Deine Idee für Lüneburg

17. Okt. 2017

Du kannst die Welt von Lüneburg aus verändern…

Was genau willst Du in Lüneburg tun, wen oder was brauchst Du dazu und wie können wir Dich dabei unterstützen?

Diese Fragen stellt das Projekt Zukunftsstadt Lüneburg 2030+ allen Lüneburgerinnen und Lüneburgern. Um möglichst viele Menschen aus der Stadt zu erreichen – und um die Ideen genau dort festhalten zu können, wo sie oft entstehen – passiert das im Rahmen einer »Bierdeckel-Aktion« gemeinsam mit Lüneburger Restaurants, Gaststätten, Kneipen, Bars und Cafés.

Die Idee dahinter: Es gibt wohl kaum eine häufiger genutzte Gelegenheit, bei der mehr über die wirklich wichtigen, aktuellsten und spannendsten Themen diskutiert wird, als bei einem Bier, einer Limo oder welchem Getränk auch immer in einer Runde mit Gleich(- oder auch Anders-)gesinnten. Zum Festhalten der geschmiedeten Pläne stellt die Aktion nun 3750 Bierdeckel zur Verfügung, die während der Lüneburger Wandelwoche durch Studierende der Leuphana Universität an Lüneburger Gastrobetriebe verteilt werden. Auf den Deckeln ist Platz für »Deine Idee für Lüneburg«, so die Überschrift auf der Rückseite. Wer also eine (oder auch mehrere) Antworten auf die genannten Leitfragen hat – oder auch eine Idee für ein konkretes Projekt –, schreibt sie auf den Deckel. Die ausgefüllten Bierdeckel werden später wieder eingesammelt und die Ideen auf den Deckeln als Inspiration für eine Workshop-Reihe im November genutzt. Wer das Projektteam auch noch direkt anschreibt, kommt in den Topf für einen der bis zu 50 Plätze bei den Themen-Workshops im November, wo die Bierdeckel-Ideen mit Menschen aus Wissenschaft, Praxis und Stadtverwaltung weiterentwickelt werden. Und wenn die Ideen richtig gut sind? Dann stehen die Chancen gut, dass sie auch in die Tat umgesetzt werden können!

Klar ist, jeder einzelne Schritt zählt auf dem Weg in eine gute Zukunft – hier vor Ort und auch für den Rest der Welt. Du hast eine Idee, bist mit Deiner Idee schon auf dem Weg, möchtest sie weiterspinnen oder suchst nach Menschen, die mitmachen? Dann sei dabei und gestalte Deine Zukunft mit!

So bist Du dabei

  • Lass Dich inspirieren: Die Themenfelder und Visionen haben wir unten für Dich zusammengestellt.
  • Geh in Deine Lieblingskneipe, Dein Lieblingsrestaurant, Dein Lieblingscafé und sprich mit Menschen: Eine Liste der teilnehmenden Gastronom*innen findest Du unten.
  • Schreib Deine Idee auf einen Bierdeckel: Wenn Du magst und mehr willst, schreib Deine E-Mail-Adresse dazu und/oder kontaktiere uns.
  • Lass den Bierdeckel auf dem Tisch liegen: Wir sammeln die Deckel regelmäßig ein und entwickeln gemeinsam mit allen Beteiligten aus ersten Ideen konkrete Maßnahmen und Schritte, um sie in die Tat umzusetzen.
  • Nutze Deine Chance: Für gute Ideen ist immer Platz an unserem Tisch! Freu Dich auf eine Einladung zu einem unserer fünf Themenfeld-Workshops im November. Diskutiere mit weiteren Akteur*innen aus Praxis, Wissenschaft und Stadtverwaltung gemeinsam über Deine Idee und die nächsten Schritte auf dem Weg zum Ziel. Pro Workshop werden 5-10 Bierdeckel-Idee-Einladungen vergeben – und eine könnte Deine sein!

Und weiter?

Die Bierdeckel-Aktion startet mit der Lüneburger Wandelwoche und läuft voraussichtlich bis Mitte November. Alle Bierdeckel-Ideen werden kontinuierlich ausgewertet und den jeweiligen Themenfeldern zugeordnet. Die innovativsten, kreativsten oder auch realistischsten Ideengeber*innen erhalten persönliche Einladungen zu den Workshops im November. Alle anderen Ideen fließen als Inspiration ebenso in die Workshops mit ein.

Einen Vorgeschmack auf die Workshop-Themen und die beteiligten Akteursgruppen können sich alle Lüneburger*innen schon am Mittwoch, 25.10.2017 zwischen 18 und 20 Uhr im Lüneburger FREIRAUM, unserem Projektbüro, holen. An diesem Abend im Rahmen der Wandelwoche lädt das Projekt Zukunftsstadt Lüneburg zum Gespräch und zu einer ersten Gelegenheit, die eigene Idee auf einem Bierdeckel festzuhalten.

Erste Ergebnisse der Bierdeckel-Aktion und der Workshops gibt es direkt im Anschluss an die Veranstaltungsreihe Ende November hier auf www.lueneburg2030.de sowie in der lokalen Presse. In den Wochen danach werden die Maßnahmenvorschläge gemeinsam mit den Beteiligten weiterentwickelt und präzisiert, um letztlich auf der Leuphana Konferenzwoche im März 2018 der Öffentlichkeit noch einmal zur Diskussion gestellt zu werden. Mit den finalen Maßnahmenideen bewirbt sich die Stadt Lüneburg schließlich um die Zusage für die dritte Phase des BMBF-geförderten Wettbewerbs Zukunftsstadt – in dem dann die Maßnahmen tatsächlich in die Tat umgesetzt werden!

Der Weg, das Ziel und die Schritte dorthin

Im Projekt Zukunftsstadt haben Bürger*innen der Hansestadt gemeinsam mit Stadtverwaltung und Universität Visionen für eine nachhaltige Stadt Lüneburg entworfen. Die Visionen wurden anschließend zu Themenfeldern gebündelt. In den Themenfeldern werden nun konkrete Maßnahmen entwickelt, für den Weg und die Schritte auf diesem Weg, um die Visionen bis 2030 wahr werden zu lassen.

Themenfelder und Visionen haben wir hier als Überblick zusammengestellt. Klick auf die graue Box und Du gelangst zu Themenfeldern und Visionen. Und über einen Klick auf den Titel des Themenfelds bzw. der Vision geht es weiter zu den jeweiligen Unterseiten.

Der Weg: unsere Themenfelder

Gemeinsam wirtschaften Regionale Wertschöpfung unterstützen – wie machen wir das möglich? Den lokalen Einzelhandel fördern – wie haben wir alle etwas davon? Der Arbeitsplatz der Zukunft – pendelst Du noch oder lebst Du schon? Dem sich wandelnden Klima begegnen Ein Platz an der Sonne – was macht das Klima der Zukunft mit uns und wie macht es uns nichts aus? Grüne Dächer, weiße Straßen – was bewahrt ein gutes Stadtklima in Zeiten von Starkregen und Hitzestress? Dürren, Stürme, Hagel, Hitze – wie bleiben wir gesund im sich wandelnden Klima? Stadtleben gestalten Gemeinsam ist man weniger allein? – Ideen für ein Wohnen und Leben in der Stadt der Zukunft. Mehrgenerationenhäuser für alle?! Wie schaffen wir Wohn-Räume für unterschiedliche Lebensentwürfe? Ein Raum für Musik, einer für Kunst, einer fürs Theater, einer für die Jugend, einer für jeden Verein – ergibt das Sinn oder wie können wir hier umdenken? Sich engagieren für und mit Lüneburg – was fördert Ehrenamt, wer unterstützt die Ehrenämtler? Frei-Räume schaffen – was macht die Stadt zu unserer Stadt? Gut und gesund aufwachsen – was braucht es, damit die Jugend von heute Lüneburgs Zukunft bleibt? Gemeinsam planen und entscheiden Wer plant unser Radwegenetz, wann fahren die Busse, wo tanken wir die (E-)Autos – und (wie) bekommen wir alle unterschiedlichen Interessen unter einen Hut? Geld für Brücken, Geld für KiTas – wer entscheidet über den städtischen Haushalt? Per Rad, zu Fuß oder doch alle mit dem eigenen Auto – freie Fahrt in der Zukunftsstadt? Vernetzen und versorgen Wer sitzt mit am Tisch, wenn über gesunde Ernährung und weniger Lebensmittelverschwendung entschieden wird? Grünflächen schön und sinnvoll gestalten – eine Aufgabe (nur) fürs Grünflächenamt? Nichtwissen ist keine Ausrede – wie lässt sich die Digitalisierung als Wissensressource nutzen? Umdenken in der Schule – was können Lehrer*innen von ihren Schüler*innen lernen?

Die Schritte: Deine Idee für Lüneburg

Du kannst die Welt von Lüneburg aus verändern… Was genau willst Du in Lüneburg tun? Wen oder was brauchst Du dazu? Wie können wir Dich dabei unterstützen?

Das Ziel: Lüneburgs Visionen für 2030+

Stadtökologie Schafe auf der Wiese, einheimische Pflanzen und gemeinsames Urban Gardening sorgen für grüne Vielfalt. Stadtwald Der Wald als Ort der Erholung mit wichtiger ökologischer und wirtschaftlicher Funktion. Willkommenskultur Lüneburg ist bunt und vielfältig, Chancengleichheit für alle eine Selbstverständlichkeit. Einzelhandel Nachhaltige Produkte, ein funktionierendes Händlernetzwerk und beim Einkauf wird für andere aufgerundet. Regionalversorgung Versorgung mit vielen regionalen und saisonalen Lebensmitteln der umliegenden Bauernhöfe. Commons Gemeingüter (von Busverkehr bis WLAN) werden kostenlos genutzt und gemeinsam verwaltet. Jugendpartizipation Jugendliche bringen sich aktiv in Fragen der Stadtentwicklung ein. SmartCity Von einer schlauen Vernetzung profitieren vor Ort Anbieter*innen wie Nutzer*innen. Kultur Raum für vielfältiges kulturelles Leben, verstanden als Gemeinschaftsprojekt. Resilienz Moderne Technik wird genutzt, ohne sich abhängig zu machen. Jugenddelinquenz Jungen Menschen wird mit Empathie und Unterstützung durch Prävention begegnet. Konsum Spielzeug wird als Gemeinschaftsgut selbstverständlich untereinander geteilt. Gesundheit Durchgängige Laufstrecken, soziale Laufevents und finanzielle Vorteile bringen Bewegung in den Alltag. Wärmeversorgung Individuell angepasste und sozialverträgliche Energiebereitstellung.Demokratie Mitentscheiden über den Haushalt und echte Teilhabe über einen Nachhaltigkeitsrat. Tourismus Saisonale und regionale Produkte in allen Unterkünften und das erste nachhaltige Stadtfest. Barrierefreiheit Ein problemloser Zugang zu allen Einrichtungen und Gebäuden geht mit dem Denkmalschutz in der Stadt Hand in Hand. Ernährung Lebensmittel verwenden statt verschwenden durch eine gesteigerte Wertschätzung lokaler und fair gehandelter Lebensmittel. Familie Unvoreingenommener Umgang miteinander – unabhängig von sozialer Stellung, Nationalität oder Konfession. Sportvereine In Vereinen steht das gemeinsame Erleben im Vordergrund; Unterschiede spielen keine Rolle. Stadtplanung Der St. Lambertiplatz als Ort des interkulturellen und intergenerativen Austauschs. Gemeinwohlorientiert Wirtschaften Ein vollständig werbefreies Stadtbild und Unternehmen als Motoren einer zukunftsfähigen Unternehmenslandschaft. Stadtklima Ausgedehnte Grün- und Wasserflächen, verkehrsberuhigte Zonen, Luftschneisen und Speichersysteme als Anpassungsmaßnahmen an Extremwetter und Klimawandel. Arbeit Work-Life-Blending, vielfältige Arbeitszeitmodelle und gestärktes Ehrenamt als Säulen eines Arbeitslebens, das nicht die reine Existenzsicherung zum Ziel hat. Mobilität Kostenlose Elektrobusse, die bis spät am Abend verkehren, ersetzen für die meisten das eigene Auto.

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Teilnehmende Lieblingskneipen, -cafés, -gaststätten...

Lanzelot | Mälzer Brau- und Tafelhaus | Beekays | Bell & Beans| Mama Luu | Loving Hut | Café Zeitgeist | Hausbar | Glashaus | Knöfel's | Pons | Krone Bier- und Event-Haus | Old Dubliner | September | Hemingway's |0,75 Winebar & Eatery | Avenir | Annas Café | Jolie | Samowar | blaenk | Brauhaus Nolte | Coffee Shop No. 1

 

Du hast eine Idee, aber der Bierdeckel ist zu klein? Dann schreib uns!

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Hintergrund: Lokal handeln – global wirken

Auf 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) hat sich die Weltgemeinschaft im Jahr 2015 geeinigt. Sie sollen eine nachhaltige Entwicklung bis 2030 fördern, auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene. Um die Ziele zu erreichen, sind alle gefordert. Städte und Gemeinden nehmen eine besonders wichtige Rolle ein, denn sie sollen die SDGs vor Ort in die Tat umsetzen.

Die Bierdeckel-Aktion ist Teil der Workshop-Vorbereitungen im Rahmen des Projekts Zukunftsstadt Lüneburg 2030+. Mehr über das Projekt, die beteiligten Akteur*innen und Themen sowie Möglichkeiten zur Mitwirkung erfahren Sie auf unserer Projektseite.

Die Bierdeckel wurden gedruckt mit freundlicher Unterstützung von www.bierdeckel.de (The Katz Group)