Ich glaub mein Schwein pfeift!

Beitrag von: campus.grün Lüneburg | gespeichert unter Konsum, Politik in Lüneburg | 2 Kommentare

Liebe Leute,

am 1. August findet in einer Lüneburger Kneipe die 2. Lüneburger Schnitzelmeisterschaft statt. Wir finden das doof und haben deshalb gegenüber den Veranstaltern und den lokalen Medien Stellung bezogen. Wir denken, dass möglichst viele Menschen ihre Meinung zur Schnitzelmeisterschaft kundtun sollten.

Schreibt den Veranstaltern im Gästebuch auf www.anno1900-lueneburg.de
Schreibt einen Leserbrief an die Landeszeitung: redaktion@landeszeitung.de

Es grüßen euch,
Anna, Jan, Johanna, Kristina, Matthias, Sebastian und Sebastian
von campus.grün Lüneburg

Unsere Stellungnahme:
Am 1. August findet in einer Lüneburger Gaststätte die 2. Lüneburger Schnitzelmeisterschaft statt. Ziel dabei ist es, möglichst schnell möglichst viel Fleisch zu essen. Das klingt lustig – und doch gibt es gute Gründe nicht an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Wo ist der Haken?
Auf vier Hektar Land kann man entweder eine Tonne Fleisch oder fünf bis zehn Tonnen Getreide, Hülsenfrüchte oder Gemüse erzeugen. Pro Kilo Schweineschnitzel werden 4800 Liter Wasser für die Produktion benötigt und es entstehen 3,5 kg klimaschädliche Gase. Für den Anbau von Sojabohnen als Tierfutter wird Regenwald abgeholzt, was den Klimawandel zusätzlich anheizt. Bei der Schnitzelmeisterschaft wird laut Veranstalter Fleisch aus Massentierhaltung verwendet. Die Tiere werden dabei oft qualvoll gehalten.
Die Menschheit verbraucht mehr Ressourcen, als die Erde auf Dauer zur Verfügung stellen kann: Die zur Herstellung aller Güter aktuell benötigte Fläche der Erde (ökologischer Fußabdruck) steigt ständig. Die Erde braucht schon heute 1,4 Jahre, um die Ressourcen, die die Menschheit innerhalb eines Jahres konsumiert, wiederherzustellen. Wenn also Fleisch unser Gemüse ist, macht die Erde das nicht mehr lange mit!
Wir leben in scheinbarem Überfluss und tun dabei Dinge, die nicht nachhaltig sind, weil wir so nicht über Generationen weitermachen können. Weltweit übertragbar ist dieser Lebensstil ohnehin nicht.
Dabei gibt es Alternativen zur Schnitzelmeisterschaft!
Warum nicht zum Genuss des Sonntagsbratens zurückkehren, wie es Bundespräsident Köhler jüngst vorgeschlagen hat? Oder doch lieber Helge Schneider folgen? Ein vegetarisches Picknick an der Ilmenau: „Tu ma lieber die Möhrchen, Mama!“


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