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Projektstruktur


Eckdaten

Titel:Maßnahmen für einen nachhaltigeren Umgang mit Pestiziden und deren Transformationsprodukten im Regionalen Wassermanagement (MUTReWa)
Projektlaufzeit:01.04.2015 - 31.03.2018
Förderkennzeichen:02WRM1366A
Projektkoordinator:Prof. Dr. Klaus Kümmerer
Professur für Nachhaltige Chemie und Stoffliche Ressourcen
Institut für Nachhaltige Chemie und Umweltchemie
Leuphana Universität Lüneburg

Ziele

Im Fokus von MUTReWa stehen das Transformationsverhalten sowie die Eigenschaften von Pestiziden. Um den Eintrag dieser Stoffe in die Gewässer zu minimieren, wollen
die an dem Verbundprojekt beteiligten Partner geeignete Gewässerbewirtschaftungsmaßnahmen erarbeiten und validieren. Weitere Ziele des Projekts sind:

  • Verbesserung des Prozessverständnisses zur Mobilisierung und Transformation von Pestiziden in Flusseinzugsgebieten
  • Bestimmung aktueller Belastungen durch ausgewählte Pestizide und ihre Transformationsprodukte, der ökotoxikologischen Relevanz sowie des Gefährdungspotenzials für das Trinkwasser
  • Bewertung der Effektivität und Nachhaltigkeit ausgewählter Maßnahmen und Strategien zur Eintragsminimierung von Pestiziden und deren Transformationsprodukten
  • Erarbeitung von Empfehlungen zur Anpassung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen und die gemeinsame Umsetzung mit zentralen Akteuren der Wasserbewirtschaftung

Implementierung

Durch eine enge fachliche Verzahnung der Verbundprojektpartner mit assoziierten Partnern aus der regionalen Wasserwirtschaft erfolgt die Bearbeitung des Projekts in enger Abstimmung und unter fachlicher Begleitung. Ein Transfer und die Verstetigung des MUTReWa-Konzepts in den Modellregionen erfolgt durch kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit unter Einbeziehung aller relevanten Akteure.

Konzept und Arbeitspakete

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Das Verbundprojekt greift auf Erfahrungen aus vorhergehenden Projekten zum Umweltverhalten von Pestiziden und der Umsetzung von Gewässerbewirtschaftungsmaßnahmen
zur Vermeidung des Eintrags in Gewässer zurück. Im ersten Schritt ist vorgesehen, den Forschungsstand und die praktische Umsetzung um bisher nicht beachtete
Stoffe und Transformationsprodukte zu erweitern. Basierend auf den gewonnen Ergebnissen sollen allgemeine Erkenntnisse abgeleitet werden. Dafür werden die Entstehung
und das Verhalten der analysierten Transformationsprodukte im Labor (Wasserphase im Laborreaktor, Mesokosmos, Bodensäulen) sowie auf Ebene von Einzugsgebieten
untersucht und modelliert.
Der Lösungsansatz kombiniert experimentelle Untersuchungen und computerbasierte Modelle zur Bewertung der Umwelteigenschaften sowie des Umweltverhaltens in den Modellregionen.
Anhand von mehreren Beispielsubstanzen und zwei unterschiedlich geprägten Einzugsgebieten werden die Wirksamkeit von bestehenden und geplanten Bewirtschaftungsmaßnahmen
und -strategien bewertet und neue Konzepte zur Verbesserung einer einzugsgebietsweiten Wasserbewirtschaftung abgeleitet.