Vorgehensweise

 

Die Forschungsnachwuchsgruppe PoNa richtet ihren Blick auf die gesellschaftlichen Naturverhältnisse und reiht sich damit in die sozial-ökologische Nachhaltigkeitsforschung ein. Die im Forschungsprojekt angewandte Methodik umfasst sowohl theoretische und empirische Forschungsmethoden als auch Methoden der inter- und transdisziplinären Integration.

Der Forschungsprozess von PoNa hat in den ersten Monaten des Projektes mit der Erarbeitung einer gemeinsamen Wissensbasis in Bezug auf den Forschungsgegenstand Natur- und Politikverständnisse begonnen. Das Ergebnis dieser durch Theorie- und Textarbeit bestimmten Arbeitsphase ist ein gemeinsames Nachhaltigkeitsverständnis, dass die normative Basis im Forschungsprojekt anhand von neun Kategorien bestimmt: das Verhältnis von Natur und Gesellschaft, Governance/ Partizipation/ erweiterter Politikbegriff, Ökonomie/ Arbeit/ Wachstum, Macht und Herrschaft, Geschlechterverhältnisse, Effizienz-, Suffizienz- und Konsistenzstrategien, Zeit, Wissen und Reflexivität (vgl. PoNa-Paper 1).

Den methodischen Zugang für die Empirie bilden Methoden der qualitativen empirischen Sozialforschung. Für die Datenerhebung werden vor allem qualitative Interviews, Dokumentenanalyse sowie teilnehmende Beobachtung eingesetzt.

Für die Datenauswertung werden die zu Projektbeginn erarbeiteten theoretischen Zugänge mit den empirischen Untersuchungsergebnissen verbunden. Zudem kommen im Verlauf der Projektarbeit diskursanalytische Methoden bei der Auswertung von Dokumenten, Bildern und Interviews zum Einsatz.

Bei der Analyse der Bilder in Teilprojekt Agro-Gentechnik stützen wir uns auf Arbeiten der Bildforschung innerhalb der qualitativen Sozialforschung, ergänzt durch die Kriterien, die für eine – um nonverbale Äußerungen erweiterte – Diskursanalyse entwickelt worden sind.

Um im Forschungsprojekt die Zusammenarbeit im Team sowie den Dialog mit den deutschen und polnischen Akteuren in der Praxis zu gewährleisten, kommen Methoden der inter- und transdisziplinären Integration eine wesentliche Bedeutung zu. Den zentralen Bezugspunkt stellt das zu Projektbeginn erarbeitete Nachhaltigkeitsverständnis dar, das eine Integration von unterschiedlichen Wissensbeständen über Begriffs- und Theoriebildung leistet und den normativen Bezugspunkt markiert. Darauf aufbauend werden im Laufe des Projektes Praxisdialoge und Integrationsworkshops durchgeführt, die mithilfe unterschiedlicher Methoden aus der transdisziplinären Forschung die Integration von Wissensbeständen überprüfen und verbessern.

Fragen nach Politiken der Naturgestaltung werden für die Politikfelder Ländliche Entwicklung und Agro-Gentechnik in Deutschland und in Polen untersucht. Dieses ermöglicht die Unterschiede in den politischen sowie sozio-ökonomischen (Transformations-)Prozessen in beiden Ländern vergleichend zu analysieren.