Grüner Giebel

CO2 adé: unser Siegel für ein klimaneutrales Lüneburg

Worum geht es?

Das Siegel bescheinigt den Träger*innen, ihren jeweils ermittelten, nicht vermeidbaren CO2-Ausstoß durch lokale Kompensationsmaßnahmen ausgeglichen zu haben. Die Kompensation erfolgt durch die lokale Land- und Abfallwirtschaft, Kleingartenvereine und weitere CO2-Verwerter und ist zunächst gedacht für die drei zentralen Lüneburger Wirtschaftszweige Tourismus, Gastronomie und Einzelhandel. #Umwelt+KlimaSchützen #WenigerIstMehr #AndersWirtschaften

Was ist das Ziel?

Die Lüneburger Wirtschaft soll klimaneutral werden. Lokaler Konsum soll weitgehend frei von Auswirkungen auf das globale Klima sein. Mithilfe der lokalen CO2-Kompensation können Lüneburger*innen ihr eigenes Unternehmen ebenso klimaneutral gestalten wie ihren nächsten Besuch im Restaurant, ihren Online-Einkauf oder ihren Langstreckenflug. #Ich2030 #DieGanzeStadt #vonLGindieWelt

Woher kommt die Idee?

Diese Lüneburger Lösung basiert auf Ergebnissen der Arbeit im Themenfeld Vernetzen und Versorgen.

Als Inspiration diente der Humus-Zertifikatehandel der Ökoregion Kaindorf (Österreich), an dem über 150 Landwirt*innen teilnehmen, sowie das Angebot von Atmosfair, mit dem der CO2-Ausstoß, der durch Flugreisen und andere Aktivitäten verursacht wird, kompensiert werden kann. Die Idee unterstützt außerdem den Ansatz der Initiative “4 per 1000”, nach der sich mit 0,4 % Bodenaufbau pro Jahr (d. h. Speicherung von Bodenkohlenstoff durch Bodenaufbau) die durch den Menschen verursachte Zunahme der CO2-Menge in der Atmosphäre aufhalten ließe.

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Wer ist dabei?

Eine Lüneburger Lösung?

Lüneburg ist eine nicht zu große Stadt, sodass lokale CO2-Ausgleichsmaßnahmen auch wirklich lokal (z. B. durch Landwirt*innen des Umlands) geleistet werden können. Die sehr kleinteilige Struktur, in der zahlreiche KMUs aus Gastronomie, Handel und Tourismus eine tragende Rolle spielen, ist ein typisches Merkmal der Lüneburger Wirtschaft. Diese Struktur kommt dem Prozess der Einführung und Umsetzung des Siegels sehr entgegen. Zusätzlich besteht in Lüneburg bereits ein großes Bewusstsein für Klimaschutzfragen, nicht zuletzt durch die Studierenden der Lüneburger Universität, die Klimaschutzmaßnahmen auf vielen Ebenen aktiv einfordern. Lüneburg und sein Umland würden mit den Ausgleichsmaßnahmen eine Symbiose eingehen, die weit über den gängigen und historisch gewachsenen (aber vielfach im Auflösen begriffenen) “Erzeugen-Verbrauchen”-Bezug hinausgeht bzw. diesen sogar umkehrt. #GrünerGiebel #Stadt+Land #LüneburgerLösung #LüneburgGehtWeiter

Ihre Meinung

Würden Sie Ihre persönliche Kohlendioxid-Bilanz kompensieren?

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So kann es losgehen

  1. Berechnungsbasis schaffen: CO2-Bilanz-Rechner, Rechner/Methoden zur Ermittlung der CO2-Speicherfähigkeit der Böden im Lüneburger Umland
  2. Schulungen anbieten: für Landwirt*innen zum Thema Bodenaufbau und Humus
  3. Online-Plattform erstellen: zur Berechnung der persönlichen oder produktbezogenen CO2-Bilanz, zum Aufzeigen von Einsparpotenzialen, zum Handel von CO2-Zertifikaten

#Bildung+Bewusstsein #Mobilitaet

  • Bauernverband, Landwirtschaftskammer, Landwirt*innen
  • lokale Abfallwirtschaft
  • Kleingartenvereine
  • Klimaschutzleitstelle
  • Gutachter*innen und Expert*innen zur CO2– Bilanzierung
  • Gastronomie-Netzwerke, Tourismus-Dachverbände, Einzelhändler-Netzwerke
  • später: Vertretungen weiterer in Lüneburg vertretener Branchen (produzierendes Gewerbe, Handwerk etc.)
  • Privatpersonen

#Zivilgesellschaft #Wirtschaft #Wissenschaft

Und das sagen die Lüneburger*innen

Ich sage immer, wir müssen den nächsten Generationen etwas besseres hinterlassen, etwas, das über das rein Materielle, Finanzielle hinaus geht. Als Landwirt ist das für mich natürlich der Boden: Er ist unser aller Lebensgrundlage – ohne Boden gibt es keine Landwirtschaft, keine Nahrungsmittel, kein Leben. Gesunder Boden speichert Unmengen Kohlenstoff, ist eine entscheidende Grundlage für Biodiversität und funktionierende Ökosystemkreisläufe. Für alle Ökosystemdienstleistungen ist er von zentraler Bedeutung.

Mit einem gezielten Bodenaufbau, über den langfristig CO2 im Boden gebunden wird, können wir Landwirte der Gesellschaft 20, 30 Jahre Zeit verschaffen. Bis dahin ist die Technik so weit, dass die Wirtschaft CO2-neutral funktioniert. Das Projekt Zukunftsstadt Lüneburg 2030+ mit dem Siegel #GrünerGiebel kann für diese Zeit den Weg bereiten. Und wir sind dabei!

Jochen Hartmann

Landwirt, Hof Hartmann, Rettmer

Diese Lüneburger Lösung leistet einen Beitrag zur Erreichung folgender Visionen

Diese Lüneburger Lösung trägt dazu bei folgende Sustainable Development Goals in Lüneburg umzusetzen und zu fördern