Wie viel Kritik darf’s denn sein?

18.12.2013

Die Kategorie Geschlecht in der Nachhaltigkeitsforschung

Beitrag in politische ökologie 135 - 2013

Vom rechten Maß

Suffizienz als Schlüssel zu mehr Lebensglück und Umweltschutz

Immer mehr Menschen befreien sich vom materiellen Ballast und ignorieren das Steigerungsdogma: In Reparaturcafés, Genossenschaften, Verleihläden und Tauschbörsen leben sie vor, warum ein genügsames und an den wahren Bedürfnissen orientiertes Leben glücklicher macht und die natürlichen Ressourcen schont. Noch ist die Kultur des »Weniger ist mehr« aber nicht im gesellschaftlichen Mainstream angekommen, Appelle ans Maßhalten gelten als geschäftsschädigend und sind unpopulär beim Wahlvolk. Deshalb setzt die Politik lieber auf umweltfreundliche Technologien und Energieeffizienz statt auf Suffizienz. – Die Neudefinition der Komfortzone weist den Weg in eine Gesellschaft, die aus Mäßigung Genuss schöpft und das Wachstumsparadigma gegen die Bewahrung der Natur eintauscht.

 

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