Einwanderungsland Europa – Rechtspopulismus
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Einwanderungsland Europa – Rechtspopulismus

„Wie begegnet Lüneburg dem Rechtspopulismus?“ das Jahr 2017 startet mit einer Fortsetzung der Veranstaltungsreihe „Einwanderungsland Europa“ der Leuphana und der VHS Lüneburg. Mit der Reihe wird das Format„Wie begegnet Lüneburg der Welt?“ fortgesetzt. Bisher fanden 22 Veranstaltungen statt. Nun wurde das Programm für 2017 veröffentlicht.

Cover zur Broschüre zur Veranstaltungsreihe (C) Leuphana Uni Lüneburg

Was hat sich seitdem verändert? Die aktuellen Entwicklungen aufgreifend fragen die Veranstalter: Einwanderungsland Europa – Wie begegnet Lüneburg dem Rechtspopulismus? Obwohl Donald Trump nicht die Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen konnte, zieht mit ihm ein besonders schroffer Gegner der offenen Gesellschaft ins Weiße Haus ein. Die ersten autoritären Regierungen sind mit Ungarn und Polen auch in Europa zu besichtigen. Le Pen in Frankreich und Wilders in den Niederlanden prägen die Stimmung bei den nächsten Wahlen.

Worum geht es beim Rechtspopulismus? Solange er selbst nicht an der Macht ist, gibt er sich elitenkritisch. Vor allem aber behaupten Rechtspopulisten, das Volk zu repräsentieren. Wer das Volk ist, definieren Rechtspopulisten jedoch in Eigenregie. „Wir sind das Volk“ heißt dann, „Ihr“ nicht. Sie spalten die demokratische Gemeinschaft in ein „wahres“ Volk und diejenigen, die nicht dazugehören sollen: die Geflüchteten, die Roma, die Muslime, die FeministInnen, die Linken, die Homosexuellen, die Liberalen, die Presse, die Intellektuellen, schwarze Fußballer, die PolitikerInnen usw. Neben seiner menschenfeindlichen Ideologie bekämpft der Rechtspopulismus den Pluralismus. Er erträgt die Vielfalt der Interessen und Überzeugungen in einer offenen Gesellschaft nicht. Deshalb lässt sich der Rechtspopulismus immer auch als Gegenbewegung zur Demokratie verstehen.

Die Reihe beginnt 2017 am Donnerstag, 19. Januar 2017 mit einer BürgerInnen-Debatte mit Manuela Bojadžijev von 19:00 – 20:30 Uhr im Museum Lüneburg, Willy-Brandt-Straße 1.

Prof. Dr. Manuela Bojadžijev ist Mitglied des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der Humboldt-Universität zu Berlin und Juniorprofessorin für globalisierte Kulturen an der Leuphana Universität Lüneburg.

Einen Rückblick über das letzte Jahr hat die Leuphana hier zusammengestellt.

Das weitere Programm für 2017 ist online hier zu finden: Programm der Veranstaltungsreihe 

Autor: Christopher Bohlens
– Mit Material der Organisatoren der Veranstaltung

18. Januar 2017

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