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Den richtigen Job finden

Das Mentoring-Programm hilft Studierenden bei der beruflichen Orientierung. In einem Mentoring-Tandem unterstützt ein/e MentorIn eine/n StudentIn bei der Karriereplanung. Katja Völkel und Nina Storm bildeten so ein Tandem. Völkel ist Leiterin der Abteilung Marketing bei InBev Deutschland in München; Storm machte in Lüneburg ihren Master in Management and Entrepreneurship und ist jetzt Trainee bei Tchibo im Produktmanagement. Im Interview mit Univativ erzählen sie von ihren Erfahrungen.

Univativ: Warum hast du/ haben Sie an dem Mentoring- Programm teilgenommen?
Nina Storm (N.S.): Ich fand es toll, frühzeitig Kontakte knüpfen zu können, ein objektives Feedback von außen zu meiner Person zu bekommen und sich über die eigenen Stärken und Schwächen klar zu werden.
Katja Völkel (K.V.): Ich kenne die Situation der Studierenden. Heute habe ich selbst viele Erfahrungen, die ich gerne weitergebe. Solch ein Austausch müsste viel mehr stattfinden.

Univativ: Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit?
N.S.: Wir haben über Alternativen zum direkten Berufsstart, zum Beispiel eine Promotion, gesprochen. Außerdem ging es um konkrete Vorbereitung und Betreuung in der Bewerbungsphase und um eine Stärken-Schwächen-Analyse.
K.V.: In der Bewerbungsphase habe ich beraten und Tipps gegeben. Wir haben über Berufsziele gesprochen und die Stärken und Schwächen diskutiert.

Univativ: Hast du/ haben Sie an dem Rahmenprogramm des Mentoring-Programms teilgenommen?
N.S.: Ich habe an dem Kurs „Gehaltsverhandlungen“ teilgenommen. Wir haben eine komplette Bewerbungssituation durchgespielt. Aus dieser Situation habe ich einiges gelernt.

Univativ: Was hat dir/ hat Ihnen das Tandem persönlich und beruflich gebracht?
N.S.: Mein Hauptziel – der Berufseinstieg – hat geklappt. Ich hab jetzt eine Traineestelle bei Tchibo. In gemeinsamen Gesprächen wurde klar: Das kommt jetzt am ehesten für mich in Frage.
K.V.: Man bekommt Einblicke, wie andere Personen an Themen herangehen und sie bearbeiten. Das gibt neue Impulse für die eigene Arbeit.

Univativ: Wie lautet dein/ Ihr Rezept für ein erfolgreiches Tandem?
N.S.: Beim Siezen bleibt man objektiver. Es sollte klar sein: Was will ich? Wo brauche ich Hilfe? Welche Erwartungen habe ich? Die Zielvereinbarung des Tandems hilft hierbei sehr gut. Man sollte Interesse, Zeit und Engagement mitbringen.
K.V.: Den Studierenden sollte klar sein: Was sind meine Ziele und meine Fragen? Ein intensives Gespräch zu Anfang als Basis für die weitere Zusammenarbeit und eine räumliche Nähe zwischen Mentorin und Mentee sind sehr förderlich.

Das Interview führte Tanja Menkel.

8. November 2010

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