6/12 2013

Zwei Sitze für grüne Hochschulpolitik

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Nach vorläufigen Ergebnissen ziehen unsere beiden Kandidatinnen Alexa & Imke in das 9. Studierendenparlament ein. Wir danken allen unseren Wähler*innen für ihr Vertrauen. In Kürze informieren wir euch über unsere nächsten Vorhaben für eine grüne Leuphana.


2/12 2013

Grüne Transformation in Niedersachsen

Am Samstag, den 30.11.2013, nutzten einige Mitglieder von Campus.grün die Chance, am Transformationskongress des Niedersächsischen Landesverbands von Bündnis ‘90/Die Grünen teilzunehmen. Wir erlebten spannende Diskussionen zu den Themen Postwachstum, Automobilindustrie und Landwirtschaft. Als roter Faden durch die verschiedenen Veranstaltungen zog sich stets die Frage: Wie können wir unsere Zukunft so gestalten, dass alle Menschen ein Leben in Einklang miteinander, mit der Erde und einer stabilen Wirtschaft führen können? Dabei wurde z.B. diskutiert, ob die Automobilindustrie zukünftig ihre Produktionszahlen herunterfahren müsse oder ob alternative Nutzungskonzepte wie Car Sharing als Lösungsansatz ausreichen. Auch die Frage nach einer gerechten Landwirtschaft sowohl auf lokaler wie auch globaler Ebene wurde hitzig debattiert.

Wir Campus.grünler haben viel aus der Veranstaltung mitnehmen können und hoffen auf weitere Veranstaltungen dieser Art in Lüneburg – Hochburg der Grünen.

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26/11 2013

Stupa Wahl 2013

Beitrag von: Campusgrün | gespeichert unter Hochschulpolitik, Nachhaltige Hochschule | Kommentieren   |  tags: , , , , ,

Wir sind eine unabhängige, grün-alternative Hochschulgruppe, die sich dieses Jahr wieder neu zusammengefunden hat und nun zur Wahl des Studierendenparlaments antritt.
Zum Ziel haben wir die Förderung der politischen Bildung der Studierenden durch Schulungs-, Bildungs- und Informationsarbeit. Wir wollen ein offenes Forum für grüne und grün-alternative (Hochschul-)Politik bereitstellen und in der studentischen und akademischen Selbstverwaltung mitarbeiten. Gemeinsam wollen wir an der Gestaltung einer nachhaltigen Universität mitwirken.
Reden können viele – wir wollen handeln! Wir wollen uns für wirkliche Nachhaltigkeit im Studium einsetzen, statt den Überdruss, der vor allem innerhalb des Leuphana Semesters entsteht, weiter zu fördern.
Unter Nachhaltigkeit verstehen wir hierbei die soziale sowie die ökologische Nachhaltigkeit. Gemeinsam mit euch möchten wir uns für eine demokratische, offene und geschlechtergerechte Universität einsetzen. Wir sind Mitglied beim „Bundesverband grün-alternativer Hochschulgruppen – Campusgrün“. So wollen wir uns auch mit anderen Hochschulgruppen vernetzen und auf Bundesebene die Politik  als Vertretung der Gesellschaftsgruppe der Studierenden mitgestalten. Dort setzen wir uns für einkommensunabhängige Bildungschancen, mehr bezahlbaren Wohnraum, eine Öffnung der Masterstudiengänge und viele andere Themen ein.

Hier findet ihr:

Unser Wahlprogramm

Unsere Kandidat*innen


19/06 2011

Ein kleiner Schritt für eine Uni, aber ein großer Schritt für die Menschheit

Beitrag von: campus.grün Lüneburg | gespeichert unter Anti-Atom, Klima, Nachhaltige Hochschule | 1 Kommentar

Gemeinsam mit Allen, die sich in den vergangenen Jahren für eine nachhaltige Energieversorgung an der Uni Lüneburg eingesetzt haben, können wir heute einen großen Erfolg feiern: Am Donnerstag gab das Präsidium bekannt, dass alle Standorte der Uni ab Januar 2012 zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgt werden sollen! Den Zuschlag erhielt der Hamburger Ökostromlieferant LichtBlick AG. Die entsprechende Pressemitteilung gibt’s hier.

Für eine Umstellung auf Ökostrom hatten sich in den letzten Jahren insbesondere die Umweltkoordination sowie Teile der Professorenschaft im Rahmen des Konzepts zur klimaneutralen Universität eingesetzt. Namentlich seien hier vor allem Irmhild Brüggen, Prof. Dr. Stefan Schaltegger und Prof. Dr. Wolfgang Ruck genannt, denen wir an dieser Stelle für ihr jahrelanges Engagement in Sachen nachhaltiger Energieversorgung an der Uni herzlich danken möchten!
Aufgrund eines landesweiten Stromliefervertrages, der für alle Liegenschaften und Gebäude des Landes Niedersachsen galt, hatte die Universität bei der Wahl ihres Stromanbieters bisher jedoch kaum Handlungsspielräume.

Auch campus.grün Lüneburg forderte im Oktober 2009 zusammen mit dem NOA-Referat des AStA und dem Netzwerk Klimagerechte Hochschule die Hochschulleitung in einer Online-Petition noch einmal dazu auf, die Stromlieferverträge unter strengen ökologischen Kriterien neu auszuschreiben und zu einem Ökostromanbieter zu wechseln. Mit 637 Unterzeichnern konnten wir dem Präsidenten damals deutlich machen, wie wichtig das Thema nachhaltige Stromversorgung an unserer Uni ist, besonders auch unter den Studierenden. Bei der Übergabe der Unterschriften signalisierte Herr Spoun, dass die Hochschulleitung einer Ausschreibung für Ökostrom positiv gegenüberstehe.

Nun hat sie ihre Bereitschaft also in die Tat umgesetzt. Wir möchten der Hochschulleitung zu dieser wichtigen Entscheidung auf dem Weg zu einer nachhaltigen Hochschulen herzlich gratulieren! Sie reiht sich damit ein in eine wachsende Zahl von Universitäten, die sich ihrer gesellschaftlichen Vorbildfunktion im Bereich nachhaltiger Entwicklung bewusst werden und auch bei der Wahl ihres Stromanbieters Verantwortung für ihr Handeln übernehmen.

Where do we go from here?
Die Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen ist ein wichtiger Schritt, um die Stromversorgung ökologisch verträglicher zu gestalten. Um das langfristige Ziel einer klimaneutralen und nachhaltigen Universität zu erreichen, sind jedoch weitere Schritte nötig – an der Uni Lüneburg vor allem in Richtung Energieeinsparung und Energieeffizienz. Aus unserer Sicht sollte die gesamte Hochschulgemeinschaft dabei einbezogen werden. Möglichkeiten wie jede und jeder Einzelne an der Uni Energie sparen kann, sollten noch offensiver beworben werden. Ideenwettbewerbe für ökologische Verbesserungsvorschläge sollten ausgeschrieben werden. Auch Energiesparwettbewerbe und –patenschaften können den Stromverbrauch senken. Ein anderer Ansatz wird beispielsweise an britischen Unis vorangetrieben: sogenannte „personal pledges“, also Selbstverpflichtungserklärungen, motivieren Studierende und Mitarbeitende für mehr Engagement in Sachen Energiesparen und Umweltschutz. „EcoRepresentatives“ heißen freiweillige bzw. bezahlte engagierte Studierende an zwei weiteren britischen Unis. Sie sind BotschafterInnen für nachhaltiges Verhalten an ihrer Uni. Ihre Aufgabe ist es, das Umweltmanagement zu unterstützen. Solche Ideen sollten auch für Lüneburg diskutiert werden. Ohne uns Studierende wird das Ziel einer nachhaltigen Hochschule nicht erreicht werden.

Timo Eckhardt (ehemals NOA-Referat des AStA der Uni Lüneburg und Netzwerk Klimagerechte Hochschule) und Matthias Schröter (ehemals campus.grün Lüneburg)


12/02 2011

Sei kein Pac-Man!

Beitrag von: campus.grün Lüneburg | gespeichert unter Konsum, Nachhaltige Hochschule | 1 Kommentar

Täglich entstehen in Deutschland übermäßig viele Tonnen unnötigen to-go-Mülls. Im Jahr sind das durchschnittlich 80 Pappbecher pro Person, insgesamt  6.560.000.000 Stück (Quelle: Utopia). Dieser Müll betrifft uns alle. Besonders an unserer Universität, naturgemäß ein Ort mit hohem Kaffeebedarf, spielt der to-go-Müll eine Hauptrolle in den Mülleimern.

Ende Dezember 2010 widmete wir uns diesem Laster der Moderne. Drei Tage lang sammelten wir eifrig verwendete to-go-Becher, die von Gebäude 9 bis zur Bibliothek weggeworfen wurden. Unsere Ausbeute: Fast 900 Becher (!). Und das nur im Umkreis des Hörsaalganges.

An dem gesammelten Pappmaterial ließen wir uns anschließend künstlerisch aus. Aus dem Tonnenfutter wurde eine Müllskulptur. Ausgestellt im Hörsaalgang, versehen mit der Botschaft: Sei kein Pac-Man!

Statt also täglich ein Müllmonster zu produzieren, nimm dir für Kaffee oder Tee eine Tasse. Die gibt es sowohl im Cafe 9 als auch auf Nachfrage an der Mensakasse. Kostet zwar Pfand, aber im Cafe 9 spart ihr sogar 10 Cent im Vergleich zur Pappvariante.

Oder bringt euch einen Thermobecher mit. Darin bleibt das Heißgetränk sogar heiß. Ihr habt noch keinen ? Wir versuchen gerade entsprechende Becher zu besorgen, die auch unter die Kaffeemaschinen passen und dabei keine Unmengen kosten. Sobald wir da was haben, geben wir euch Bescheid.

Radio FFN findet das übrigens auch alles ganz super, was wir so machen und hat auch (nach dem Bericht zum mEATing-freien Donnerstag) gleich wieder einen Beitrag über unseren Pac-Man gemacht. Nachzuhören über einen Klick auf das FFN-Bildchen.

Wie viele to-go-Becher wirfst Du eigentlich jede Woche in den Müll?

Auf eine Keramiktasse musst Du Pfand zahlen, ist das zu aufwendig?

Der schicke Thermobecher steht auch bei Dir zu Hause im Schrank?

Täglich entstehen in Deutschland übermäßig viele Tonnen unnötigen to-go-Mülls. Im Jahr sind das durchschnittlich 80 Pappbecher pro Person, insgesamt 6.560.000.000 Stück (Quelle: Utopia). Dieser Müll betrifft uns alle. Besonders an unserer Universität, naturgemäß ein Ort mit hohem Kaffeebedarf, spielt der to-go-Müll eine Hauptrolle in den Mülleimern.

Ende Dezember 2010 widmete wir uns diesem Laster der Moderne. Drei Tage lang sammelten wir eifrig verwendete to-go-Becher, die von Gebäude 9 bis zur Bibliothek weggeworfen wurden. Unsere Ausbeute: Fast 900 Becher (!). Und das nur im Umkreis des Hörsaalganges.

An dem gesammelten Pappmaterial ließen wir uns anschließend künstlerisch aus. Aus dem Tonnenfutter wurde eine Müllskulptur. Ausgestellt im Hörsaalgang samt der Botschaft: Sei kein Pac-Man!

Statt also täglich ein Müllmonster zu produzieren, nimm dir für Kaffee oder Tee eine Tasse. Die gibt es sowohl im Cafe 9 als auch auf Nachfrage an der Mensakasse. Kostet zwar Pfand, aber im Cafe 9 spart ihr sogar 10 Cent im Vergleich zur Pappvariante bei jedem Koffeinumtrunk.

Oder bringt einen Thermobecher mit. Darin bleibt das Heißgetränk sogar heiß. Ihr habt noch keinen ? Wir versuchen gerade entsprechende Becher zu besorgen, die auch unter die Kaffeemaschinen passen und dabei keine Unmengen kosten. Sobald wir da was haben, geben wir euch Bescheid.


30/01 2011

Donnerstag ohne mEATing

Beitrag von: campus.grün Lüneburg | gespeichert unter Konsum, Nachhaltige Hochschule | 1 Kommentar

„Je weniger Fleisch jemand konsumiert, desto größer ist die Chance, dass er einem Wertesystem folgt, das für das Wohlergehen dieser Erde entscheidend ist.“  Jonathan Safran Foer servierte letztes Jahr mit seinem Buch „Tiere essen“  eine Portion Verantwortungsgefühl für den Esstisch. Und auch wir wollten eine Prise davon in die Mensa tragen.

Flüssiges für die Fleischlosen hieß es an den beiden vergangenen Donnerstagen. Einfach mal mEATing-frei. 1100 Studierende folgten dem Aufruf von campus.grün in Kooperation mit BINK und freuten sich über Voelkel-Saft und Bionade für lau. Viel Aufklärung mussten wir gar nicht betreiben. Kaum ein Mensagänger, der nach „dem Sinn“ unser Aktion fragte. Kein Wunder: Sind doch tierische Nahrungsmittel auf Grund von Dioxin, Dioxid (ihr wisst schon, die Klimagase) und artenfeindlicher Haltung in aller Munde. Unserer Meinung nach zu viel, wenn ihr das schlechte Wortspiel versteht (und verzeiht).

Was bleibt? Unsere Fleischabwrackprämie sollte anregen, den eigenen Speiseplan zu überdenken. Jeden Tag Geschlachetetes muss nicht sein. Oft ist es sogar nur der schnöde Trott, die einem zum Schwein, Rind oder Huhn treibt.

Die vegetarischen Gerichte in der Mensa schmecken aber zu fad? Dann sagt oder schreibt es den Küchenteams des Studentenwerks. Macht Druck. Nur so ist es damals auch zur Bio-Mensa gekommen. Wer dort sein vegetarisches Essen holt, hilft übrigens nicht nur dem Wohlergehen der Erde, sondern spart auch noch Zeit. Einfach mal die Warteschlangen in den Seminarpausen vergleichen.

Weniger und dafür besser muss das Motto sein. Auch und gerade am heimischen Herd. Bio ist nicht die Lösung allen irdischen Unheils. Aber gerade beim Fleisch sind die Qualitäts- und Geschmackunterschiede deutlich spürbar. Und dem Schwein muss nicht der Schwanz abgeschnitten werden, wie in den engen Massentierställen, wo sie “ihrem gelangweilten Artgenossen an eben jenem herumkauen”.

Einige Flaschen haben wir noch über. Ob es mit denen einen weiteren mEATing-freien Donnerstag gibt oder was wir damit anstellen, erfahrt ihr im nächsten Semester. Bis dahin: Geniest den Sonntagsbraten. Und unter der Woche vielleicht öfter mal ne Tofuschnitte oder Reisfrikadelle.

Achso, FFN, die vom Harz bis ans Meer, haben uns letzten Donnerstag auch zu Wort kommen lassen.  Zum Beitrag geht es über einen Klick auf den Button.


25/01 2011

Ohne Wurst, mit viel Durst

Beitrag von: campus.grün Lüneburg | gespeichert unter Allgemein, Konsum, Nachhaltige Hochschule | Kommentieren

Nicht nur auf Facebook erntetete unser mEAT-freier Mensatag many, many “I like’s”. Etwa 500 Voelkel-Flaschen wurden letzten Donnerstag an Frau und Mann gebracht. Was uns besonders freut: In einer Blitzumfrage gaben ein Viertel der Saftschlürfer an, auf Grund unserer Aktion auf Fleisch verzichtet zu haben. Und es geht weiter: Auch an diesem Donnerstag gibt es wieder eine flüssige Belohnung für alle Meatverweigerer. Statt Saft haben wir Brause. Bionade-Brause. Einfach wieder den Gutschein an der Mensakasse abholen und damit in den Hörsaalgang. In der Bio-Mensa gibt es Falafel an Masalasauce. Wenn das kein Anreiz ist! Anbei noch ein Bericht aus der LZ. Wir sehen uns am Donnerstag.


18/01 2011

No mEATing – freiwillig fleischfreier Donnerstag

Beitrag von: campus.grün Lüneburg | gespeichert unter Klima, Konsum, Nachhaltige Hochschule | 2 Kommentare

Vegetarische Balkanpfanne statt Kohlwurst heißt es am Donnerstag. Mit dem mEATing-freien Tag möchten campus.grün, die grüne Hochschulgruppe, und BINK (Bildungsinstitutionen und nachhaltiger Konsum) dazu anregen, den eigenen Fleischkonsum zu hinterfragen.

Rund 88 Kilogramm Fleisch und Wurst verzehrte jeder Deutsche 2009 durchschnittlich. Zu wenig wird dabei über die Folgen dieses Konsums nachgedacht: Rund ein Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen stammen aus der Landwirtschaft, dabei insbesondere aus der Tierhaltung und der Nahrungsproduktion für die Nutztiere. Hinzu kommen Tierquälerei in der Massentierhaltung sowie Skandale in der industriellen Lebensmittelindustrie wie jüngst die Dioxinverseuchung.

Campus.grün und BINK wollen mit dem mEATing-freien Donnerstag niemanden zwangsvegetarisieren. Viel mehr möchten wir dazu aufrufen, einmal zu überlegen, ob es denn jeden Tag das Schnitzel sein muss oder nicht auch mal das Kartoffel-Lauch-Gratin.

Um den Weg „Zurück zum Sonntagsbraten“ aktiv zu unterstützen, gibt es für jeden, der sich am Donnerstag für die fleischfreie Variante entscheidet, einen Gutschein für einen leckeren Voelkel-Saft, den ihr direkt im Hörsaalgang einlösen könnt. Seid dabei, wenn es am Donnerstag frei nach Brecht heißt: „Erst kommt die Moral und dann das Fressen.“


22/11 2010

“Uni, Nachhaltigkeit und du” jetzt auch online!

Beitrag von: Matthias Schröter | gespeichert unter Klima, Konsum, Nachhaltige Hochschule | 1 Kommentar

Der Leitfaden “Uni, Nachhaltigkeit und du” gibt Anregungen zum nachhaltigen Studieren an unserer Uni. Es geht unter anderem um Papierverbrauch, Energiesparen, Mobilität und Partizipation. Seit kurzem ist der Leitfaden, den die neuen Studierenden in den letzten Jahren zur Begrüßung in Papierform erhalten haben, auch in einer neuen Online-Version verfügbar.
Viel Spaß beim Lesen!


8/10 2010

Cem: “Wir brauchen alle!”

Beitrag von: campus.grün Lüneburg | gespeichert unter Allgemein, Hochschulpolitik, Nachhaltige Hochschule | 1 Kommentar

Nicht einmal für die Tasse Kaffee reichte die Zeit bei der Ankunft in Lüneburg. Einem Bundesvorsitzenden sind wahrlich nicht viele Ruhepausen vergönnt. Und doch fand Cem Özdemir vor seiner Rede bei der Eröffnung der diesjährigen Startwoche ein paar Minuten für campus.grün.

Cem mit campus.grün

Gestern Abend saß er noch bei Plasberg, heute Morgen ging es dann nach Lüneburg. Das Koffein hätte der ein wenig übermüdete Cem also gut gebrauchen können. Doch zwischen Ankunft in Lüneburg und seiner Rede in der St. Johannis-Kirche blieben keine 20 Minuten, um den Vorsitzenden der Grünen etwas aus studentischer Sicht über die Uni zu erzählen. Gemeinsam mit AStA-Sprecher Mathias und der Stupa-Vorsitzenden Anna wurden also im Schnelldurchlauf ein paar Punkte angesprochen, die nicht in den Prospekten auftauchen, die Cem von Vizekanzler Keller in die Hand gedrückt bekam. Etwa unseren Wunsch, Zusatzqualifikationen wie Ehrenamt nicht nur bei der  Bachelor- sondern auch bei der Master-Bewerbung zu berücksichtigen. Außerdem machten wir Cem darauf aufmerksam, dass unsere der Nachhaltigkeit verschriebenen Uni immer noch keinen Öko-Strom bezieht. Dann erschien auch schon wieder Holm Keller, um Cem pünktlich in die Kirche zu bringen. Noch schnell ein Erinnerungsfoto und schon war er wieder weg.

Mit seiner Rede wusste Cem die 1300 Erstis zu unterhalten. Auch wenn er es zu Beginn bedauerte, nicht einen solch brillanten Auftritt wie Ali G. 2004 in Harvard abliefern zu können, so gelang es dem Grünen-Vorsitzenden doch, mit Sprüchen von Monty Python und den Marx Brothers, die Frischlinge zu erheitern.

Cem Özdemir spricht vor den Erstis

Er erinnerte sie zugleich daran, welch „wunderbares Privileg“ das Studium ist. Ein Privileg, das keines sein darf: „Herkunft darf in Zukunft nicht mehr entscheiden, wer den Weg an die Universität geht“, forderte Cem. „Wir brauchen alle.“  Neben Lob für das nachhaltige Leitbild der Uni und den Aufbau des Leuphana-Bachelors samt Komplementärstudium, versäumte er es nicht, ein paar kritische Töne einzustreuen. Hatten wir ob der Kürze unseres Gesprächs etwas Sorge, unsere Punkte würden kein Gehör finden, so bewies Cem in seiner Rede, dass unser Treffen nicht nur dem freundlichen Händeschütteln diente. Denn tatsächlich sprach er unsere Kritik an der Master-Bewerbung an und tadelte die Leuphana auch für ihren Bezug von uranstrahlendem eon-Kohlestrom. Dafür gab es sogar Applaus von den ansonsten etwas träge dreinblickenden Erstis. Eine Empfehlung für einen Anbieter hatte Cem mit den Stromrebellen aus Schönau auch gleich parat.

Es war eine unaufgeregte und entgegen der Befürchtung einiger keine von Parteipolitik zersetzte Rede. Sein Koffein bekam Cem übrigens doch noch. Als kleines Geschenk gab es nämlich ’ne Bio-Cola von uns.