Umdenken beginnt zuhause – mit DISKURSIV gegen Rechtspopulismus aktiv werden

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„Lügenpresse!“, „Flüchtlinge nehmen uns die Arbeitsplätze weg!“, „Unsere
Sozialsysteme werden von Flüchtlingen unterwandert!“ Solchen Aussagen würden viele Studierende widersprechen. Aber wie macht man das, wenn sie von einem ehemaligen Klassenkameraden, einem Onkel oder sogar von der eigenen Mutter kommen. Wie überzeugt man sie davon, dass diese rechtspopulistischen Parolen falsch, ja, teilweise sogar gefährlich sind? diskursiv will euch dabei helfen, einen informierten, strategischen und konstruktiven Diskurs in eurem privaten Umfeld zu
führen, sodass ihr Aussagen dieser Art in Zukunft mit der nötigen Besonnenheit entgegengetreten könnt.

(C) diskursiv.net

Viele von uns haben Verwandte oder Bekannte, die mit rechtspopulistischen Positionen
sympathisieren. Einige haben bereits versucht, mit ihnen kritisch über deren Ansichten zu
diskutieren. Das Ergebnis eines solchen Versuches ist oft Resignation – man vermeidet das
Thema oder kündigt die Facebookfreundschaft. Zu kompliziert scheint es, sich mit den ständig
ändernden Unterstellungen des Kommilitonen auseinanderzusetzen, zu anstrengend und
unangenehm, die angeblichen Fakten des Onkels zu überprüfen, um ihnen dann gegebenenfalls
zu widersprechen. Doch obwohl es kompliziert, anstrengend und auch unangenehm sein kann
mit nahestehenden Menschen über Rechtspopulismus zu diskutieren, glauben wir, dass es ein
notwendiger Beitrag auf dem Weg zu einer besseren Gesellschaft ist.

Viele Sympathisant*innen des Rechtspopulismus boykottieren renommierte
Informationsquellen als „elitär“ oder „Teil der Lügenpresse“. Nicht selten konsumieren sie
stattdessen einseitige, teils rechtspopulistische Medien, die ausgrenzende oder rassistische
Inhalte verbreiten. Diese Entwicklung ist gerade im Zeitalter von meinungskonformen
Informationsblasen auf Social-Media-Kanälen problematisch: Bestehenden Ansichten und
Überzeugungen werden dadurch weder herausgefordert, noch relativiert, sondern zementiert
und radikalisiert.

Als Gegner*innen rechtspopulistischen Gedankenguts halten wir diese Entwicklung für
besorgniserregend. So scheint es, als bliebe das private Gespräch die einzig relevante
Kontaktstelle, um rechtspopulistische Positionen zu hinterfragen und herauszufordern. Damit
man sich dieser Aufgabe nicht alleine stellen muss, haben wir die studentische Initiative diskursiv gegründet. Sie soll Studierende motivieren und unterstützen, mit ihrem privaten Umfeld (wieder) in einen kritischen und fairen Diskurs über rechtspopulistische Ansichten einzutreten. Gemäß unserem Motto „umdenken beginnt zu Hause“ versuchen wir, einen kritischen Diskurs dort entstehen zu lassen, wo man ihm nicht so leicht ausweichen kann.

Um euch auf diesen Austausch vorzubereiten, haben wir eine Website entwickelt, auf der die
wichtigsten rechtspopulistischen Thesen analysiert und für das private Gespräch aufbereitet
werden. Die einzelnen Positionen sollen dabei möglichst neutral und sachlich auf ihr Für und
Wider untersucht werden. Außerdem werden Gesprächsstrategien vorgestellt, die euch vor
rhetorischen Taschenspielertricks bewahren und für ein konstruktives Gespräch wappnen sollen.
Kurz: Wer die Website besucht, soll dazu befähigt werden, einen möglichst konstruktiven, aber
kritischen Diskurs über Rechtspopulismus zu führen.

www.diskursiv.net

Versteht ihr euch auch als Botschafter*in gegen Rechtspopulismus? Dann lasst uns in die
Nischen Deutschlands ziehen, in die es sonst kein kritisches Medium mehr schafft!
Rechtspopulistischen Ansichten entgegenzutreten ist alles andere als ein einfacher Schritt. Er
kostet Mut. diskursiv will euch dabei unterstützen, diesen Schritt zu gehen!

Autor*innen: Das Team von diskursiv.net

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