Meta-Image
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About Meta-Image

Die Ziele

Meta-Image setzt sich das Ziel, durch Bereitstellung einer virtuellen Forschungsumgebung für die Kunstgeschichte an den eingangs beschriebenen vier Problemstellen – fehlende auf das Detail zielende Bild-Diskurstechniken, unterkritische Quellenlage, vorschnelle Eindeutigkeit von Bildinterpretationen und Copyright-Beschränkungen – Fortschritte herbeizuführen. Dies soll geschehen

- erstens durch Einführung von HyperImage – einem derzeit entstehenden direkt auf Bildern arbeitenden Bild-Diskurs-Medium – in die kunsthistorische Forschung. Dadurch kann die noch immer vorherrschende diskursive Distanz zum Bild überwunden werden. Das System erlaubt einen flexiblen Umgang mit Bildern und ihren Details – wie Aby Warburg es auf Stecktafeln mit analogen Abbildungen tat – und fügt die dem Digitalen typischen leistungsfähigen Ordnungssysteme (Indexe und Suchtechniken), Verknüpfungen zu Textmaterial sowie die globale Publizierbarkeit über das WWW hinzu. Bilddetails werden miteinander verknüpf- und indexierbar, wie es im Digitalen bislang nur mit Texten möglich war.

- Zweitens durch Kopplung dieser Diskurstechnik mit dem Bilddatenbank-Verbund prometheus geht bereits den Weg der Integration und Zusammenführung kunsthistorischer Bildda-
tenbanken. prometheus wird damit aufgewertet und der Zustrom weiterer bislang vereinzelt arbeitender Bilddatenbanken zum Verbund befördert. Zusätzlich sollen Anstrengungen unternommen werden, in einem dritten Projektjahr auch weitere bedeutende kunsthistorische Repositorien wie das Bildarchiv Foto Marburg und den Census in das Projekt einzubinden. Meta-Image will dadurch einen entscheidenden Schritt in Richtung auf eine kritische Masse zugreifbarer Bilder tun: prometheus und die anderen kunsthistorischen Bilddatenbanken und Bilddatenbankverbünde sollen noch stärkeren Zulauf bekommen, weitere Bestände sollen dadurch hinzukommen,
die Masse an Bildmaterial soll "kritisch", d.h. produktiv, werden. Mit dem Erreichen der Ziele, die Meta-Image sich setzt, würde es zum ersten Mal eine virtuelle Forschungsumgebung geben, die
die Arbeit mit Diakästen, Ausschnittsvergößerungen, händische Markierung und Abbildung digital modelliert und auf die Stufe leistungsfähiger computerbasierter neuester Arbeitstechniken hebt.

- Drittens soll der Interpretationsoffenheit von Bildern Rechnung getragen werden, indem Diskursformen eingeführt werden, die Vielstimmigkeit und Anschlussfähigkeit von Analysen untereinander ermöglichen und fruchtbar machen. Bild-Diskurse, die mit Meta-Image geführt werden, schließen aneinander an bei den Stellen, wo das gleiche Material verwendet wird oder kunsthistorische Klassifikationssysteme begriffliche Berührungen anzeigen.

- Viertens wird der von prometheus – das verteilte digitale Bildarchiv für Forschung und Lehre eingeschlagene Weg verfolgt, der den angeschlossenen Institutionen den rechtlich abgesicherten Zugang zum Bildmaterial gewährt. Deshalb wird Meta-Image eine virtuelle Forschungsumgebung innerhalb von prometheus anbieten, die alle juristischen Probleme des Copyrights an Bildern umgeht. Innerhalb von prometheus dürfen Bilder zu Zwecken von Forschung und Lehre genutzt werden, auch in der speziellen detailorientierten Form, wie Meta-Image es anbieten will.

prometheus wird nach der Förderungslaufzeit Meta-Image als einen seiner Dienste weiterführen und nachhaltig sicherstellen.