Breaking Ad - Erfolgsrezepte für virale Videos

5. März 2015: Werbeexperten und Filmemacher diskutieren in Halle für Kunst

Viral. Vernetzt. Verbreitet. - unter diesem Motto trafen sich am Donnerstag, 5. März 2015, knapp 40 Interessierte aus den Branchen Filmproduktion, Werbung und Marketing in der Halle für Kunst, um ihr Wissen auszutauschen, voneinander zu lernen und neue Kontakte zu knüpfen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Vorträge der Referenten Daniel Könnecke und Djawid Hakimyar, die mit professioneller Lockerheit die Kernaspekte von viralem Videomarketing anhand von Video-Beispielen aufzeigten und diskutierten. Werbeexperte Daniel Könnecke präsentierte dem Publikum mit seinem Vortrag „Kaum Budget?! Na dann 'nen Viral“, in dem er mehrere erfolgreiche virale Videos zeigte, zum Auftakt der Veranstaltung das Paid-Owned-Earned-Modell sowie Strategien zur Mediaplanung. Eine seiner zentralen Thesen: Auch wenn virale Videos schnell produziert werden können, über das Internet und durch dessen User verbreitet oder im Amateurvideo-Stil gedreht werden, haben sie dennoch einen -teils sehr hohen- Preis. Allein für eine effektive Verbreitung, das so genannte Seeding, müssen Auftraggeber ein hohes Mediabudget einplanen – sofern sie ihr Video nicht selbst in Netzwerken streuen. Meist würden, so Könnecke, Seeding-Agenturen beauftragt.  Darauf aufbauend erläuterte der Viral-Video-Award-Gewinner Djawid Hakimyar wie der sogenannte Virus gezielt in Umlauf gebracht werden kann. Er stellte verschiedene Seeding-Strategien vor und ging näher darauf ein, was Menschen dazu bewegt, Videos zu teilen und in sozialen Medien zu verbreiten.     

Die Referenten waren sich einig, dass die Gemeinsamkeit der erfolgreichsten viralen Videos darin besteht die Zuschauer emotional anzusprechen. Davon konnten sich die Teilnehmer anhand der ausgewählten Videobeispiele selbst überzeugen. Die Videoclips brachten das Publikum nicht nur zum Lachen, sondern ließen sie auch erschaudern oder entlockten dem einen oder anderen eine Träne der Rührung.                                                                                                                                                                           

In einer anschließenden spannenden Diskussionsrunde der Referenten, die kenntnisreich und charmant von Betty Siegel, Dozentin für Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste in Berlin moderiert wurde, nutzte das Publikum die Gelegenheit Fragen  zu aktuellen Problemfeldern des viralen Videomarketings zu stellen.

Das Fazit des Abends: Virale Videos können, wenn sie sich klar auf ein Produkt oder eine Dienstleistung beziehen, nicht nur die Markenbekanntheit verbessern, sie bringen darüber hinaus Produzenten und Zuschauern jede Menge Spaß. Es kristallisierte sich allerdings heraus, dass virale Videos nicht zwangsläufig zum Erfolg führen.

Bei leckeren Wraps und erfrischenden Drinks hatten NachwuchskünstlerInnen die Möglichkeit, den Experten aus Film und Werbung ihre aktuellen Projekte zu präsentieren und konnten so Tipps von den Profis erhalten und wertvolle Kontakte knüpfen.

Nachbericht von

Mariela Castelo (Kulturwissenschaftsstudentin), Carolin Eberhardt (Kulturwissenschaftsstudentin), Sandra Nachstedt (BWL Studentin), PR und Marketing im studentischen Organisationsteam von Breaking Ad!