12.02.2016 – Neue Ideen sind notwendig, die dazu beitragen können, das Leben von morgen für alle Menschen auskömmlich zu gestalten. Bei der Auftaktveranstaltung vor mehr als 100 Gästen im Museum Lüneburg stellte Prof. Daniel Lang gemeinsam mit Projektpartnern das Lüneburger Projekt vor. Der Eröffnungsvortrag wurde vom Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, Prof. Dr. Günther Bachmann, gehalten. Er unterstrich die Chancen, die für Städte und Kommunen aus den „Sustainable Development Goals“ erwachsen können.

Prof. Dr. Günther Bachmann erklärte, dass der Wettbewerb einen Nachhaltigkeitsdiskurs im Zusammenwirken mit den Akteuren in der Region entwickeln solle. Vom laufenden Wettbewerb verspricht sich Prof. Bachmann Lösungsansätze „für die verfügbare Masse an Land, Lebensmitteln und Wohnen“. Es gehe etwa darum, Bedingungen zu schaffen, „die Land nicht mehr degradieren“, um Wege, die weggeworfene Menge an Lebensmitteln mindestens zu halbieren, um die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, ferner um die Reduzierung des Flächenverbrauchs pro Kopf, um Mobilität, nicht zuletzt aber um Umwelt- und damit auch Klimaschutz.

Angesprochen sind bei Lüneburg 2030+ alle Bürgerinnen und Bürger, unverzichtbar sind dabei natürlich die Entscheidungsträger in ganz verschiedenen Bereichen als Multiplikatoren. Einige von ihnen umrissen bei der anschließenden Podiumsdiskussion ihre Vorstellungen von der Zukunftsstadt: Superintendentin Christine Schmid, Museumsdirektorin Dr. Heike Düselder, Susanne Puschmann vom Verein T.U.N., Heiko Meyer, Chef der Lüneburg City Management sowie der städtische Nachhaltigkeitsbeauftragte Dr. Karl-Heinz Rehbein. Komplettiert wurde die Runde durch Prof. Ulli Vilsmaier, Juniorprofessorin für transdisziplinäre Methoden.

25 Themenfelder sind an der Uni für die erste Wettbewerbsphase bereits identifiziert – und rund 700 Erstsemester in 25 Seminaren damit befasst. Unter anderem geht es um Mobilität, um den Umgang mit Nahrungsmitteln, um Wohnformen, um die Energieversorgung, auch um soziale Themen oder die Demokratie der Zukunft. Leiten lassen haben sich Lehrende und Studenten von den erst am 25. September von den Vereinten Nationen verabschiedeten 17 neuen Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals). Und auch beim Zukunftsstadt-Unterfangen gilt der schon mit der „Agenda 21“ kreierte Leitsatz „Global denken, lokal handeln“.