Elefantenrunde zur Senatswahl
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Elefantenrunde zur Senatswahl

Kandidat*innenvorstellung zur Wahl 2013 / (C) Christopher Bohlens
Kandidat*innenvorstellung zur Wahl 2013 / (C) Christopher Bohlens

Vorstellungsrunde zur Wahl im Senat und Kritik an der Umsetzung

Recht kurzfristig kam vom AStA PENG Referat am Dienstagmorgen die Einladung zur quotierten Elefantenrunde zur Wahl der studentischen Vertreter*innen im akademischen Senat der Leuphana.

Das AStA PENG Referat lud hierzu ein, um allen interessierten Studierenden einen Überblick über die Listen und Einzelkandidat*innen für die Senatswahl zu verschaffen.  Bei der Elefantenrunde können sich die Kandidat*innen vorstellen. Zusätzlich werden ihnen festgelegte Fragen sowie auch Fragen aus dem Publikum gestellt. Los geht es am Donnerstag (19.11.) um 18:00 in HS 4.

Kritik an der Kurzfristigkeit und Neutralität

Bereits vor den Wahlen gab es aus einigen Listen Kritik zur Umsetzung des Formats der quotierten Elefantenrunde. So wurde die Einladung zu der Veranstaltung in der Nacht von Montag auf Dienstag verschickt, weswegen gerade einmal 66 Stunden für die Zusage zur Teilnahme verblieben. Noch kürzer ist die Frist, in der die Fragen der Wahlzeitung beantwortet werden müssen. So lautet hier die Frist Mittwoch 12:00 Uhr, sprich 36 Stunden, um auf zehn Fragen bei maximal 3.000 Zeichen zu antworten. Zusätzlich gibt es noch eine DIN-A4-Seite, die frei gestaltet werden kann, beispielsweise um sich vorzustellen.

Doch es zeigt sich auch ein generelles Problem: die personelle Überschneidung von Kandidat*innen und AStA-Mitgliedern. Ein Teil der Referent*innen und der Mitglieder des AStA PENG Referates stehen selbst zur Wahl. Fraglich bleibt, ob die Unabhängigkei der Umsetzung der Elefantenrunde sowie der Wahlzeitung gesichert ist. Beim studentischen Wahlausschuss ist die Unvereinbarkeit zwischen Kandidatur und Mitarbeit gegeben, zumindest muss die Tätigkeit im Ausschuss bei eigener Kandidatur durch Rücktritt beendet werden.

Die Wahlen von Senat, Fakultätsräten und einigen Fachgruppenvertretungen finden von Montag (23.11.) bis Mittwoch (26.11.) statt. Näheres kann man beim studentischen Wahlausschuss erfahren.

Doch was ist eigentlich dieser Senat?
Der Senat beschließt unter anderem hochschulweite Ordnungen der Hochschule, Prüfungsordnungen für fakultätsübergreifende Studiengänge, die Entwicklungsplanung der Universität, nimmt zu allen Selbstverwaltungsangelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung Stellung und beschließt die Grundordnung nach § 41 NHG (Niedersächsisches Hochschulgesetz).Bei der Wahl des Senats hat jede*r eine Stimme.

Aus Transparenzgründen: Der Autor kandidiert selbst auf einer Liste.

Autor: Christopher Bohlens

 

18. November 2015

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3 COMMENTS ON THIS POST To “Elefantenrunde zur Senatswahl”

  1. Als Person die sich von dem Artikel durchaus angesprochen fühlt muss ich ganz offen sagen das ich es eine Unverschämtheit finde, dass die Univativ diesen Artikel hier so uninformiert und unreflektiert veröffentlicht. Sicherlich ist die Planung sehr kurzfristig gewesen und es wäre schöner wenn wir über viele Wochen hinweg geplant hätten.
    Allerdings handelt es sich um ein zusätzliches Angebot für die Studierenden um sich zu informieren, zudem gab es an alle Listenverantwortlichen bereits am 4.11., alo vor zwei Wochen eine Mail, in der über die Überschneidung berichtet wurde und in der zwei Optionen dargestellt wurden.
    1)Alle Listen haben die Möglichkeit sich an der Findung der Fragen zu beteiligen
    2)Die Personen die von der Üerschneidung betroffen sind halten sich bei der Findung der Fragen raus.
    Keine der Listenverantwortlichen/Einzelkandidat*innen hat sich dazu bereiterklärt mitzuwirken und dementsprechend haben sich die Personen, welche von den Überschneidungen betroffen sind darauf beschränkt die Infotexte zu Senat und Fakultätsräten zu schreiben und zu layouten und keine Fragen zu formulieren oder zu gewichten.
    Auch bei der Elefant*innenrunde (Ich würde es sehr begrüßen wenn zumindest Eigennamen korrekt übernommen würden) wird die Moderation von einer externen Person gemacht, welche weder beim PENG! ist, noch auf einer der Listen steht. Wir hatten des PolicyLab hierfür angefragt, uns wurde allerdings aufgrund von Kapazitätenmangel abgesagt.

    Wir haben uns also insgesamt enorm bemüht Neutralität soweit dies geht zu schaffen und offen mit allen Beteiligten zu sprechen. Wenn aber nicht korrekt informierte Personen, welche mit keinem*keiner der Veranstalter*innen gesprochen hat oder auch nur versucht hat uns zu kontaktieren, unsere Bemühungen völlig falsch darstellt, finde ich das zum einen sehr lächerlich, sehr ärgerlich und es wird einer studentischen Zeitung, welche so tut als würde sie professionell und journalistisch Arbeiten nicht gerecht..

    Ich bitte hier also um Richtigstellung.

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