hat die angebotseinschränkende Variante nicht zur Auswahl zu stellen. Hier entscheidet ihr also lediglich darüber, ob EliStu in Zukunft mehr Ressourcen zur Verfügung haben soll.

Welche Konsequenzen ergeben sich aus meiner entscheidung?

Wir haben die drei Organisationen dazu befragt und folgende Antworten erhalten:

Konsequenzen aus Variante 1:

KonRad: Mit dem Betrag von 0,25€ aus Variante 1 kann die Konrad Fahrrad Selbsthilfewerkstatt nicht kostendeckend arbeiten. Das Angebot wird dann in Zukunft eingeschränkt werden müssen. Dies hat zur Folge, dass die Werkstatt für voraussichtlich 2 Tage in der Woche geschlossen bleiben muss. Bisher hat KonRad im Semester montags bis freitags geöffnet. Alternativ müssten die Preise für Ersatzteile und Benutzung der Werkstatt erhöht werden, was wir jedoch gerne vermeiden möchten, weil der Service dann unrentabel für Nutzende wird. Mischformen dieser Konsequenzen sind auch denkbar.

EliStu: keine Änderungen

Hochschulsport: Um den Fehlbetrag zu kompensieren, müssen wir über unsere Kursentgelte Mehreinnahmen in Höhe von etwa 15% erzielen. D.h. dass bestehende Entgelte erhöht und für bisher entgeltfreie Angebote ein Entgelt eingeführt werden muss. Außerdem müssen wir unsere Kosten reduzieren. D.h. wir können weniger Kurse anbieten und müssen bei den Sportgeräten sparen.

Konsequenzen aus Variante 2:

KonRad: Mit Variante 2 (0,75€) erhalten wir einen Beitrag, der kostendeckend ist. Somit können wir die Werkstatt ohne Einschränkung weiter betreiben wie bisher. Das Angebot kann gleich bleiben. Dadurch können wir dem zum Teil hohen Andrang gerecht werden und mit unserem Angebot eine günstige nachhaltige Möglichkeit bieten das eigene Fahrrad zu reparieren.

EliStu: EliStu ist eng vernetzt mit dem Familienservice der Universität. Durch die zweite Variante würde sich uns die Chance bieten, kleinere und (das ein oder andere) größere Projekt in Kooperation mit dem Familienservice zu realisieren. So könnte der Campus weiterhin familienfreundlicher gestaltet werden und das Studium der Eltern unkomplizierter.

Hochschulsport: Angebot und Entgelte bleiben wie bisher.

Konsequenzen aus Variante 3:

KonRad: Mit dem Betrag von 1,50 Euro können wir das Angebot ausbauen und weiterentwickeln. Wir können unser Werkzeugangebot verbessern und erweitern, um bei noch mehr Spezialreparaturen helfen zu können und bei Bedarf die Werkstatt voraussichtlich 3 statt der bisherigen 2 Tage in der vorlesungsfreien Zeit öffnen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit ggf. Preise zu Gunsten der Studierenden anzupassen und insgesamt die Möglichkeiten der Selbsthilfewerkstatt zu erweitern.

Für EliStu existiert keine dritte Variante (s. oben).

Hochschulsport: Die Entgelte würden bleiben wie bisher. Die Mehreinnahmen würden wir gezielt in die Schaffung neuer Angebotsformen investieren. Wir denken dabei u. a. an „inklusive“ Sportangebote, Angebote zur Gesundheitsförderung von Studierenden und weitere Freiluftangebote.

 

Ihr wählt übrigens gleichzeitig auch das neue Semesterticket und die studentische Vertretung im Senat der Leuphana. Alles Wichtige zum Semesterticket erfahrt ihr hier, alles über die Senatswahl findet ihr hier.

Von: Kim Torster

26. November 2017

About Author

Kim Torster Kim studiert Kuwi und ist Chefredakteurin bei Univativ.


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