15 Gründe, warum Kapitalismus ekelig ist
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15 Gründe, warum Kapitalismus ekelig ist

2015-11-18 17.06.58Das Must-have für alle, die einerseits gerade genug Geld für dieses wunderschöne Teil haben, aber nicht genug für einen Ofen. Und gleichzeitig ausschließlich an Cupcakes interessiert sind. 2 Broke Girls vielleicht? Die Zielgruppe ist unendlich. Nur echt in Barbie-Pink. Für alle Frauen, die mal Abwechslung vom heimischen Herd suchen. Aber nicht viel Abwechslung.

 

2015-11-18 17.07.24„Lecker & fettarm“, genauso wie die Werbefigur und die abgebildeten Bratwürstchen. Aber hey, 2000 Watt hat das Teil und damit fast so viel wie „Calli“ R. Calmunds Herzschrittmacher. Wer unbedingt drinnen grillen muss… ohne leichte Kohle-Note machts doch gar keinen Spaß. Leute, die dieses Teil kaufen, denken auch: besser Amoklauf als gar kein Sport.

 

2015-11-18 17.20.49Wenn ihr nicht grad in einer Beziehung seid, sucht ihr ja vielleicht ein Schwein in Lebensgröße. Zum Beispiel dieses originalgetreue (und, kein Spaß, original große) Wildschwein. Schreckt garantiert Einbrecher und alle Gäste mit Stil ab.

 

2015-11-18 17.20.33Hier kommen Erinnerungen hoch. An Friedhof der Kuscheltiere zum Beispiel. Vielleicht auch Schweigen der Lämmer, wäre es da wirklich um Lämmer gegangen. Zum Glück muss niemand mehr ohne Weihnachtsschmuck leben, von Schnee- und Weihnachtsmann bis hin zum traditionellen Weihnachtsgorilla und X-Mass-Chimp.

 

2015-11-18 17.14.55Ein weißer Riesenapfel. Bezeichnenderweise ist der Stil herausnehmbar. Da soll noch mal einer sagen, uns ginge es nicht gut! Wisst ihr, was noch überdimensional groß ist? *zwinker*

 

2015-11-18 17.12.32Dieses Weinglas. Den Inhalt von zweien davon bräuchte ich, um den Laden zu vergessen. Auch zur Kindstaufe geeignet.

 

2015-11-18 17.23.54Bis oben voll mit billigem Fusel und schmeckt nach alten Leuten: Sky Dumont. Und die Schokolade mag auch niemand. Von daher: Trumpf ist stumpf.

 

2015-11-18 17.19.29Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen – Rahn schießt – Tooooor! Tooooor! Tooooor! Tooooor!“ Dem vielleicht größten Sieg der Deutschen (abgesehen vom deutsch-französischen Krieg) ist dieses Erdmännchen gewidmet. Dass Erdmännchen nur in Afrika vorkommen und dieses Exemplar gleichzeitig Basketball spielt, verurteilen wir jedoch als zutiefst rassistische Darstellung.

 

2015-11-18 17.19.08Dieses Kerlchen hat wenigstens noch seine Berechtigung als Weihnachtsgeschenk für den Chef. Auch wenn sein Blick sagt, dass es besagten Chef gerade mit dem Ball am Kopf getroffen hat.

 

2015-11-18 17.11.14Und auch für Hipster ist was dabei. Kopfhörer sind von Bose, denn Beats sind für Möchtegerns, das wissen wir doch alle. Frisst übrigens nur aus toskanischem Urweizen hergestellte fairtrade Rosmarin-Kekse (nur die in Kissenform).

 

2015-11-18 17.12.09Wenn man unbedingt ein Origami-Nashorn haben will. Aus Keramik. Ohne etwas dafür zu tun. Für deren Schutz würde sich nicht mal PETA einsetzen.

 

2015-11-18 17.10.31Lass dir deine Seele aussaugen. Genau das richtige Spielzeug für alle, die in 5 Jahren Mutter-Kind-Tag beim Psychotherapeuten machen wollen. Für alle The Walking Dead Fans: genau die selbe Schürze wie die Katzen rechts trägt Rick Grimes als er aus dem Koma erwacht.

 

2015-11-18 17.16.55Steve Irving würde sich im Grabe umdrehen, wenn er seine Lieblingstiere in dieser Verfassung  sähe. Das wirklich Traurige an diesem Bild sind jedoch die Billig-Versionen der eh bereits trashigen Crocs (liebevoll verpackt in einer Plasitktüte).

 

2015-11-18 17.11.53Stellt man diese Schnuckelchen ganz vorne zu einem Elektro-DJ, fallen sie gar nicht auf. Und wer wollte nicht schon immer seine ganz eigene Armee zugedröhnter Schildkröten haben. Oder handelt es sich hier um die neue Generation der Heaven´s Gate Sekte?

 

2015-11-18 17.08.13Dieser Weihnachtsbaum ist den Opfern der verheerenden Waldbrände Australiens gewidmet. Zur Unterstützung geht 100% des Gewinns direkt an die Firma, die dieses Ding hergestellt hat. Denn Vermögen heißt Verantwortung.

 

2015-11-18 17.18.53Immerhin können sie über sich selber lachen. Das jemals jemand anderes als ein armer Schlucker dieses Schwein befüllen wird, bleibt dennoch anzuzweifeln.

In diesem Sinne: Oink oink, you capitalist pig.

Autor: Ernst Jordan

 

10. Dezember 2015

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Ernst Jordan dont wait for me, if i care bout anything, anywhere losin myself, i get the stares what im lookin at, wasnt there (wasnt there)


9 COMMENTS ON THIS POST To “15 Gründe, warum Kapitalismus ekelig ist”

  1. Hey Ernst,

    hübsches Weihnachtsleporello. Solltest du Andreas schenken, damit der´s bei Univativ veröffentlicht, oder Benno Fabricius anbieten. Kann dieser Obersozi bestimmt zu Horrorpreisen bei sich in den Bratwurstbuden verticken.

    Hast du deine Grundausbildung auch auf der Titanic gemacht?

    Wenn dein Name Walter wäre, würde ich dir jetzt vorsingen: „Mein Gott, Schmidtchen Schleicher!“

    So aber bekommst du nur: https://www.youtube.com/watch?v=-2TFXNbZ7Jc

  2. Uh lala, Leporello. Lange nicht gehört das Wort. Da ist mir vor Erstaunen doch glatt das Lorgnette von der krügeresken Nase gefallen. (Obwohl uns, schlau wie wir beide sind, natürlich klar ist, dass ein Lorgnette nicht auf der Nase sitzt. Hat aber so gut gepasst und was zählt schon die Wahrheit für einen schlauen Spruch)
    Nun ist mir die Aussageabsicht deines Kommentars, abgesehen von Selbstdarstellung wie bei mir, nicht ganz klar. Sollte es aber böse gemeint sein und ich werde traurig, habe ich immerhin ein Allheilmittel dagegen: https://www.youtube.com/watch?v=X23iParaEzI
    Tüdelü

    • Ernst, du bist schwer in Ordnung, weil du den Unterschied zwischen Heinz und Ludwig kennst und dich für den Lustigeren, den mit „t“, entschieden hast. Deine Anmerkungen zu den Oberbeknacktheiten in der Winterkollektion bei Graubner finde ich witzig. Mach weiter so, dann bekommst du im Frühling noch drei Pluspunkte.

      • Ich fühle mich gebauchpinselt, kann die Borsten beinahe auf meiner Plauze spüren.
        Außer natürlich du antichambrierst
        (Es tut mir leid, ich musste diese einmalige Chance einfach nutzen noch ein bisschen Bildungssprache rauszuhauen. Bald kommt ein Artikel über Freiheit, ohne Bilder aber mir Nachdenken und so.)

  3. Natürlich antichambriere ich. Aber nur solange mein Prinz mich warten lässt. Einem Club, der mich als Mitglied akzeptierte, würde ich niemals beitreten. (Stelle?)

    Doch nun mal ernst, Ernst.

    ich finde, auch du solltest jetzt mal ein paar von deinen schreibenden Kolleg(inn)en anteasern und Kim mit dem einen oder anderen souverän argumentierenden Post bei LZ-Online zur Seite stehen, wie es Andreas dir heute glänzend vorgemacht hat. Da geht´s nämlich um etwas, das ganz viel mit dir und deinen Freiheitsüberlegungen zu tun hat. Knöpf dir zwei, drei der reaktionären Schwaller vor und mach ihnen klar, was du einem Grenzschützen wie Pretzell vordeklamieren würdest:

    O Schade, daß, in seinem Blut gewälzt,
    Das Opfer wenig dazu taugt, dem Geist
    Des Opferers ein Loblied anzustimmen!
    Daß Menschen nur – nicht Wesen höhrer Art –
    Die Weltgeschichte schreiben! – Sanftere
    Jahrhunderte verdrängten Philipps Zeiten;
    Die brachten mildre Weisheit; Bürgerglück
    Sollt´ dann versöhnt mit Fürstengröße wandeln,
    Der karge Staat mit seinen Kindern geizen,
    Und die Notwendigkeit sollt´ menschlich sein.

    Los geht´s hier: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/286790-im-blog-jj-schreibt-heute-kim-torster-ueber-die-afd-auf-dem-campus-den-protest-und-die-meinungsfreiheit

    Als kleine Motivationshilfe für deine zehn scharfzüngigen Posts bei LZ-Online von morgen schenke ich dir (eine leicht getunte) Zeile von Karl Kraus, die er dir persönlich auf den Leib geschneidert hat:

    „Da bin ich schon. Ich bin der Witz. Als Spaß verkannt, und doch bin ich´s im Ernst.“

    • Andreas, ich hoffe, du warst nicht so frech und hast bei deiner erneuerten – und erneut natürlich nur allzu berechtigten – Beverli-Laudatio an die unter Eingeweihten auch als „Reichsgletscherspalte“ bekannte Helene Bertha Amalie „Leni“ Riefenstahl (* 22. August 1902 in Berlin; † 8. September 2003 in Pöcking) gedacht?

      Dieser Gedanke nämlich kam mir, als ich mich wieder und wieder in eurer beide starke und wohlig beschützende Arme (die deinen und die von Ernst natürlich) träumte und daran dachte, dass von Leni ja im Grunde das ästhetizistische Motto stammt, welches als Subtitel so gefährlich nahe über den Inhalten der allermeisten Univativ-Artikeln zu schimmern und zu gleißen scheint: „Die Realität interessiert mich nicht“.

  4. Hallo Andreas,

    ist dies nicht Ernstens dysphotische Poetenklause? Was sind denn das für insolent-insidiös inquisitorische Observationen? Danke nochmal für deinen kontribuierenden Support in Sachen Kim gegen die Trolle. Du bist mein Heros. Immer noch, obgleich deine Aufführungskritik der Asta-Performance „Was dürfen wir hoffen?“ eine ziemlich uncharmante Kopfnote besaß und instantan Stridor und Eruktationen bei mir effiziert hat.

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