Themenfeld: "Stadtleben gestalten"

Wie lässt sich in Lüneburg auf gute Art und Weise zusammenleben, wie das Stadtleben aktiv und zugleich nachhaltig gestalten? Das Themenfeld „Stadtleben gestalten“ ist dieser Frage gewidmet und befasst sich dabei schwerpunktmäßig mit den Bereichen Gesundheit und Bildung, kreative Kultur und dem Zusammenleben als solches. Die Menschen, Initiativen und Institutionen, die das vielfältige Stadtleben in Lüneburg ausmachen, stehen hierbei im Mittelpunkt der Betrachtungen. Mit ihnen gemeinsam werden bis zum Ende der laufenden Projektphase konkrete Maßnahmenideen zur Realisierung der Visionen aus Phase I entwickelt.

Fragen und Vorgehen

Gemeinsam ist man weniger allein? – Ideen für ein Wohnen und Leben in der Stadt der Zukunft. Mehrgenerationenhäuser für alle?! Wie schaffen wir Wohn-Räume für unterschiedliche Lebensentwürfe? Ein Raum für Musik, einer für Kunst, einer fürs Theater, einer für die Jugend, einer für jeden Verein – ergibt das Sinn oder wie können wir hier umdenken? Sich engagieren für und mit Lüneburg – was fördert Ehrenamt, wer unterstützt die Ehrenämtler? Frei-Räume schaffen – was macht die Stadt zu unserer Stadt? Gut und gesund aufwachsen – was braucht es, damit die Jugend von heute Lüneburgs Zukunft bleibt?
Das Themenfeld „Stadtleben gestalten“ wird von einem Feldteam aus Praxispartner*innen, Wissenschaftler*innen, Studierenden und der Stadtverwaltung Lüneburgs bearbeitet. Das Feldteam übernimmt dabei die inhaltliche und strukturierende Arbeit. Unterstützt wird die Arbeit des Feldteams durch weitere Partner*innen aus Wissenschaft und Praxis, die als Expert*innen auf ihrem jeweiligen Gebiet das notwendige Detailwissen beisteuern. Ein wichtiger Partner aus der Wissenschaft ist Prof. Dr. Peter Paulus, leitender Geschäftsführer des Zentrums für angewandte Gesundheitswissenschaften ZAG), der mit seinem Thema Gesundheit und Bildung einen eigenen Schwerpunkt im Themenfeld ausfüllt. Außerdem sind die Bereiche Ehrenamt, Wohnen und öffentlicher Raum im Fokus dieses Themenfelds.

Die Schwerpunkte dieses Themenfelds, Gesundheit und Bildung, Kultur und Zusammenleben werden im Rahmen von Bestands- und Good-Practise-Analysen bearbeitet. Mithilfe dieser Ansätze sollen zum einen die in Lüneburg bereits gegebenen Grundlagen für diese Bereiche ermittelt werden, zum anderen aber auch Beispiele guter Praxis aus anderen Regionen und Städten untersucht werden, die als Ideenkomponenten für die Entwicklung konkreter Maßnahmenoptionen genutzt werden können.

Thematische Schwerpunkte und erste Ergebnisse

Für die folgenden Themenbereiche wurden auf einem vierstündigen Workshop am 22.11.2017 erste Maßnahmenideen entwickelt oder schon bestehende Maßnahmenideen konkretisiert.

Workshop-Thema: Raum für Ehrenamt

Inhalt: Ehrenamt kontinuierlich gestalten, Wertschätzung des Ehrenamts stärken, Willkommensarbeit vereinfachen, Arbeit der Sportvereine unterstützen

Akteur*innen: städtische Koordinierungsstellen, Ehrenamtlich Tätige, Initiativen, Kirche, Wohlfahrtsverbände

Diskutiert wurden:

  • Service-Stelle Ehrenamt
  • Zentrum für Engagement (Nutzung von Freiräumen)
  • Plattformen und Netzwerke
  • Schulungen für Ehrenamt
Workshop-Thema: Wohn-Räume

Inhalt: Wohnprojekte ermöglichen und von ihnen lernen, Angebot und Nachfrage vernetzen, alternative Wohnformen etablieren, Wohnen & Arbeit

Akteur*innen: Stadtplanung/Bauleitplanung, Immobilienwirtschaft, Initiativen, Vereine, Genossenschaften, neue und etablierte Wohnprojekte

Diskutiert wurden:

  • Sozial- und Vergabeschlüssel für Wohnraum (Versorgung besonders Benachteiligter am Wohnungsmarkt)
  • Wohnprojekte-Kontor
Workshop-Thema: Frei-Räume

Inhalt:  Räume für Jugend, Initiativen etc., Zwischennutzungen, Vernetzung, Bürgerhäuser

Akteur*innen: Online-Plattformen, Vertreter*innen von Good Practises anderer Städte/Kommunen, Stadtverwaltung/Soziales, Kleingartenvereine

Diskutiert wurde: Unser Lamberti (Plätze, die Knotenpunkte des Begegnens in Lüneburg sind oder werden könnten, Lambertiplatz als übertragbares Beispiel)

Workshop-Thema: Raum für Nachbarschaft

Inhalt:  aktive Nachbarschaft fördern, nachhaltige Stadtteil- und Straßenfeste von und mit den Bürger*innen

Akteur*innen: Initiativen und Kulturschaffende, Stadtteilhäuser, Quartiersmanagement, Kontaktbeamt*innen der Polizei, Willkommensinitiativen

Diskutiert wurde: Nachbarschaftswerkzeugkasten (Werkzeuge z. B. Freiraum-Plattform, Stadtteilführungen von Einheimischen, Beteiligungs-App, Nachbarschaftsmobil)

Workshop-Thema: Gut und gesund aufwachsen in Lüneburg

Dieser Themenbereich wird durch unseren Partner Prof. Dr. Peter Paulus vom Zentrum für Angewandte Gesundheitswissenschaften (ZAG) gemeinsam mit Akteur*innen aus Praxis, Wissenschaft und Stadtgesellschaft bearbeitet. Der zweite Workshop zum Thema Gut und gesund aufwachsen in Lüneburg fand am 20.11.2017 im ZAG statt. Der nächste Termin (vsl. Januar 2018) wird noch bekannt gegeben.

Das Feldteam

Praxispartner*innen: Corinna Krome (Mosaique – Haus der Kulturen), Stephan Seeger (Bürgerforum Zukunftsstadt)

Workshop-Teilnehmer*innen

Wissenschaftliche Begleitung: Peter Paulus, Antje Seidel, Ulli Vilsmaier

Studentische Mitarbeiterin: Annika Thalheimer

Zeitplan

  • Mai-Juli 2017: Akteursmapping, Bestands- und Potenzialanalyse; Ermitteln von Funktionen und Komponenten der erfassten Initiativen und Akteursgruppen
  • August 2017: Good-Practice-Analyse regional und weltweit; 29.08.2017 ergänzender Visionierungs-Workshop im Schwerpunkt „Gesundheit“
  • September 2017: Aufbereitung der Analyseergebnisse für den Workshop im November
  • November 2017: Workshop zur Entwicklung von Maßnahmenideen
  • Dezember 2017 – Februar 2018: systematische Aufbereitung und Konkretisierung der Workshop-Ergebnisse
  • 1. März 2018: öffentliche Vorstellung und Bewertung der Ergebnisse auf der Leuphana Konferenzwoche