AStA-Tresor bleibt verschwunden
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AStA-Tresor bleibt verschwunden

Wie Univativ am letzten Donnerstag berichtete, stahl jemand den Tresor im AStA-Gebäude in der Zeit von Mittwoch auf Donnerstag. Zum selben Zeitpunkt fand auch der dies academicus im Zentralgebäude statt. Die Umstände bleiben weiterhin nebulös.

Was bereits feststeht

Der Diebstahl des kniehohen und schweren Tresors aus dem Finanz- und Personalbüro im Gebäude 9 bleibt weiterhin unaufgeklärt. Nach aktuellem Stand befanden sich rund 5.000 Euro im Tresor aus der Haupt-Bargeld-Kasse. Diese Kasse dient z.B. für Fachschaften, damit diese etwa für Veranstaltungen unkompliziert vom AStA-Finanzreferat Bargeld erhalten können. Außerdem lagen noch EC-Karten im Tresor.

Den Diebstahl entdeckte am Donnerstagmorgen eine Buchhalterin des Finanzreferates: Der Tresor war verschwunden, eine Desinfektions-Flasche lag im Büro. Die Tür zum Büro war verschlossen und die Polizei konnte keine Einbruchsspuren feststellen. Ungewöhnlich war die hohe Bargeldsumme, die sich in dem Tresor zu dem Zeitpunkt des Diebstahls befand, da am Vortag die Fahrradselbsthilfewerkstatt KonRad in den Tresor einzahlte.

Feststeht, dass es für das Finanz- und Personalbüro vier Schlüssel für die Mitarbeiter*innen gibt und einen weiteren Schlüssel, der im AStA-Büro für den Raum verwahrt wird. Somit kommen neben den Inhaber*innen der vier Schlüssel auch Personen in Betracht, die einen Zugang zum AStA-Büro hatten. Ebenso hat die Gebäudeverwaltung und Gebäudereinigung der Leuphana entsprechenden Zugang zu den Räumlichkeiten. Die AStA Sprecher*innen schrieben uns, dass ein Verlust eines Schlüssels bisher nicht gemeldet wurde.

Tatort vom Diebstahl des AStA Tresors – Das Finanz- und Personalbüro in Gebäude 9, 1. OG – (c) Christopher Bohlens

 

Was noch geklärt werden muss

Einige Stunden, nachdem Univativ berichtete, veröffentlichte der AStA einen Facebook-Post. In diesem erhebt der AStA Vorwürfe gegen die Universität, dass das Gebäude noch nicht auf das neue elektronische Schließsystem umgerüstet sei und die Gespräche zäh liefen. Die Universität erwidert, dass der Diebstahl im Finanz- und Personalbüro nichts mit einem neuen elektronischen Schließsystem zu tun habe. Die Räume könnten sicher verschlossen werden, so der Pressesprecher der Universität.

Am Tag nach dem dies academicus tagte das Student*innenparlament (StuPa). Beim Tagespunkt „Mitteilungen des AStAs“ erwähnten die anwesenden AStA Sprecher*innen den Diebstahl erst auf Anfrage der Liste campus.grün. In den später veröffentlichten Kurzmitteilungen aus dem StuPa oder den Tage später verwendeten myStudy-Newsletter oder der Webseite des AStAs fanden sich keinerlei Hinweis auf den Diebstahl oder einen Zeugenaufruf.

Unklar bleibt, ob die Versicherung den Schaden deckt, der AStA verhandelt noch. Die Universität, so auf Nachfrage von Univativ, besitzt aufgrund des Selbstversicherungsprinzips des Landes Niedersachsen keine Versicherungen.

 


Titelbild: James Sutton on Unsplash

Hinweise nimmt die Polizei Lüneburg, Tel.: 04131/8306-2215, entgegen.

12. Juli 2018

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Christopher Bohlens