Gemeinsam gegen die RPO
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Gemeinsam gegen die RPO

Widerstand gegen die Rahmenprüfungsordnung formiert sich langsam.

Ist die Anwesenheitspflicht wirklich gewünscht? Laut letztem Diskussionsstand aus der ZSK schon. / (CC) Foto: romana klee/Flickr

In den letzten vier Wochen berichteten wir mehrmals über die Reform der Rahmenprüfungsordnung (RPO). Erstmals kommt es nun zu einem Vernetzungstreffen von studentischen Mitgliedern in den akademischen und studentischen Gremien.

Die Einladung zum Vernetzungstreffen richtet sich an die studentischen Mitglieder der Zentralen Studienkommissionen (ZSKs), Fakultätsräte des Senats und die Studierenden in ihrer Funktion als Fachgruppenvertreter (FGV), Fachschaften, Studierendenparlament (StuPa) und der AStA. Die Hauptkritikpunkte an den Änderungen der RPO sind:

  • Anwesenheitspflicht
  • Nachweise des Sprachniveaus in zwei Fremdsprachen
  • feste Abgabetermine und
  • Einschränkungen bei der An- und Abmeldung von Prüfungen.

In verschiedenen Facebook-Gruppen der Leuphana gab es hierzu bereits breite Kommentare zu der Reform der RPO. Ein Student schrieb: „Wenn das so 1:1 durchgesetzt wird, exmatrikuliere ich mich. Was hat das mit Nachhaltigkeit zu tun, Herr Leuphana?“

Am vergangenen Mittwoch haben drei von vier Fakultätsräten getagt und ihre Stellungnahmen zu der RPO abgegeben. Diese Stellungnahmen der Fakultätsräte gehen den ZSKs zu, die diese in ihrer Sitzung am Mittwoch, 4.12.2013 für das College und am 20.11.2013 für die Graduate School behandeln werden.

Einige Änderungen aus dem letzten Diskussionsstand. (c) Screenshot: Christopher Bohlens

Ziel des Vernetzungstreffens soll es sein, dass sich viele studentische Gremien-Vertretungen sich vor der Sitzung der ZSK zusammensetzen, um gemeinsam mögliche unterschiedliche Sachstände, fachspezifische Ungereimtheiten und technische Sachzwänge zu klären. Das studentische Vernetzungstreffen findet am Mittwoch, 20.11.2013 in Raum C9.102 statt. Die letzte Version des Diskussionsstandes des ZSK College bezüglich der RPO Reform vom 14.10.2013 findet sich hier.

Dieser Termin liegt kurz vor den Hochschulwahlen (2.-4.12.2013). Das könnte dazu führen, dass die Problematik rund um die RPO auch im Wahlkampf von den unterschiedlichen Listen aufgegriffen werden kann.

Wie sich nun die Studierendenschaft positioniert und welche Instrumente sie eventuell nutzt, um gegen die RPO zu demonstrieren, bleibt spannend.

Autor: Christopher Bohlens

20. November 2013

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3 COMMENTS ON THIS POST To “Gemeinsam gegen die RPO”

  1. Leute… Da habt ihr aber einiges nicht ausführlich genug dargestellt bzw. Falsch dargestellt . Das sind KEINE festen Abgabetermine, sondern default Abgabetermine – wenn kein anderer Termin angegeben wird, dann tritt der default Termin in Kraft. Die Anwesenheitspflicht müsste ebenfalls erläutert werden, dafür ist eine ausführliche Auseinandersetzung mit den RPOs und dem niedersächsischen Hochschulgesetz vonnöten. Die Studienleistungen und deren neues ‚Selbstverständnis‘ habt ihr gar nicht erwähnt. Ich bitte daher um Ergänzung.

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