Eine Vision für ein Lüneburg im jahre 2030

Die Hansestadt Lüneburg im Jahre 2030: Eine lebenswerte Stadt zwischen reicher Geschichte und Zukunftsfähigkeit. Gemeinschaftlich gestaltet wird Lüneburg seiner globalen Verantwortung gerecht und so über seine Grenzen hinaus zu einem Leuchtturm für eine nachhaltige Entwicklung.

#Ich2030: Ich bin ein Teil meiner Stadt

Die Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt Lüneburg leisten einen aktiven Beitrag zur Gestaltung “ihrer” Stadt. #Teilhabe ist hier der zentrale Begriff. Politik und Stadtverwaltung haben die richtigen strukturellen Rahmenbedingungen geschaffen, um eine aktive, legitimierte Teilhabe an zentralen lokalen Entscheidungen zu ermöglichen. Dazu gehören ein Bürgerhaushalt und die verstärkte Einbindung und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Entscheidungsprozessen und die Stadtplanung.

Daneben gibt ihnen der Lüneburger Alltag die nötigen Freiräume: Flexible Arbeitszeitmodelle und eine weit verbreitete Möglichkeit, aus dem Home Office zu arbeiten führen dazu, dass Familie und Beruf besser zu vereinbaren sind als noch vor 15 Jahren. Außerdem wird das Ehrenamt zunehmend wieder wertgeschätzt, beispielsweise für ein Engagement im Sportverein, die gleichzeitig einen großen Beitrag zur Integration leisten. Niemand wird gelähmt von der Angst, nicht genug zu essen zu haben oder das Dach über dem Kopf zu verlieren, und auch der Weg zu einem lebenslangen (Weiter-) Lernen steht allen offen, die danach streben: In Schulen, der Universität und der Volkshochschule, und überall dazwischen. Für Kinder und Jugendliche, Berufstätige, Rentner*innen und Geflüchtete – und dabei ist #Bildung und Lernen keineswegs eine Einbahnstraße. Vielmehr steht das gegenseitige Voneinanderlernen oftmals im Vordergrund. Lernen vom und für das Leben; das schafft ein hohes #Bewusstsein füreinander und für zentrale Themen einer zukunftsfähigen Stadt, wie eine gesunde Ernährung, Umweltschutz und Inklusion, und hat ganz nebenbei zu einer deutlich geringeren Jugendkriminalität geführt.

#FüreinanderMiteinander: Wir gestalten unsere Stadt

Dieses Bekenntnis zu einer inklusiven, bunten Gesellschaft und einem neuen Verständnis eines FüreinanderMiteinanders zeigt sich in vielen kleinen und großen Bereichen des täglichen Lebens und bildet eine weitere zentrale Säule dieses lebenswerten Lüneburgs. Die Lüneburger_innen haben ihre Zukunft selbst in die Hand genommen. Heute prägen Solidarität und Gemeinschaft ihr Zusammenleben.

Das zeigt sich zum Beispiel in einer erhöhten #Vernetzung – nicht nur digital: Zwischen kulturellen und zivilgesellschaftlichen Initiativen, der Universität, #wirtschaftlichen Akteuren und #Bürger*innen aus unterschiedlichsten Quartieren findet ein reger Austausch statt. Gemeinsam haben wir so den Lambertiplatz zu einem Ort der Vielfalt und Begegnung umgestaltet und weitere offenen Räume als soziale Treffpunkte geschaffen, in denen gemeinsam gearbeitet, Kunst gemacht und gelernt werden kann.

Wohnprojekte, die noch im Jahr 2015 wie Zukunftsmusik klangen, sind heute weit verbreitet und werden gerne angenommen: Viele Generationen, Lebensentwürfe und Kulturen unter einem Dach? Davon profitieren wir alle!

Das Gleiche gilt für neue Formen des #Wirtschaftens, die schon lange keine Nischen-Erscheinung mehr sind: Das orangefarbene Eichhörnchen weist auf regionale Einzelhändler hin, die sich unter dem Stichwort ‘buy local’ über die Jahre mehr und mehr vernetzt haben und so gegen globale Ketten bestehen. Und ein neues Zeichen ist hinzugekommen: Das grüne Sofa kennzeichnet Einzelhändler, die nachhaltige Produkte anbieten, und in denen wir während des Einkaufs bei einer Tasse FairTrade-Kaffee verschnaufen können. Beim Kaufpreis runden wir gerne auf – es kommt gemeinnützigen Zwecken zugute.

Auch das Angebot auf dem Lüneburger Wochenmarkt zeigt die verstärkte Vernetzung von Stadt und Land: landwirtschaftliche Produkte, egal ob Grünkohl, Honig, Fisch oder Erdbeeren, kaufen wir so oft es geht regional und saisonal.

Touristen, Lüneburger*innen und die Menschen aus der Region schätzen dieses Angebot heute gleichermaßen und kommen dafür gerne in die Stadt. – Vorzugsweise mit dem (Stadt-) Rad oder über das gut ausgebaute Netz des ÖPNV. Autos sieht man in der Innenstadt fast überhaupt nicht mehr. Und für den Weg ins Umland nutzen viele das Carsharing. Überhaupt ist das #Teilen eine zentrale Komponente dieses #AndersWirtschaftens: Wir kaufen gemeinsam ein, teilen das Spielzeug für die Kinder, und den Zugang zum Internet über Freifunk. Gemeinwohlorientierung ist kein Fremdwort, und bei den Unternehmen vor Ort steht der Mensch im Zentrum.

#Lokaleidentität: Lüneburg erhalten und fit für die Zukunft machen

Dieses gemeinsame Engagement für ein #GutesLeben in Lüneburg ist kein Selbstzweck. Die Menschen profitieren davon, sie sind zufrieden und sind gerne hier. Hier – das heißt auch, im Bewusstsein der reichen Geschichte ihrer Hansestadt. Die Lüneburger*innen identifizieren sich mit ihrer Stadt. Sie erhalten ihr kulturelles Erbe und ziehen große Teile ihrer #LokalenIdentität daraus.

Aber sie wissen: Es geht nicht nur um die Backsteingiebel, Salz und alte Kirchen. Was Lüneburg lebens- und erhaltenswert macht, ist auch das Grün überall in der Stadt und Drumherum. Sie suchen gerne Erholung im gesunden Stadtwald, verschnaufen kurz im Schatten eines Baumes ‘Am Sande’ und verbringen die Mittagspause im Park, wo im Sommer Beerensträucher Früchte tragen und im Herbst die Äpfel auf der Streuobstwiese reifen, die sie vor einigen Jahren angelegt haben. Sie sind froh, dass man rechtzeitig auf das sich verändernde globale Klima reagiert und durch Flächen-Entsiegelungen, sowie die Schaffung eines Grüngürtels um die Stadt und eines funktionierenden urbanen Wasserkreislaufs für Hitzewellen und Starkregenereignisse gewappnet ist.

Und sie wissen auch: Lüneburg trägt nicht nur Verantwortung für sich selbst. Um es zu bewahren, muss es zukunftsfähig sein und auch über die lokalen Grenzen hinaus aktiv werden. Denn sie sind sich der ökologischen Grenzen des Planeten bewusst. Darum teilen sie nicht nur des Teilens wegen, sondern auch, um Ressourcen zu schonen. Sie kaufen regional, weil es schmeckt, aber auch, weil es lange Transportwege spart. Sie verschwenden keine Lebensmittel, und binden dazu auch den Tourismus fest ein. Sie fahren Rad, weil es gut ist für sie selbst, und fürs Klima. Und je mehr sie das tun, desto mehr wächst auch die Verbundenheit ihrer Stadt gegenüber.

#von_Lüneburg_in_die_Welt: Eine Stadt übernimmt globale Verantwortung

Think global, act local – ein weiteres wichtiges Prinzip des Lüneburgs im Jahr 2030. Die Stadt hat Verantwortung übernommen dafür, dass Nachhaltigkeitsziele nicht nur vor Ort, sondern global erreicht werden können, und sich dabei an den Sustainable Development Goals orientiert. Die Lüneburger*innen sind, ganz im Sinne der Hanse, stark global vernetzt und sie wollen aktiv dazu beitragen, dass sich auch die Menschen in anderen Ländern eine lebenswerte Heimat schaffen und erhalten können.

An dieser Stelle schließt sich der Kreis: ihrer globalen Verantwortung kommt die Stadt nach durch den Beitrag jedes Einzelnen: #Ich2030.