Heute jibbet: Porridge
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Heute jibbet: Porridge

Porridge alias Haferbrei alias geiles Frühstück

Food / CC Anna Christin KochDas klassische deutsche Frühstück ist definitiv ein Fest der Backwaren. Egal ob Nutellabrötchen, Käseschnitte oder Rührei mit Toast, irgendwie scheint es dem germanischen Gaumen nach Getreide zu gelüsten. Vor allem als Student ist es ja sehr verführerisch, die Aufbackwaren in den Ofen zu pfeffern, schnell unter die Dusche zu hüpfen und dann am WG-Tisch die Marmeladenvorräte der Mitbewohner zu plündern. Doch spätestens nach dem ersten Seminar zeigt sich der Nachteil einer solchen Strategie. Weißes Mehl und Zuckergelee sind nicht für arbeitsreiche Uni-Tage gemacht. Auch wenn der Lustgewinn beim Essen hoch zu sein scheint, die angefressenen Vorräte halten nur kurz um dann in unerträglichen Bärenhunger umzuschlagen.

 

A Short History of Porridge

Für diejenigen, die das schnell-wieder-hungrig-sein endgültig satt haben, hier also ein sehr einfaches, schnelles und Ressourcen sparendes Frühstücksrezept: der Porridge.

Besonders bekannt und beliebt ist er bei den Briten, stammt ursprünglich aber aus den schottischen Highlands. Nahe Verwandte des Porridge (alias Haferbrei) gab es bis ins 12. Jahrhundert auf Tischen aller Schichten und Nationalitäten Europas zu essen. Je nach Region matschte und panschte man eben zusammen, was man so an Getreide vor dem Haus stehen hatte und erfreute sich der einfachen Speise, die so schön mit dem Löffel aus der Holzschüssel gemümmelt werden konnte. Tatsächlich bildeten Breie und Grützen aus Gerste, Weizen, Hafer, Dinkel und Roggen für lange Zeit das Hauptnahrungsmittel für den ärmeren Teil der Gesellschaft. Erst ab dem 13. Jahrhundert setzte sich das Brot langsam als neuer erschwinglicher Favorit durch, ab dem 16. Jahrhundert entdeckten wir dann unseren zweiten Nahrungsliebling: die Kartoffel. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wollte kaum noch einer was von den guten alten Getreidebreien wissen.

Und wie mach ich den nun?

Trotzdem lohnt es sich, den Porridge einmal auszuprobieren! Er ist eigentlich das perfekte Studentenessen. Die einzige wirklich wichtige und nicht ersetzbare Zutat, die man braucht, sind Haferflocken (blütenzart, kernig geht aber notfalls auch). Die gibt es billig in jedem Supermarkt zu kaufen. Und dann kann es eigentlich auch schon losgehen:

  1. Man nehme ca. 250 ml Milch und kippe sie in ein Töpfelein. Für alle Milchindustrieverweigere sei angemerkt: Ja, geht auch super mit Soja! Hier sind vor allem die kleinen Fertigtrinkpäckchen von Alpro Soja sehr praktisch. Die kann man nämlich einfach direkt in den Topf kippen und spart sich so das Abmessen.
  2. Dazu gebe man vier gehäufte Löffel Haferflocken. Je nach Belieben auch ein Gemisch aus blütenzart und kernig.
  3. Herd anmachen (ruhig auch oberste Stufe, soll ja schnell gehen) und mit einem Schneebesen (oder Gabel, Löffel, was auch immer zum Umrühren in der WG genutzt wird) bewaffnen.
  4. Immer schön umrühren und kurz aufkochen lassen. Je länger es kocht, desto dicker wird der Brei am Ende.
  5. In eine Schüssel oder einen Suppenteller umfüllen und sich mit den Vorräten austoben!

 Ein Hauch von Inspiration

Jetzt zeigt sich der große Vorteil eines Haferbreis – er kann eigentlich nicht langweilig werden. Was gefällt, ist erlaubt, aber als Inspiration noch drei bewehrte Variationen aus dem Hause Koch:

Beerig (siehe Foto)

Eine gute Handvoll Erdbeeren (oder jede andere Beere, TK geht auch) in einen kleinen Topf werfen, einen Löffel Zucker drüberstreuen und dann die Beeren mit einer Gabel bei mittlerer Hitze zerdrücken. Die Mischung unter den fertigen Brei rühren und mit extra Beeren und gehackten Nüssen garnieren

Schoko-Banane

Beim Kochen des Breies nach Belieben Kochschokolade oder Nutella hinzufügen. Eine Banane schälen, mit einer Gabel die Hälfte kleinmanschen und unter den Brei rühren. Andere Hälfte in Scheiben schneiden und diese auf dem Brei drapieren.

Exotisch

Beim Brei einkochen mit Vanille würzen oder nach dem kochen kleingematschte Banane einrühren. Dann Dosenananas oder frische Mango kleinschneiden und hinzufügen, alles mit Kokosraspeln bestreuen.

 Lass es dir schmecken!

Tada! Es gibt unzählig viele Varianten seinen Porridge zu pimpen, je nach Saison mit frischem Obst, Nüssen oder auch mal Dosenkrams wenn es sein muss. Natürlich geht’s auch ganz plain mit Honig oder ein wenig Zucker. In jedem Fall dauert es nicht einmal fünf Minuten, macht gute Laune und hält dich satt bis zum Mensa Meeting mit den Kommilitonen. Na dann mal juten Appetit!

 Autor: Anna Christin Koch

2. Mai 2014

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