Hochschulwahlen aufgrund von Corona verschoben – so soll es weitergehen
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Hochschulwahlen aufgrund von Corona verschoben – so soll es weitergehen

Eigentlich sollten die Hochschulwahlen für die studentischen Gremien – also Fachgruppenvertretungen und das Studierendenparlament – im Mai 2020 stattfinden. Augrund des Coronavirus wurde die Wahl aber verschoben. Wie geht es weiter? Wie hat sich die Wahlbeteiligung entwickelt?

Ein studentischer Wahlausschuss wurde bereits besetzt und hatte erste Vorarbeiten für die geplanten Wahlen im Mai 2020 geleistet. Die Webseite des Wahlausschusses ist schon gefüllt und es finden sich Protokolle über die Sitzungen. Doch aufgrund der Corona-Pandemie ist die Wahl auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben.

Wann oder wie die Wahl dann stattfinden soll, ob als Wahl vor Ort, per Brief-Wahl oder Online-Wahl, ist bisher nicht klar. Die Wahlordnung wurde laut Protokoll ebenfalls geändert, aber ist noch nicht veröffentlicht. Im Gespräch ist eine Zusammenlegung der akademischen Wahl (Fakultätsräte und Senat) mit der studentischen Wahl. Zum Wintersemester 2015/16 wurden die Wahlen getrennt, so gab es meist die studentische Wahl im Mai und im Dezember die akademische Wahl.

Wahlbeteiligung soll erhöht werden

Neben den Wahlen sind auch zwei Urabstimmungen in Planung, über den Inhalt ist bisher nichts bekannt. Um die Wahlbeteiligung zu erhöhen, ist eine Tombola im Gespräch: Jede Person soll nach der Wahl ein Los erhalten und am Ende der Wahl soll schließlich ausgelost werden. Bisher stehen jedoch weder Budget noch Gegenstände fest, auch fragte sich der Wahlausschuss, ob dieser die Entscheidung treffen darf oder ob das StuPa dies beschließen muss.

Die nächste Sitzung des studentischen Wahlausschusses findet am Dienstag, den 28. April um 18:00 Uhr statt.

Die Univativ berichtete schon einmal über die mangelnde Wahlbeteiligung der Studierenden, wir haben die Statistiken hier aktualisiert. Auch das Projekt „Warum wählst du“ mit unserem Kooperationspartner mit CORRECTIV widmet sich dieser Frage.

Sollte es wieder eine Wahl geben, wird die Univativ erneut einen Wahl-Bot ähnlich dem Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung betreiben. Entsprechende Fragen werden in der Redaktion ausgearbeitet und die Listen gebeten Vorschläge zu machen.

Hinweis: Bei einigen Fakultätsratswahlen gab es nur einen studentischen Kandidaten, dieser wurde direkt gewählt ohne Urnengang.


Foto: Wahlbeteiligung der Studierenden – Jahr 2020 – (c) Christopher Bohlens

28. April 2020

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Christopher Bohlens Schreibt immer irgendwas über Hochschule, Politik oder Veranstaltungen, wo es so richtig kracht. Liebt investigativen Journalismus und beschäftigt sich viel mit Daten.


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