Der Dieb an der Leuphana
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Der Dieb an der Leuphana

Die Diebstähle haben in der letzten Zeit erschreckend zugenommen

Bildunterschrift: Öffentlicher Aushang in der Uni, wegen eines verschwundenen Notebooks / (CC) Foto: Christopher Bohlens Mit einer E-Mail an alle Studierenden und Mitarbeiter der Leuphana, hat der Pressesprecher vor zunehmenden Diebstahl an der Uni gewarnt. Auch bei kurzer Abwesenheit sind bereits viele Dinge abhanden gekommen. Abgesehen haben es die Täter auf Laptops, Handys und Geldbörsen. Hauptsächlich kommt es zu Diebstählen durch kurze Abwesenheit aus dem Büro.

Die Masche, mit der die Täter vorgehen, ist immer die gleiche. Sie grasen langsam die Flure an der Leuphana ab und suchen nach unverschlossenen Räumen. Wenn sie einen unverschlossenen Raum gefunden haben und sich unbeobachtet fühlen, greifen sie sich alles Wertvolle, was in ihre Taschen passt. Sollten sie jedoch auf eine anwesende Person treffen, so nennen diese unterschiedliche Ausreden für ihr plötzliches Erscheinen ohne Anklopfen. Ihr Anliegen offenbaren sie kurz angebunden, um möglichst wieder schnell verschwinden zu können. Meist befinden sie sich auf der Suche nach einer Büroklammer.

Diebesgut wurde bislang nur in geringem Umfang wiedergefunden. In einem Fall wurde die Geldbörse monetär entleert, aber immerhin mit den Ausweispapieren und dem Führerschein in Bahnhofsnähe wiedergefunden. Ein Laptop hatte sich nach dem Diebstahl automatisch ins Internet eingeloggt und seinen (leider nur temporären) Standort verraten. Hier konnte kein Täter aufgegriffen werden.

Statistik der Polizei
Die Zunahme von Diebstählen wird auch von der Polizei kritisch gesehen. Polizeisprecher Kai Richter begrüßt die Entscheidung der Leuphana in einer E-Mail offiziell von dem Problem der Diebstähle zu warnen. Eine Statistik über die einfachen Diebstähle (gemäß §242 StGB) auf dem Universitätsgelände gibt Folgendes wieder:

2010: 41

2011: 24

2012: 37

2013: 35 (bis 01.11.2013)

Einige Tipps für eure Geräte geben wir euch mit auf den Weg.

Sicherung des Smartphone
Das Smartphone ist mittlerweile zu einem kleinen Computer geworden. E-Mails, Kontakte, Nachrichten, Kalender und vieles mehr findet sich auf dem Gerät wieder. Die meisten Hersteller bieten einen Passwortschutz entweder durch einen PIN Code oder durch ein Muster. Von diesen Möglichkeiten sollte man Gebrauch machen, wenn man nicht möchte, dass alle privaten Daten in falschen Händen landen. Hierbei geht es nicht nur um die eigenen Daten, sondern auch E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Adressen und Geburtsdaten von anderen. Bei Apple iOS Geräten sollte man drauf achten, unbedingt einen „Passcode“ mit mehr als 4 Zeichen zu benutzen, da bereits, der einfache Schutz mit vier Zeichen als unsicher gilt.

Notebook richtig sichern
In der Regel bietet jedes Betriebssystem die Möglichkeit eines Anmeldekennworts, das Sperren des Bildschirms oder die Kennwortaufforderung nach Aktivierung des Bildschirmschoners. Das Apple Mac OS X bietet bereits seit Jahren die Möglichkeit seine komplette Festplatte zu verschlüsseln, ist jedoch in der Standardeinstellung deaktiviert. Mit Hilfe von „FileVault“  werden alle Inhalte verschlüsselt gespeichert und ohne Kennwort oder Wiederherstellungsschlüssel kann nicht auf die Daten zugegriffen werden. Microsoft Windows wiederum bietet nur in den Varianten für den Unternehmenseinsatz bzw. hochpreisigen Editionen den Einsatz von „BitLocker“, welches ebenfalls wie FileVault arbeitet. Auf dem Markt gibt es jedoch verschiedene Lösungen, um Teile der Daten wie Ordner oder Dateien zu verschlüsseln.

Open-Source hilft
Ein Open-Source Programm um einen Container für vertrauliche Inhalte zu erstellen ist das  kostenfreie Programm „TrueCrypt“. Mithilfe des Programms lässt sich u.a. ein Container erstellen, der wie ein virtuelles Laufwerk eingebunden wird, auf denen Ordner und Dateien liegen können. Ohne bekanntes Passwort kann keiner auf die Daten zugreifen.

Das iOS Gerät oder den Mac wiederfinden
Seit einigen iOS bzw. Mac OS X Versionen gibt es die Möglichkeit, das Gerät zu orten. Hierfür muss auf dem Gerät die App „Mein Gerät suchen“  installiert sein. Anhand des vorhandenen iCloud Accounts können mehrere Geräte in diesem eingetragen werden. So kann man sich auf dem iPad einloggen, um sich die Position des iPhone oder Mac anzeigen zu lassen. Weiterhin ist es möglich, das Gerät mit einem Klingeln zu versehen, dem potenziellen Finder eine Nachricht zukommen zu lassen oder das Gerät zu sperren. Wenn es sich um sehr kritische Daten handelt, kann das Gerät auch aus der Ferne gelöscht werden, dann jedoch wird auch keine Nachricht mehr angezeigt vom Eigentümer. Eine ähnliche Funktion befindet sich bei Microsoft Windows Phone und Samsung Galaxy  in der Erprobung bzw. Beta-Phase.

Trotz der dieser technischen Möglichkeiten sollte man auf seine eigenen Wertsachen aufpassen. Auch ein kurzes Verlassen des Büros ist eine Einladung für die Diebe, sich den Wertsachen anzueignen. Denn es gilt: „Gelegenheit macht Diebe“. Daher sollte immer das Büro abgeschlossen werden. In der Bibliothek ist es wichtig, seine Sachen gegen den Mitnahmediebstahl zu sichern. Unachtsamkeit führt oft dazu, dass die Sachen verschwinden, ohne dass ein Dieb eine hohe kriminelle Energie einsetzen muss.

Autor: Christopher Bohlens

22. Januar 2014

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