16. Feb. 2018

Ist mehr Grün in der Lüneburger Innenstadt trotz Denkmalschutz möglich? Machen mehr Wohnprojekte Lüneburg sozialer? Kann ganz Lüneburg bis 2030 CO2-neutral werden? Können und sollten Lüneburger Schulen Lern- und Lebensort zugleich sein? Und sind die Lüneburger Lösungen, die Antworten auf solche Fragen anbieten, überhaupt geeignet als erste Schritte in Richtung Zukunft(sstadt)?

Diese und weitere Fragen stellen wir auf dem Zukunftsstadt-Tag am 01.03.2018 allen Lüneburger*innen. Allen Lüneburger*innen? Ja allen – weshalb wir ab 11 Uhr vorsorglich schon mal das gesamte Foyer des Libeskind-Gebäudes für Sie reserviert haben.

Ihre Meinung ist gefragt

17 #LüneburgerLösungen sind das bisherige Ergebnis der gemeinsamen Arbeit von weit über 100 Menschen aus Lüneburg. Seit Mai 2017 sind diese Lüneburger*innen in der aktuellen Phase II des Projekts Zukunftsstadt Lüneburg 2030+ mit dabei. Und jetzt heißt es “Butter bei die Fische!”. Jetzt wollen wir von Ihnen wissen, welche dieser Lösungsvorschläge Sie für besonders wichtig für Lüneburg halten, für besonders dringend oder auch für besonders gut geeignet, das Ziel einer nachhaltigen Stadt Lüneburg zu erreichen. Dazu stellen wir alle #LüneburgerLösungen einmal in unserem Zukunftsstadt-Parcours zur Diskussion.

Wann und wo?

  • Donnerstag, den 01.03.2018, Libeskind-Zentralgebäude an der Leuphana Universität Lüneburg, Universitätsallee 1
  • Zukunftsstadt-Parcours: 11 Uhr bis 20 Uhr im Foyer, Kernzeit ab 16 Uhr
  • anschließend: Fest der Vielfalt: 20 Uhr bis 22 Uhr im Forum

Was?

  • die #LüneburgerLösungen an 17 interaktiven Stationen und im Ideengarten
  • die Menschen hinter den Ideen und Lösungen
  • Informieren, Erleben, Austauschen, Diskutieren, Weiterdenken, Mitmachen, Bewerten

Wie?

Lassen Sie sich von uns führen oder entdecken Sie die #LüneburgerLösungen auf eigene Faust und in Ihrem eigenen Tempo:

  • 10-11.30 Uhr Schulklassen und Kinder (40 Minuten; Anmeldung erforderlich)
  • 10.30 Uhr Hochschulöffentlichkeit (40 Minuten plus Gespräch im Forum; keine Anmeldung nötig)
  • 11-15.30 Uhr Erstsemester-Touren (30 Minuten plus Gespräch im Forum; Anmeldung erforderlich)
  • 16 Uhr Stadtgesellschaft 1 (30 Minuten plus Gespräch im Forum; keine Anmeldung nötig)
  • 17 Uhr Lokalpolitik (30 Minuten plus Gespräch im Foyer; keine Anmeldung nötig)
  • 18.30 Uhr Stadtgesellschaft 2 (30 Minuten plus Gespräch im Foyer; keine Anmeldung nötig)

 

  • Route 1: Klima – Grün – Ernährung – Energie
  • Route 2: Soziales – Gesundheit – Bildung – Bauen & Wohnen
  • Route 3: Wirtschaft – Arbeit – Konsum – Mobilität
  • Route 4: Institutionen – Partnerschaft – Teilhabe & Mitgestaltung
  • oder auch ganz ohne Routing einfach der Nase nach!

 

 

Und danach?

Als Dankeschön an alle Beteiligten und zum krönenden Abschluss des Zukunftsstadt-Tages laden wir gemeinsam mit mosaique – haus der kulturen zum ersten Fest der Vielfalt im Libeskind-Gebäude. Bei Tanz, Gesang und Poetry Slam feiern wir Lüneburg als heutiges und künftiges Zuhause, in dem alle Menschen willkommen sind. Für das leibliche Wohl ist mit einem offenen Buffet gesorgt – offen, weil jede*r der*die will, die eigene Lieblingsspeise mitbringen und so das Buffet noch bunter machen kann! Wir freuen uns auf kleinere oder auch größere Leckerbissen aus Ihrer Küche!

Die Türen zum Fest der Vielfalt öffnen ab 19.30 Uhr. Bus-Shuttle bringen Sie 20.10 Uhr, 22.10 Uhr und 23 Uhr zum Sande oder zum Bahnhof zurück.

Und sonst noch?

Der Zukunftsstadt-Tag ist Teil der diesjährigen Leuphana Konferenzwoche, in deren Rahmen rund 1500 Lüneburger Erstsemester die Ergebnisse ihrer Projektarbeiten des vergangenen halben Jahres aus dem Modul Wissenschaft trägt Verantwortung der Leuphana und der gesamten Stadt präsentieren. Unter dem diesjährigen Titel “Zurück in die Freiheit” finden während der Konferenzwoche vom 28.02. bis zum 04.03.2018 zahlreiche Veranstaltungen statt.

Noch einmal: alle #LüneburgerLösungen im Überblick

Grüner Giebel

Worum geht es? Das Siegel bescheinigt den Träger*innen, ihren jeweils ermittelten, nicht vermeidbaren CO2-Ausstoß durch lokale Kompensationsmaßnahmen ausgeglichen zu haben. Die Kompensation erfolgt durch die lokale Land- und Abfallwirtschaft, Kleingartenvereine und weitere CO2-Verwerter und ist zunächst gedacht für die drei zentralen Lüneburger Wirtschaftszweige Tourismus, Gastronomie und Einzelhandel.

Was ist das Ziel? Die Lüneburger Wirtschaft soll klimaneutral werden. Lokaler Konsum soll weitgehend frei von Auswirkungen auf das globale Klima sein. Mithilfe der lokalen CO2-Kompensation können Lüneburger*innen z. B. ihr eigenes Unternehmen ebenso klimaneutral gestalten wie ihren persönlichen Konsum und ihr Handeln als Privatperson.

Diese Lösung basiert auf Ergebnissen des Workshops zum Themenfeld Vernetzen und versorgen.

Lokal arbeiten

Worum geht es? Die Lüneburger Lösung besteht aus einem ganzen Satz an Bausteinen und dreht so gleich an mehreren Stellschrauben. Unter dem Titel »Lokal Arbeiten« kombiniert die Idee ein kreatives und neuartiges branchen- und/oder lieferkettenübergreifendes Praktikumskonzept mit Bildungsangeboten zu nachhaltigem lokalem Wirtschaften sowie einem Austauschprogramm für beteiligte Lüneburger Unternehmen.

Was ist das Ziel? Die Kombination der verschiedenen Bausteine macht den Standort Lüneburg in seiner seit langem etablierten unternehmerischen Vielfalt in Lüneburg und vielleicht auch darüber hinaus bekannter. Sie vertieft das Wissen um die Zusammenhänge stabiler lokaler Wirtschaftskreisläufe und erhält Lüneburg als Arbeitsmarkt langfristig attraktiv.

Diese Lösung basiert auf Ergebnissen des Workshops zum Themenfeld Gemeinsam wirtschaften.

Local Data statt Big Data

Worum geht es? Diese Lüneburger Lösung soll eine offene Datenbasis für Mobilitätsplattformen, Routing-Apps und Informationskampagnen zum Thema nachhaltige Mobilität in und um Lüneburg schaffen. Aufbauend auf die offene Geodatenbank der OpenStreetMap werden dazu lokalspezifische Daten zunächst zu Lauf- und Fahrradrouten erhoben, um die Qualität der vorhandenen Big-Data-Datensätze durch hochwertige Local Data zu Lüneburg und dem Lüneburger Umland zu ergänzen.

Was ist das Ziel? Lüneburgspezifische, offene Datensätze erleichtern die Vermittlung von passgenauen und aktuellen Informationen rund ums Unterwegssein. Maßgeschneiderte Mobilitätsangebote machen die Entscheidung für umweltfreundlichere Verkehrsmittel einfacher. Gesundheitsförderliche Aktivitäten wie Laufen und Radfahren werden durch geeignete Routenvorschläge attraktiver.

Diese Lösung basiert auf Ergebnissen der Workshops zu den Themenfeldern Gemeinsam planen und entscheiden sowie Vernetzen und versorgen.

Schule als Lern- und Lebensort

Worum geht es? Lüneburger Ganztagsschulen als Orte für Angebote, die eine Brücke schlagen zwischen Unterricht und Freizeit: Die in Lüneburg vorhandenen Angebote und Ausstattungen aus den Bereichen Kultur, Sport, Ernährung und weiteren werden gebündelt und aufeinander abgestimmt. Nach Art eines Baukasten-Systems werden diese Angebote schul- und schulformübergreifend zur Verfügung gestellt.

Was ist das Ziel? Bis dato nur außerschulisch nutzbare Zusatzangebote sind mithilfe dieser Lüneburger Lösung auch innerhalb des Ganztagsschulen-Angebotes für alle Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte kostenlos nutzbar. Auf einer ab März 2021 jährlich stattfindenden Messe präsentieren und vernetzen sich die beteiligten Akteur*innen mit ihren Angeboten

Diese Lösung basiert auf Ergebnissen des Workshops zum Themenfeld Stadtleben gestalten.

Klimaflächen

Worum geht es? Mit der Neu- und Umgestaltung von Flächen – von der Grünfläche über den Gehweg zur Gebäudefassade bis hin zum Dach – wappnet sich Lüneburg für die Herausforderungen des sich wandelnden Klimas: Reflektierende Oberflächen, angepasste Bepflanzung und Wasserflächen wirken der Aufheizung der Stadt entgegen, während Grünflächen – auch auf den Dächern – gleichzeitig nach dem Prinzip eines Schwamms dabei helfen können, Starkregen aufzunehmen und nach und nach wieder abzugeben.

Was ist das Ziel? Durch ein aktives Mitdenken der Herausforderungen des Klimawandels bei der Flächennutzung und -gestaltung bereitet sich Lüneburg Schritt für Schritt auf zukünftige Hitzewellen, Starkregen und andere Extremwetterereignisse vor.

Diese Lösung basiert auf Ergebnissen des Workshops zum Themenfeld Dem sich wandelnden Klima begegnen.

Lüneburg wächst bunt

Worum geht es? Einen Kreisel entsiegeln und bepflanzen, die Rasenfläche im Gewerbegebiet in eine bunte Blumenwiese verwandeln, die Patenschaft für einen alten Obstbaum übernehmen: Unter der Überschrift einer gemeinsamen Kampagne verwandeln wir die Grünflächen Lüneburgs – städtisch, privat oder gewerblich – Stück für Stück und Aktion für Aktion in lebendige Orte.

Was ist das Ziel? Die Kampagne bringt Lüneburger Flächeneigentümer*innen mit denjenigen zusammen, die auch ohne eigenen Garten dazu beitragen wollen, die Stadt bunter zu gestalten und die Biodiversität ihrer Grünflächen zu erhöhen. So wird die ganze Vielfalt der (Um-) Gestaltungsmöglichkeiten an konkreten Beispielen deutlich und alle können mitmachen.

Diese Lösung basiert auf Ergebnissen des Workshops zum Themenfeld Vernetzen und versorgen.

Teilhabe- & Mitgestaltungs-Werkzeugkasten

Worum geht es? Der Werkzeugkasten steht allen inner- und außerhalb der Stadtverwaltung offen, die nach geeigneten Wegen für eine niedrigschwellige Partizipation oder für die gemeinsame Gestaltung des Stadtlebens suchen. Er hilft, geeignete Kommunikationskanäle auszuwählen, enthält ein Meldesystem für Räume zur Mehrfachnutzung, unterstützt bei der Planung des nächsten Straßenfestes und bringt somit die geballte Erfahrung in Sachen Beteiligung in Lüneburg zusammen.

Was ist das Ziel? Der Teilhabe- und Mitgestaltungs-Werkzeugkasten ermöglicht und erleichert die Auswahl passgenauer Beteiligungsmöglichkeiten, ob für gesetzlich vorgeschriebene oder freiwillige Mitbestimmung und -gestaltung. Er führt so zu einer verstetigten Beteiligung, höherer Transparenz und einem echten Einbezug der Lüneburger Bürger*innen und ihrer Expertise.

Diese Lösung basiert auf Ergebnissen der Workshops zu den Themenfeldern Stadtleben gestalten sowie Gemeinsam planen und entscheiden.

Wohnprojekte-Kontor

Worum geht es? Das Kontor dient als professionell organisierte Anlaufstelle für Menschen, die sich für Wohnprojekte und andere Wohnformen interessieren und informieren oder beraten werden möchten. Bestehende Angebote und Initiativen werden in eine professionelle Beratung eingebunden, um so noch mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, diese Form des Miteinander Lebens zu wählen und das notwendige Wissen für alle zur Verfügung zu stellen.

Was ist das Ziel? Eine zentrale Anlaufstelle erhöht das Bewusstsein für die vielfältigen Möglichkeiten des Wohnens abseits von Einfamilienhaus und Eigentumswohnung. Entscheiden sich mehr Menschen für neue Wohnformen, wird verhältnismäßig günstigerer Wohnraum geschaffen. Daneben wirkt sich eine bunte Mischung verschiedener Wohnformen positiv auf die jeweiligen Quartiere aus. So wird die Stadt insgesamt sozialer.

Diese Lösung basiert auf Ergebnissen des Workshops zum Themenfeld Stadtleben gestalten.

Servicestelle Ehrenamt

Worum geht es? Für die Servicestelle Ehrenamt sollen in Lüneburg sowohl räumliche als auch personelle Kapazitäten geschaffen (bzw. vorhandene Räumlichkeiten über diese Stelle verwaltet) werden. Die Stelle unterstützt und entlastet das Ehrenamt durch Zuarbeit bei seiner täglichen Arbeit. Zugleich bietet sie Beratung, wo sie gebraucht und gewünscht ist.

Was ist das Ziel? Der (Selbst-) Verwaltungsaufwand für die zahlreichen Lüneburger Initiativen und Ehrenamtlichen wird deutlich reduziert bzw. vereinfacht. Die ehrenamtlich Tätigen können sich so auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren, was das Ehrenamt als solches stärkt.

Diese Lösung basiert auf Ergebnissen des Workshops zum Themenfeld Stadtleben gestalten.

amazon goes local

Worum geht es? Diese Lüneburger Lösung setzt an zwei sich ergänzenden Punkten an: Eine Erweiterung bestehender Kundenbindungsinstrumente wie »Kaufhaus Lüneburg«-App und LZ Clever Card wird kombiniert mit einem umfassenden Belieferungskonzept per (Lasten-) Rad. Der Ansatz bezieht aktuelle Entwicklungen in punkto Lieferkonzepte ein und bietet eine lokale Alternative zum ›same day delivery‹-Service von amazon und anderen Online-Händler*innen.

Was ist das Ziel? Eine vertiefte Kundenbindung an den stationären Handel kombiniert mit den vom Online-Handel gewohnten kurzen Lieferzeiten macht das Einkaufen in Lüneburg online wie offline attraktiver. So bleibt das Geld länger im lokalen Wirtschaftskreislauf und stärkt den Lüneburger Einzelhandel sowie die lokale Wirtschaft als Ganzes. Eine umweltfreundliche Belieferung befreit zugleich die Innenstadt von Abgasen und zu viel Verkehr.

Diese Lösung basiert auf Ergebnissen des Workshops zum Themenfeld Gemeinsam wirtschaften.

Orte des Verweilens

Worum geht es? 20 vielfältig gestaltete Orte des Verweilens laden dazu ein, sich einfach mal Zeit zum Da-Bleiben zu nehmen – auch ohne Konsumorientierung. Die Orte bieten Raum zum thematischen Austausch, für Kunst, Ideenwettbewerbe, Reflexion, Präsentation oder Information und vieles mehr. An und mit diesen Orten lässt sich in vielfältiger Weise an zahlreiche weitere Lüneburger Lösungen anknüpfen.

Was ist das Ziel? Die Orte des Verweilens beleben die Lüneburger Innenstadt, erhalten sie lebendig und verstärken die Identifikation der Bewohner*innen mit ihrer Stadt. Sie erhöhen die Aufenthaltsqualität und verlängern die Aufenthaltsdauer vor Ort – und eine belebte Stadt ist immer ein guter Grund mehr für einen Besuch, ob als Tourist*in oder echte*r Lüneburger*in.

Diese Lösung basiert auf Ergebnissen des Workshops zum Themenfeld Gemeinsam wirtschaften.

Allianz Medienkompetenz Lüneburg

Worum geht es? Durch die enge Zusammenarbeit innerhalb einer Lüneburger Verantwortungsgemeinschaft von lokalen Schulen, Unternehmen und der Universität wird die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Sinne des lebenslangen Lernens in der Bildungsregion Lüneburg gefördert. Generations- und medienübergreifendes sowie wechselseitiges Lernen und Lehren stehen im Fokus; das frühzeitige Erkennen und Nutzen von Potenzialen setzt Inklusion konsequent um.

Was ist das Ziel? Sowohl im Bereich technisches Know-How als auch beim Thema des kritischen Umgangs mit digitalen und analogen Medien werden Wissen erweitert und Fähigkeiten ausgebaut. Medien aller Art werden kritisch, kompetent und kreativ genutzt. Die Zusammenarbeit der regionalen Kompetenzträger wird langfristig gestärkt und vertieft.

Diese Lösung basiert auf Ergebnissen der Workshops zu den Themenfeldern Stadtleben gestalten sowie Vernetzen und versorgen.

Quartierstrom

Worum geht es? Eine lokale, dezentrale und nachhaltige Energieversorgung – das lässt sich quartiersweise umsetzen, wenn alle Beteiligten sich zu einem Netzwerk zusammentun, ein gemeinsames Konzept entwickeln und dieses in die Tat umsetzen. Das Konzept richtet sich an alle Lüneburger Hauseigentümer*innen, von der Besitzerin eines Einfamilienhauses bis hin zu lokalen Wohnungsbau-Genossenschaften und Wohnprojekten.

Was ist das Ziel? Durch das lokale oder regionale Quartierstromprinzip und eine große Zahl Beteiligter wird Energie für die Gesamtheit der Eigentümer*innen und Mieter*innen preisgünstiger. Zugleich profitieren alle Beteiligten von einer größeren Ausfallsicherheit, z. B. bei Sturm und anderen Extremwetterereignissen.

Diese Lösung basiert auf Ergebnissen des Workshops zum Themenfeld Dem sich wandelnden Klima begegnen.

Grüne Lunge Backsteinstadt

Worum geht es? Denkmalpflege einmal anders: Anknüpfend an historische Grün- und Gartenstrukturen Lüneburgs soll eine finanziell geförderte und fachlich begründete (Wieder-) Begrünung der Innenstadt erfolgen. Eine Sonderausstellung im Museum Lüneburg vermittelt den Lüneburger*innen die Thematik anhand von historischen Karten und Abbildungen und weist Besucher*innen auf bestehende oder potenzielle zukünftige Orte der (Wieder-) Begrünung in der Innenstadt sowie geeignete Bepflanzungen hin.

Was ist das Ziel? Mehr Grün in der Stadt führt zu einer verbesserten Wasserspeicherung bei Starkregenereignissen sowie zum Temperaturausgleich bei Hitzewellen. Gleichzeitig lässt sich so zeigen, dass Klimaanpassung nicht nur trotz, sondern explizit mit dem Denkmalschutz auch in einer historischen Altstadt möglich ist.

Diese Lösung basiert auf Ergebnissen des Workshops zum Themenfeld Dem sich wandelnden Klima begegnen.

Ernährungsrat

Worum geht es? Nach dem Vorbild thematischer Zukunftsräte wird am Beispiel Ernährung aufgezeigt, wie eine gezielte Vernetzung aller Beteiligten zur aktiven Mitgestaltung lokaler Prozesse beiträgt und motiviert, Transparenz schafft und echte Mitbestimmung ermöglicht. Arbeitsgruppen gründen sich nach Interesse, erarbeiten fokussiert Inhalte für bestimmte Themen und bringen die Ergebnisse wirksam in kommunale Entscheidungsprozesse ein.

Was ist das Ziel? Der Ernährungsrat nimmt gezielten Einfluss auf das Lüneburger Ernährungssystem. Er berät, entscheidet mit und vernetzt die wesentlichen Akteursgruppen vor Ort. Die Wertschätzung für Lebensmittel wird deutlich erhöht, die Lebensmittelverschwendung messbar reduziert. Hochwertige Lebensmittel aus dem Lüneburger Umland stellen einen hohen Anteil beim Lebensmittelkonsum aller Lüneburger*innen.

Diese Lösung basiert auf Ergebnissen der Workshops zu den Themenfeldern Gemeinsam planen und entscheiden sowie Vernetzen und versorgen.

Wohnraum-Vergabeschlüssel

Worum geht es? Der Sozial- und Vergabeschlüssel für Wohnraum berücksichtigt verschiedene Parameter über die bisher gängigen – Einkommen, Behinderung etc. – hinaus. Er spricht so mehr Zielgruppen an als bisherige Verteilerschlüssel. Der Schlüssel ist für Bauende zunächst freiwillig und setzt schon bei der Erstellung von Wohnraum durch Neu-/ oder auch Umbaumaßnahmen an. Dabei wird der Schlüssel jeweils auf den gesamten Bestand im Eigentum des*der Bauenden angewendet.

Was ist das Ziel? Der Schlüssel verschafft besonders benachteiligten Personengruppen Zugang zum regulären Wohnungsmarkt. Er ermöglicht eine weitreichende Integration und Inklusion und macht die Stadt auf diese Weise sozialer. Zugleich sorgt er für mehr Heterogenität in Wohngebieten.

Diese Lösung basiert auf Ergebnissen des Workshops zum Themenfeld Stadtleben gestalten.

Engagement vernetzen

Worum geht es? Das Lüneburger Stadtleben profitiert vom großen Engagement seiner Bürger*innen und der hier lebenden Studierenden – so sehr, dass die größte Herausforderung schon fast ist, da Schritt zu halten. Wie erreichen wir also, dass Engagement gebündelt wird, Interessierte eine zentrale Anlaufstelle haben und man sich gut über Projekte und Ereignisse auf dem Laufenden halten kann? Hier setzt die Idee des vernetzten Engagements an und löst wie nebenbei die Trennung zwischen »studentisch« und »städtisch« auf.

Was ist das Ziel? Die Maßnahme vereinfacht den Einstieg in die aktive Mitarbeit in Vereinen und Initiativen und ermöglicht eine zielgerichtete Kommunikation zwischen verschiedenen Gruppen. So werden so langfristig die Bedeutung und Wertschätzung ehrenamtlicher Arbeit in Lüneburg insgesamt gesteigert.

Diese Lösung basiert auf Ergebnissen des Workshops zum Themenfeld Stadtleben gestalten.

Der Rahmen: die 17 Nachhaltigkeitsziele

Lokal handeln – global wirken: Auf 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) hat sich die Weltgemeinschaft im Jahr 2015 geeinigt. Sie sollen eine nachhaltige Entwicklung bis 2030 fördern, auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene. Um die Ziele zu erreichen, sind alle gefordert. Städte und Gemeinden nehmen eine besonders wichtige Rolle ein, denn sie sollen die SDGs vor Ort in die Tat umsetzen.

Mit dem Zukunftsstadt-Projekt entwickelt die Hansestadt Lüneburg gemeinsam mit Universität und Stadtgesellschaft bis Juni 2018 einen Katalog konkreter Maßnahmenoptionen, der auf lokaler Ebene in Lüneburg getestet und umgesetzt werden kann – Lüneburger Lösungen, die auf dem Engagement und den Potenzialen Lüneburgs aufbauen.