Türen auf im Freiraum für 2030+

2. Aug. 2017

Gefragt nach den Eigenschaften, die Lüneburg besonders machen, antworteten viele Lüneburger*innen und Besucher*innen am Tag der Offenen Tür im Zentralgebäude der Leuphana (20.05.2017) mit diesem Satz:

Lüneburg ist klein genug, um sehr gut vernetzt zu sein.

Der Ort, an dem wir jetzt die Lüneburger Netzwerke für unseren Auftrag fruchtbar machen möchten, ist seit Juli der FREIRAUM. Als offenes Bürogemeinschaftskonzept bietet der FREIRAUM FREI-Raum für einen offenen Austausch. Hier kommen wir mit der Lüneburger Zivilgesellschaft ins Gespräch, hierher laden wir ein, konkrete Ideen zu diskutieren, hier bringen wir Menschen zusammen, die die Zukunft von Lüneburg gemeinsam gestalten möchten – kurzum, der FREIRAUM ist unser Ort, an dem wir Ihnen Raum für Ihre Mitwirkung am Projekt Lüneburg 2030+ geben können.

Ein erster Schritt, den wir an diesem Ort schon mit Ihnen gemeinsam gegangen sind, führte uns mitten hinein in das Lüneburger Netz der Netzwerke. An bisher vier Tagen sind wir zusammen den „Fäden“ gefolgt, die dieses Netz zusammenhalten. Dabei haben wir spannende und ungeahnt vielfältige Verknüpfungen entdeckt, einfach nur durch die Frage danach, wer was mit wem und warum tut. Dahinter stecken natürlich noch viele weitere Fragen, z. B.:

  • Welche Lüneburger*innen setzen sich wie für ein regional-lokal orientiertes Wirtschaften ein?
  • Wer hat welche konkrete Ideen zum Umgang mit den lokalen Auswirkungen des Klimawandels?
  • Welche Menschen oder Initiativen tragen mit welchen Aktivitäten dazu bei, das Stadtleben in Lüneburg aktiv, bunt und zugleich nachhaltig zu gestalten?
  • Wer hat sich auf die Fahne geschrieben, das Thema Mitbestimmung in Lüneburg voranzutreiben und wie soll das aussehen?
  • Welche Netzwerker*innen kümmern sich eigentlich wie um die Lüneburger Netzwerke?
Der Zweck des Ganzen: Wir möchten wissen, was Sie, die Lüneburger*innen, an- und umtreibt, welche Aktivitäten in Lüneburg bereits auf den Weg gebracht sind, um die Visionen aus Phase I unseres Projekts wahr werden zu lassen, und vor allem, was genau es hierfür in Lüneburg braucht.

Sie haben eine klare Vorstellung davon, welche Schritte hier in Lüneburg machbar sind, um die Stadt (und ihr Umland) für die Zukunft fit zu machen? Sie haben schon ein passendes Konzept für eine Maßnahme für Lüneburg? Oder auch nur eine Grundidee? Sie kennen Beispiele aus anderen Städten oder Regionen, die Sie sich so oder ähnlich auch in Lüneburg vorstellen könnten? Sie sind ein Querdenker, der gern auch geradeaus denkt? Sie sind Netzwerkerin auf der Suche nach Netzwerken, Expert*in mit dem Blick über den Teller, Generalist mit Spezialwissen? Dann brauchen wir Sie!

Spinnen Sie mit uns gemeinsam die Fäden der Lüneburger Netzwerke weiter und machen Sie sie tragfähig. Kommen Sie zu uns und reden Sie mit uns über Ihre Ideen. Wir bringen Sie mit Menschen an einen Tisch, mit denen Sie diese Ideen konkretisieren und im besten Fall ab 2018 auch umsetzen können.

 

  • Wann? Immer freitags, 9-13 Uhr
  • Wo? Im FREIRAUM, Salzstraße 1
  • Wie? Einfach vorbeikommen oder auch Termin vereinbaren unter 2030@leuphana.de

Sie haben eine Idee, aber gerade keine Zeit? Schreiben Sie uns einfach!

12 + 11 =

Wie es weitergeht

Derzeit werden in fünf Themenfeldern, die an die 25 Visionen der ersten Projektphase anknüpfen, bestehende Lüneburger Aktivitäten und Initiativen erfasst sowie Ideen für mögliche Maßnahmen zur Umsetzung der Visionen gesammelt. Ergänzt um Erfolgsgeschichten aus anderen Städten und Regionen – deutschland- und weltweit – werden die Ergebnisse der Bestandsaufnahme und der ersten Ideensammlung in aufbereiteter, strukturierter Form in eine Reihe von Workshops einfließen, die im Herbst 2017 für jedes Themenfeld stattfinden.

Ziel der Workshops ist es, für die einzelnen Schwerpunkte innerhalb des jeweiligen Themenfelds Maßnahmenideen zu entwickeln und zu diskutieren, die zur Realisierung einer oder mehrerer Visionen der ersten Phase beitragen können. Im weiteren Verlauf der Phase II werden diese Maßnahmenideen dann konkretisiert, einer Konsistenzanalyse unterzogen und auf der Leuphana Konferenzwoche der breiten Öffentlichkeit zur Diskussion gestellt. Aus den Ergebnissen dieser Schritte sollen letztlich Konzepte für eine konkrete Umsetzung der Ideen im Rahmen sogenannter Reallabore erwachsen. Die tatsächliche Umsetzung erfolgt dann im Rahmen von Phase III des Projekts.

Unsere Themenfelder

Wie ist ein zukunftsfähiges, nachhaltiges Wirtschaften in der Stadt Lüneburg möglich? Diese Frage ist zentral für das Themenfeld Gemeinsam wirtschaften. Ein Team aus Bachelor-Studierenden, betreut und begleitet durch Lehrende und Praxispartner*innen, widmet sich dieser Thematik und den dahintersteckenden Herausforderungen. Der inhaltliche Fokus des Seminars liegt auf dem Thema Lokales Wirtschaften mit den Schwerpunkten Netzwerke, Arbeit und Konsum.

Wie kann die Stadt Lüneburg dem sich wandelnden Klima begegnen? Dieser Frage geht ein fünfzehnköpfiges studentisches Forschungsteam gemeinsam mit Akteur*innen aus Praxis und Wissenschaft nach. Der inhaltliche Fokus des Themenfelds liegt auf der Planung von Maßnahmen zur Klimaadaption mit den Schwerpunkten Grün- und Wasserflächen, Hitzeinseln und Versorgungssicherheit.

Wie lässt sich in Lüneburg auf gute Art und Weise zusammenleben, wie das Stadtleben aktiv und zugleich nachhaltig gestalten? Das Themenfeld Stadtleben gestalten ist dieser Frage gewidmet und befasst sich dabei schwerpunktmäßig mit den Bereichen Gesundheit und Bildung, kreative Kultur und dem Zusammenleben als solches. Die Menschen, Initiativen und Institutionen, die das vielfältige Stadtleben in Lüneburg ausmachen, stehen hierbei im Mittelpunkt der Betrachtungen.

Wie lässt sich die zukünftige Entwicklung Lüneburgs über Mitbestimmungs- und Mitenscheidungsprozesse aktiv, gezielt und zugleich demokratisch steuern und planen? Dieser Frage gehen Stadt, Zivilgesellschaft und Universität im Themenfeld Gemeinsam planen und entscheiden nach. Die Schwerpunkte in diesem Feld sind die Bereiche Partizipation und Stadtentwicklung.

Wie können wir langfristig belastbare Netzwerke aufbauen, die für alle Lebensbereiche der Stadt Lüneburg die notwendigen Grundlagen schaffen? Diese Frage ist zentral für das Themenfeld Vernetzen und versorgen, in dem sich Praxisakteur*innen gemeinsam mit Wissenschaftler*innen mit den Schwerpunkten technische Infrastruktur, Ernährung und Vernetzung befassen.

Mehr über das Projekt Zukunftsstadt Lüneburg 2030+, die beteiligten Akteur*innen und Möglichkeiten zur Mitwirkung erfahren Sie auf unserer Projektseite.