Themenfeld: "Gemeinsam planen und entscheiden"

Wie lässt sich die zukünftige Entwicklung Lüneburgs über Mitbestimmungs- und Mitenscheidungsprozesse aktiv, gezielt und zugleich demokratisch steuern und planen? Dieser Frage gehen Stadt, Zivilgesellschaft und Universität im Themenfeld „Gemeinsam planen und entscheiden“ nach. Die Schwerpunkte in diesem Feld sind die Bereiche Partizipation und Stadtentwicklung, für die bis zum Ende der laufenden Projektphase Ideen zur Realisierung der Visionen aus der ersten Projektphase entwickelt werden sollen.

Fragen und Vorgehen

Wer plant unser Radwegenetz, wann fahren die Busse, wo tanken wir die (E-)Autos – und (wie) bekommen wir alle unterschiedlichen Interessen unter einen Hut? Geld für Brücken, Geld für KiTas – wer entscheidet über den städtischen Haushalt? Per Rad, zu Fuß oder doch alle mit dem eigenen Auto – freie Fahrt in der Zukunftsstadt?

Das Themenfeld „Gemeinsam planen und wirtschaften“ wird von einem Feldteam aus Kooperationspartner*innen aus der Praxis, Wissenschaftler*innen, Studierenden und der Stadtverwaltung Lüneburgs bearbeitet. Im Fokus sind hier verschiedenste Beteiligungsformen, ihre Übertragbarkeit nach Lüneburg und ihre Bedeutung für die weitere Entwicklung der Stadt sowie der Bereich Kinder- und Jugendpartizipation und Demokratie.

Thematische Schwerpunkte und erste Ergebnisse

Für die folgenden Themenbereiche wurden auf dem Workshop am 28.11.2017 erste Maßnahmenideen entwickelt oder schon bestehende Maßnahmenideen konkretisiert.

Workshop-Thema: Kommunikation über und Information zu Bürgerbeteiligung

Inhalt: Nutzung und Nutzbarkeit von Informationssystemen und bestehenden Beteiligungsmöglichkeiten, Bedeutung und Nutzbarmachung sozialer Medien, Internetpräsenz

Akteur*innen: Stadtverwaltung, Stadtrat, Pressestellen, Stadtteilhäuser und -Management

Diskutiert wurde: Kommunikationskanäle für Beteiligungsverfahren (frühzeitige Zweiwegekommunikation zwischen Stadt und Bürger*innen, mögliche Formate und geeignete Medien)

Workshop-Thema: Beteiligung am Beispiel Mobilität

Inhalt: E-Mobilität, Radverkehr, Leitfrage: Wie könnte Beteiligung für Prozesse aussehen, in denen einen bestimmte Form der Beteiligung nicht gesetzlich vorgeschrieben ist? Bsp.: Integriertes Mobilitätskonzept, Stadtentwicklungskonzept

Akteur*innen: Radverkehrsbeauftragte, Interessensvertretungen der verschiedenen Verkehrsarten, Landkreis, Wissenschaft

Diskutiert wurde: Portal „zukunftsfähig mobil in Lüneburg“ (Sharing, Verkehrsarten, Verkehrszwecke, Info über Verkehrsfolgen)

Workshop-Thema: Kinder- und Jugendpartizipation

Inhalt: Gestaltungsspielräume nutzen und kommunizieren, Mitwirkung stärken und attraktiver machen

Akteur*innen: Stadtverwaltung, Initiativen und Projekte, Wissenschaft, Politik, Stadtjugendpflege

Diskutiert wurde: verbindliche und langfristig angelegte kommunale Beteiligungsstrukturen an Schulen und Kitas

Workshop-Thema: Demokratie von morgen

Inhalt: Politik (wieder?) attraktiv machen, Entscheidungsmöglichkeiten schaffen oder bestehende Möglichkeiten verstärkt kommunizieren, Wertschätzung Demokratie

Akteur*innen: Stadtverwaltung, Initiativen und Projekte, Wissenschaft, Politik

Diskutiert wurde: Lüneburger Zukunftsräte

Das Feldteam

Workshop-Teilnehmer*innen

Wissenschaftliche Begleitung: Ulli Vilsmaier, Annika Weiser

Studentische Mitarbeiterin: Vera Storre

Zeitplan

  • Mai-Juli 2017: Akteursmapping, Bestands- und Potenzialanalyse; Ermitteln von Funktionen und Komponenten der erfassten Initiativen und Akteursgruppen
  • August 2017: Good-Practice-Analyse regional und weltweit
  • September 2017: Aufbereitung der Analyseergebnisse für den Workshop
  • November 2017: Workshop zur Entwicklung von Maßnahmenideen
  • Dezember 2017 – Februar 2018: systematische Aufbereitung und Konkretisierung der Workshop-Ergebnisse
  • 1. März 2018: öffentliche Vorstellung und Bewertung der Ergebnisse auf der Leuphana Konferenzwoche