25/11 2014

Wahlprogramm 2014

Beitrag von: Campusgrün | gespeichert unter Allgemein, Bildung, Hochschulpolitik, Nachhaltige Hochschule | Kommentieren

 

Wir sind eine unabhängige, grün-alternative Hochschulgruppe, die zur Wahl des Studierendenparlaments antritt. Zum Ziel haben wir die Förderung der politischen Bildung der Studierenden durch Schulungs-, Bildungs- und Informationsarbeit. Wir wollen ein offenes Forum für grüne und grün-alternative (Hochschul-)Politik bereitstellen und in der studentischen und akademischen Selbstverwaltung mitarbeiten. Gemeinsam wollen wir an der Gestaltung einer nachhaltigen Universität mitwirken.

Reden können viele – wir wollen handeln!

Im Folgenden findet ihr unser Wahlprogramm, welches sich in die drei Punkte Leuphana, Über die Leuphana hinaus und Allgemeine Grundsätze aufteilt.

Leuphana
Stärkere Tauschkultur
Zur Förderung der Nachhaltigkeit durch Suffizienz an unserer Hochschule engagieren wir uns für eine stärkere Tauschkultur.
Warum muss es immer das Neuste sein? Viele Dinge erfüllen auch gebraucht ihren Zweck. Auf der Hochschulebene umfasst dies z.B. Skripte, die jedes Jahr gleich sind oder Kittel, die nur für wenige Semester gebraucht werden. Wir fordern daher einen verstärkten Austausch dieser!
Auch darüber hinaus sollte ein Bewusstsein dafür geschaffen werden. Wir stehen deshalb auch für eine stärkere Bekanntmachung und Verbesserung der Zwiebel, des Umsonstladens in der Uni.

Mensa
Wir sind der Meinung, dass die Mensa beim Einkauf ihrer Zutaten ein größeres Augenmerk auf saisonale, regionale und artgerecht produzierte Lebensmittel legen sollte. Alle verkauften Speisen in der Bio-Mensa sollten auch tatsächlich biologisch angebaut worden sein (Salatbar). Herkunft und Inhaltsstoffe gilt es unserer Meinung nach z.B. in Form eines Aushangs ausführlich kenntlich zu machen. Wir setzen uns für eine weitere Bewerbung der Vorteile der Bio-Mensa gegenüber der konventionellen ein und fordern eine vollwertige vegane Mahlzeit an jedem Tag der Woche sowie in der vorlesungsfreien Zeit! Nicht umgehbare Lebensmittelreste sollten nicht im Müll landen, sondern anderen zu Gute kommen (z.B. Tafel).

Startwoche
Es ist uns ein Anliegen, die Startwoche sinnvoller und studierendenfreundlicher zu gestalten und die Studierenden bei der Planung mit einzubeziehen. Die Startwoche sollte Raum für das Kennenlernen der Uni und der Stadt bieten, sowie über die verschiedenen Internetplattformen (mystudy, moodle, qis) informieren. Auch die Einbindung eines ersten Projekts halten wir für sinnvoll, allerdings nicht unter Zeit- und Konkurrenzdruck, da dies weder die Kreativität, noch eine gute Stimmung fördert.
Wir fordern eine Startwoche für neue Studierende und nicht als Prestige-Projekt für die Uni! (Daher unterstützen wir die Forderungen und das Positionspapier einiger Erstsemester.)

Gleichberechtigung der Geschlechter
Gleichberechtigung sollte in der Universität stärker umgesetzt werden. Dazu gehört es, dass mehr Professorinnen berufen werden, in Fragebögen nicht nur die Optionen “weiblich”/”männlich” angekreuzt werden können und Sexismus in jeglicher Form entgegengetreten wird.
Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist zwar formal in den Richtlinien der Universität verankert, doch an der praktischen Umsetzung fehlt es oft. Wir fordern eine weitere Sensibilisierung für das Thema, z.B. durch Aktionen wie “gesellschaft.macht.geschlecht.” Gremien sollten nach Möglichkeit nach Geschlechtern ausgeglichen besetzt sein und der Weg für Frauen in die Wissenschaft leichter werden.

Umbenennung Studentenwerk
Im Sinne der Gleichberechtigung fordern wir eine Umbenennung des Studentenwerks in “Studierendenwerk”. Im Wort “Studenten” sind für uns nur Männer enthalten; mit dem Wort “Studierende” ist jedes Geschlecht eingeschlossen. Deshalb fordern wir diese Umbenennung- deutschlandweit.

Selbstbestimmung im Studium
Wir unterstützen ein selbstbestimmteres Studium und sprechen uns gegen die Anwesenheitspflicht aus. Wir befürworten eine Aufzeichnung von Vorlesungen als Podcasts, die anschließend online z.B. über mystudy zugänglich sind. Des Weiteren wünschen wir uns eine flexiblere Modulwahl. Es muss von Anfang an klar gemacht werden, dass der Regelstudienplan nur ein Vorschlag ist und sich eine Nichteinhaltung nicht negativ auf den Studienerfolg auswirkt. Außerdem muss bekannt werden, dass die Regelstudienzeit nicht das oberste Ziel sein muss.

Studentische Selbstverwaltung
Wir fordern mehr Raum für studentische Selbstverwaltung und kulturellen Austausch. Einerseits muss der Raum physisch zur Verfügung gestellt werden, so dass alle Initiativen Platz auf dem Campus haben können. Andererseits muss das geleistete Engagement, das fast ausnahmslos gemeinnützig orientiert ist, gewürdigt werden und Platz zur Darstellung finden!

Viertelparität in akademischen Gremien
Bürger_innen sind erst dann mündig, wenn Lebensbereiche demokratisch organisiert sind. Schulen, Universitäten und andere öffentliche Einrichtungen müssen deswegen demokratische Verwaltungs- und Entscheidungsstrukturen besitzen. Für universitäre Einrichtungen heißt das konkret, dass die Mitbestimmung der Studierenden durch eine Viertelparität in Gremien wie dem Senat sichergestellt werden muss, also die gleichmäßige Aufteilung der Sitze auf die vier universitären Gruppen (Professor_innen, Studierende, wissenschaftliche Mitarbeiter_innen und technisch-administrative Mitarbeiter_innen). Durch eine Stimmenmehrheit der Professor_innen, welche momentan das Meinungsbild dominiert, ist eine demokratische Mitbestimmung der drei anderen Gruppen nicht mehr möglich. Jede der Gruppen hat das Recht, mitzubestimmen. Deswegen muss auch jede der Gruppen ein Viertel der Stimmen haben.

Markt der Möglichkeiten
Unserer Meinung nach sollte der Markt der Möglichkeiten an mehreren Terminen angeboten werden, um so allen Interessierten die Möglichkeit zu geben, sich ausführlich zu informieren.

Studentischer Wohnraum
Wir wollen die Wohnungssituation der Studierenden verbessern, indem Initiativen wie z.B. Zukunfts(t)räume vermehrt beworben werden. Außerdem wollen wir uns dafür einsetzen, dass Wohnen bezahlbar bleibt!

Zentralgebäude
Wir fordern die Offenlegung aller Unterlagen und allen voran der Finanzierung. Weiterhin müssen im Gebäude Räume für Studierende zur freien Verfügung gestellt werden. Die Uni gehört zu einem Großteil den Studis! Dabei setzen wir uns für einen transparenten Dialog ein, denn nur mit einer offenen Kommunikationskultur kann gesichert sein, dass die besten Entscheidungen getroffen werden.

Geld sauber anlegen
Auch im Finanzsektor gibt es für jede_n die Möglichkeit nachhaltig zu handeln. Die GLS-Bank beispielsweise legt das Geld ihrer Kund_innen nachhaltig und nach Kund_inneninteresse an. Um einen größeren Anreiz für Studierende zu schaffen, dahin zu wechseln, machen wir uns dafür stark, dass es einen Geldautomaten dieser Bank auf dem Campus gibt. Weiterhin wollen wir ausloten, wie ein Wechsel der Universität zu der GLS-Bank umzusetzen ist und diesen dann vorantreiben.

Guter und nachhaltiger Verkehr
In Lüneburg fährt es sich in der Regel am Besten mit dem Fahrrad. Daher wollen wir uns für dieses Verkehrsmittel stark machen und fordern mehr StadtRAD-Stationen, einen besseren Ausbau der Wegenetze und die Überdachung der Fahrradständer auf dem Campus. Neben dem Fahrrad sind auch die öffentlichen Verkehrsmittel eine nachhaltige Möglichkeit, sich fortzubewegen. Abends müssen mehr Busse fahren oder alternativ die Fahrt mit Anruf-Sammel-Mobilen für junge Menschen günstiger gestaltet sein und mehr beworben werden.
Die von unserem Präsidenten angekündigte Errichtung von Autoschranken am Campus befürworten wir, werden die Umsetzung kritisch begleiten und Transparenz einfordern. Langfristig setzen wir uns für einen autofreien Campus ein.
Auch die Fahrt zur Uni sollte mit einem nachhaltigen Transportmittel erfolgen.

Mülltrennung
Wir setzen uns für eine Trennung von Papier-, Rest-, Plastik- und Glasmüll auf dem gesamten Campus ein, da Mülltrennung ein guter und wichtiger Schritt für eine nachhaltige Uni ist. Dafür müssen ausreichend Müllstationen eingerichtet werden, die jeweils alle vier Behälter haben. Außerdem soll es sichtbare, separate Kisten für die Sammlung von Pfandflaschen geben.

Café 9
Das Café 9 (bzw. ein anderer Anbieter an dessen Stelle) muss nachhaltiger gestaltet werden. Wir möchten eine größere Auswahl an fair gehandelten und ökologischen Produkten erzielen, sowie die Einschränkung des Gebrauchs von Einweg-Geschirr. Auch müssen die Preise auf die Möglichkeiten der Studierenden abgestimmt werden. Vor allem die in großer Zahl benutzen Pappbecher müssen weniger werden, denn sie sind ökologisch absolut nicht vertretbar.

Über die Leuphana hinaus

Numerus clausus abschaffen – Aufnahmeverfahren ändern
Die momentane Regelung des numerus clausus richtet sich nicht nach den Anforderungen der Studiengänge. Unserer Meinung nach sollten soziales Engagement, Studienmotivation und vorherige Ausbildungen miteinberechnet werden, da Abiturschnitte vergleichsweise wenig aussagen durch Unterschiede zwischen Bundesländern, Lehrer_innen und Schulen. Dieses Konzept wird an der Leuphana bereits eingesetzt, sollte langfristig jedoch auch auf Landesebene durchgesetzt werden.

BAföG verbessern
Um ein selbstbestimmtes Studium möglich zu machen, fordern wir eine längere Zahlung des BAföG-Satzes. Außerdem sollte das BAföG auch bei Studiengangswechseln weiter gezahlt werden.
Abschaffung der Langzeitstudiengebühren
Wir fordern, dass niemand Studiengebühren zahlen muss, egal wie lange sie oder er studiert. Nur so ist garantiert, dass jede Person unabhängig vom Einkommen der Eltern und von Lebensumständen so lange studieren kann, wie sie möchte. Wir finden es hinderlich, einen künstlichen Druck im Studium durch Gebühren zu erzeugen.

Öffnung der Masterstudiengänge
Jede_r Studierende, die_der ein Bachelorstudium erfolgreich abgeschlossen hat, sollte das Recht auf einen Masterplatz haben. Eine pauschalisierte Vorgabe zur Zulassung zu einem Masterstudium wie die Mindestabschlussnote von 2,5 im Bachelor lehnen wir ab. Die Sinnhaftigkeit des politischen Hintergrunds, Studierende so zu einem direkten Einstieg in ein Berufsleben zu bewegen, ist anzuzweifeln, und nimmt Studierenden die Freiheit selbst über ihre eigene berufliche Zukunft zu bestimmen. Stattdessen müssen hierfür die Rahmenbedingungen zu einem erfolgreichen Berufsanfang ohne Masterabschluss verbessert werden. Folglich sollte die Anzahl der Masterplätze an niedersächsischen und bundesdeutschen Universitäten ausgebaut werden.

Kooperationsverbot abschaffen
Das Kooperationsverbot untersagt eine Finanzierung der Hochschulen durch den Bund. Um aber auch in Zukunft ein vielfältiges Studienangebot mit guter Lehre gewährleisten zu können, fordern wir, das Kooperationsverbot abzuschaffen!

Zivilklausel
Universitäten stehen in der Verantwortung, zu Lösungen von gesellschaftlichen Problemen beizutragen. Forschung an Universitäten darf nicht zu Rüstungszwecken genutzt werden, da diese gesellschaftliche Probleme fördern und sie nicht lösen. Wir fordern daher eine Wiederaufnahme der Zivilklausel in das Niedersächsische Hochschulgesetz.

Allgemeine Grundsätze

Gleichstellung und Gleichberechtigung

Alle Personen, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Herkunft, ihrer Religion und etwaigen körperlichen Beeinträchtigungen sollen die gleichen Rechte und Möglichkeiten innerhalb unserer Gesellschaft haben.

Dies ist leider auch heute noch nicht der Regelfall. Dagegen wehren wir uns entschieden und sehen uns in der Pflicht, diese Ungerechtigkeit aufzuheben. Als Initiative pflegen wir deshalb eine offene Atmosphäre und fördern Gleichstellung, z.B. durch Quoten.

Gleichzeitig sollte jeder Mensch das Recht haben, sich nicht an bestehende Rollenbilder anzupassen, sondern als Individuum sein eigenes selbstbestimmtes Leben zu führen.

Niemand darf aufgrund von Sexualität oder Gender(un)zugehörigkeit diskriminiert werden. Wir wollen Vorbild für eine offene Gesellschaft sein und setzen uns gegen Homophobie und jede andere Art von Diskriminierung ein.

Nachhaltiger und bewusster Konsum
Um eine Generationengerechtigkeit sicherzustellen, müssen wir als Gesellschaft unseren Konsum reduzieren und die Gesetzmäßigkeiten des alltäglichen Konsumierens an zukünftige Bedürfnisse anpassen. Dafür ist es elementar, in der Bevölkerung ein Bewusstsein für die Relevanz dieses Themas zu schaffen und die Realisierbarkeit aufzuzeigen. In diesem Zusammenhang sollen Produktalternativen aufgezeigt und beworben werden.

Umweltschutz & Tierrechte
Obwohl das Thema Umweltschutz heutzutage allgegenwärtig ist, kann noch weit mehr unternommen werden, um einen ökologisch verantwortungsvollen Umgang mit der Erde sicherzustellen. Dazu gehört für uns nicht nur die Bekämpfung offensichtlicher Missstände, wie steigende Treibhausgasemissionen, Ausbeutung fossiler Brennstoffe und Artensterben, sondern auch ein nachhaltiger Umgang mit Mensch, Tier und Erde im Privaten. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass Tiere nicht mehr als “Sachen” betrachtet, sondern als Lebewesen respektiert werden und entsprechende Rechte erhalten.

Bildung
Deutschland als demokratisches, industrialisiertes Land besitzt nur eine einzige große, dafür umso wichtigere Ressource: Bildung. Damit verbunden sind: Wissen, Kreativität, Erfindungsreichtum. Ohne gebildete Bürger_innen kann unser Staat nicht funktionieren. Wir fordern deshalb eine bessere Bildung für alle! Bildung muss ein politischer Schwerpunkt sein. Weiterhin darf eine universitäre Ausbildung nicht vom Einkommen oder den elterlichen Abschlüssen, dem Geburtsort oder anderen Faktoren abhängen. Bildung muss jeder Person zugänglich sein.

Bürgerrechte und Datenschutz
In einer Demokratie ist es von elementarer Bedeutung, dass Bürger_innen frei leben und ihre Privatsphäre unter strengem Schutz steht. Soziale Netzwerke wie Facebook oder Instant-Messaging Programme wie Whatsapp stellen durch die massenhafte Datenspeicherung einen großen Einschnitt dar, können aber keinesfalls als Begründung herhalten, weshalb das Recht auf Datenschutz zum Beispiel auf staatlicher Ebene nicht mehr beachtet werden muss. Das großflächige Ausspionieren der eigenen oder fremder Bürger_innen ist niemals zu rechtfertigen. Jede_r einzelne_r Bürger_in sollte ihr_sein Recht vehement einfordern. Wir wollen das Bewusstsein der Universitätsgemeinschaft schärfen und so eine Gesellschaft unterstützen, die ein ausgeprägtes Rechts- und in dem Zusammenhang Datenbewusstsein innehat.

Antifaschismus
Auch heutzutage gibt es Menschen, die rassistisches Gedankengut in unserer Gesellschaft verbreiten. Dabei sind offen rassistische Äußerungen und Handlungen genauso verwerflich wie subtiler Alltagsrassismus. Wir stellen uns klar gegen nationalsozialistische Gruppierungen und unterstützen antifaschistische Aktionen und Bewegungen.

Universität im Austausch mit der Gesellschaft
Um die Leistungen und Ideen unserer Studierenden nicht nur in Universitätskreisen zu präsentieren, setzen wir uns für die Verbreitung studentischer Kultur in öffentlichen Räumen ein. Wir möchten eine offene Universität, die keine isolierten elitären Kreise bildet, sondern Raum für Ideen und gemeinsame Projekte bietet.

 


6/12 2013

Zwei Sitze für grüne Hochschulpolitik

Beitrag von: Campusgrün | gespeichert unter Hochschulpolitik, Nachhaltige Hochschule | Kommentieren   |  tags: , , , ,

 

Nach vorläufigen Ergebnissen ziehen unsere beiden Kandidatinnen Alexa & Imke in das 9. Studierendenparlament ein. Wir danken allen unseren Wähler*innen für ihr Vertrauen. In Kürze informieren wir euch über unsere nächsten Vorhaben für eine grüne Leuphana.


2/12 2013

Grüne Transformation in Niedersachsen

Am Samstag, den 30.11.2013, nutzten einige Mitglieder von Campus.grün die Chance, am Transformationskongress des Niedersächsischen Landesverbands von Bündnis ‘90/Die Grünen teilzunehmen. Wir erlebten spannende Diskussionen zu den Themen Postwachstum, Automobilindustrie und Landwirtschaft. Als roter Faden durch die verschiedenen Veranstaltungen zog sich stets die Frage: Wie können wir unsere Zukunft so gestalten, dass alle Menschen ein Leben in Einklang miteinander, mit der Erde und einer stabilen Wirtschaft führen können? Dabei wurde z.B. diskutiert, ob die Automobilindustrie zukünftig ihre Produktionszahlen herunterfahren müsse oder ob alternative Nutzungskonzepte wie Car Sharing als Lösungsansatz ausreichen. Auch die Frage nach einer gerechten Landwirtschaft sowohl auf lokaler wie auch globaler Ebene wurde hitzig debattiert.

Wir Campus.grünler haben viel aus der Veranstaltung mitnehmen können und hoffen auf weitere Veranstaltungen dieser Art in Lüneburg – Hochburg der Grünen.

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26/11 2013

Stupa Wahl 2013

Beitrag von: Campusgrün | gespeichert unter Hochschulpolitik, Nachhaltige Hochschule | Kommentieren   |  tags: , , , , ,

Wir sind eine unabhängige, grün-alternative Hochschulgruppe, die sich dieses Jahr wieder neu zusammengefunden hat und nun zur Wahl des Studierendenparlaments antritt.
Zum Ziel haben wir die Förderung der politischen Bildung der Studierenden durch Schulungs-, Bildungs- und Informationsarbeit. Wir wollen ein offenes Forum für grüne und grün-alternative (Hochschul-)Politik bereitstellen und in der studentischen und akademischen Selbstverwaltung mitarbeiten. Gemeinsam wollen wir an der Gestaltung einer nachhaltigen Universität mitwirken.
Reden können viele – wir wollen handeln! Wir wollen uns für wirkliche Nachhaltigkeit im Studium einsetzen, statt den Überdruss, der vor allem innerhalb des Leuphana Semesters entsteht, weiter zu fördern.
Unter Nachhaltigkeit verstehen wir hierbei die soziale sowie die ökologische Nachhaltigkeit. Gemeinsam mit euch möchten wir uns für eine demokratische, offene und geschlechtergerechte Universität einsetzen. Wir sind Mitglied beim „Bundesverband grün-alternativer Hochschulgruppen – Campusgrün“. So wollen wir uns auch mit anderen Hochschulgruppen vernetzen und auf Bundesebene die Politik  als Vertretung der Gesellschaftsgruppe der Studierenden mitgestalten. Dort setzen wir uns für einkommensunabhängige Bildungschancen, mehr bezahlbaren Wohnraum, eine Öffnung der Masterstudiengänge und viele andere Themen ein.

Hier findet ihr:

Unser Wahlprogramm

Unsere Kandidat*innen


19/06 2011

Ein kleiner Schritt für eine Uni, aber ein großer Schritt für die Menschheit

Beitrag von: campus.grün Lüneburg | gespeichert unter Anti-Atom, Klima, Nachhaltige Hochschule | 1 Kommentar

Gemeinsam mit Allen, die sich in den vergangenen Jahren für eine nachhaltige Energieversorgung an der Uni Lüneburg eingesetzt haben, können wir heute einen großen Erfolg feiern: Am Donnerstag gab das Präsidium bekannt, dass alle Standorte der Uni ab Januar 2012 zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgt werden sollen! Den Zuschlag erhielt der Hamburger Ökostromlieferant LichtBlick AG. Die entsprechende Pressemitteilung gibt’s hier.

Für eine Umstellung auf Ökostrom hatten sich in den letzten Jahren insbesondere die Umweltkoordination sowie Teile der Professorenschaft im Rahmen des Konzepts zur klimaneutralen Universität eingesetzt. Namentlich seien hier vor allem Irmhild Brüggen, Prof. Dr. Stefan Schaltegger und Prof. Dr. Wolfgang Ruck genannt, denen wir an dieser Stelle für ihr jahrelanges Engagement in Sachen nachhaltiger Energieversorgung an der Uni herzlich danken möchten!
Aufgrund eines landesweiten Stromliefervertrages, der für alle Liegenschaften und Gebäude des Landes Niedersachsen galt, hatte die Universität bei der Wahl ihres Stromanbieters bisher jedoch kaum Handlungsspielräume.

Auch campus.grün Lüneburg forderte im Oktober 2009 zusammen mit dem NOA-Referat des AStA und dem Netzwerk Klimagerechte Hochschule die Hochschulleitung in einer Online-Petition noch einmal dazu auf, die Stromlieferverträge unter strengen ökologischen Kriterien neu auszuschreiben und zu einem Ökostromanbieter zu wechseln. Mit 637 Unterzeichnern konnten wir dem Präsidenten damals deutlich machen, wie wichtig das Thema nachhaltige Stromversorgung an unserer Uni ist, besonders auch unter den Studierenden. Bei der Übergabe der Unterschriften signalisierte Herr Spoun, dass die Hochschulleitung einer Ausschreibung für Ökostrom positiv gegenüberstehe.

Nun hat sie ihre Bereitschaft also in die Tat umgesetzt. Wir möchten der Hochschulleitung zu dieser wichtigen Entscheidung auf dem Weg zu einer nachhaltigen Hochschulen herzlich gratulieren! Sie reiht sich damit ein in eine wachsende Zahl von Universitäten, die sich ihrer gesellschaftlichen Vorbildfunktion im Bereich nachhaltiger Entwicklung bewusst werden und auch bei der Wahl ihres Stromanbieters Verantwortung für ihr Handeln übernehmen.

Where do we go from here?
Die Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen ist ein wichtiger Schritt, um die Stromversorgung ökologisch verträglicher zu gestalten. Um das langfristige Ziel einer klimaneutralen und nachhaltigen Universität zu erreichen, sind jedoch weitere Schritte nötig – an der Uni Lüneburg vor allem in Richtung Energieeinsparung und Energieeffizienz. Aus unserer Sicht sollte die gesamte Hochschulgemeinschaft dabei einbezogen werden. Möglichkeiten wie jede und jeder Einzelne an der Uni Energie sparen kann, sollten noch offensiver beworben werden. Ideenwettbewerbe für ökologische Verbesserungsvorschläge sollten ausgeschrieben werden. Auch Energiesparwettbewerbe und –patenschaften können den Stromverbrauch senken. Ein anderer Ansatz wird beispielsweise an britischen Unis vorangetrieben: sogenannte „personal pledges“, also Selbstverpflichtungserklärungen, motivieren Studierende und Mitarbeitende für mehr Engagement in Sachen Energiesparen und Umweltschutz. „EcoRepresentatives“ heißen freiweillige bzw. bezahlte engagierte Studierende an zwei weiteren britischen Unis. Sie sind BotschafterInnen für nachhaltiges Verhalten an ihrer Uni. Ihre Aufgabe ist es, das Umweltmanagement zu unterstützen. Solche Ideen sollten auch für Lüneburg diskutiert werden. Ohne uns Studierende wird das Ziel einer nachhaltigen Hochschule nicht erreicht werden.

Timo Eckhardt (ehemals NOA-Referat des AStA der Uni Lüneburg und Netzwerk Klimagerechte Hochschule) und Matthias Schröter (ehemals campus.grün Lüneburg)


12/02 2011

Sei kein Pac-Man!

Beitrag von: campus.grün Lüneburg | gespeichert unter Konsum, Nachhaltige Hochschule | 1 Kommentar

Täglich entstehen in Deutschland übermäßig viele Tonnen unnötigen to-go-Mülls. Im Jahr sind das durchschnittlich 80 Pappbecher pro Person, insgesamt  6.560.000.000 Stück (Quelle: Utopia). Dieser Müll betrifft uns alle. Besonders an unserer Universität, naturgemäß ein Ort mit hohem Kaffeebedarf, spielt der to-go-Müll eine Hauptrolle in den Mülleimern.

Ende Dezember 2010 widmete wir uns diesem Laster der Moderne. Drei Tage lang sammelten wir eifrig verwendete to-go-Becher, die von Gebäude 9 bis zur Bibliothek weggeworfen wurden. Unsere Ausbeute: Fast 900 Becher (!). Und das nur im Umkreis des Hörsaalganges.

An dem gesammelten Pappmaterial ließen wir uns anschließend künstlerisch aus. Aus dem Tonnenfutter wurde eine Müllskulptur. Ausgestellt im Hörsaalgang, versehen mit der Botschaft: Sei kein Pac-Man!

Statt also täglich ein Müllmonster zu produzieren, nimm dir für Kaffee oder Tee eine Tasse. Die gibt es sowohl im Cafe 9 als auch auf Nachfrage an der Mensakasse. Kostet zwar Pfand, aber im Cafe 9 spart ihr sogar 10 Cent im Vergleich zur Pappvariante.

Oder bringt euch einen Thermobecher mit. Darin bleibt das Heißgetränk sogar heiß. Ihr habt noch keinen ? Wir versuchen gerade entsprechende Becher zu besorgen, die auch unter die Kaffeemaschinen passen und dabei keine Unmengen kosten. Sobald wir da was haben, geben wir euch Bescheid.

Radio FFN findet das übrigens auch alles ganz super, was wir so machen und hat auch (nach dem Bericht zum mEATing-freien Donnerstag) gleich wieder einen Beitrag über unseren Pac-Man gemacht. Nachzuhören über einen Klick auf das FFN-Bildchen.

Wie viele to-go-Becher wirfst Du eigentlich jede Woche in den Müll?

Auf eine Keramiktasse musst Du Pfand zahlen, ist das zu aufwendig?

Der schicke Thermobecher steht auch bei Dir zu Hause im Schrank?

Täglich entstehen in Deutschland übermäßig viele Tonnen unnötigen to-go-Mülls. Im Jahr sind das durchschnittlich 80 Pappbecher pro Person, insgesamt 6.560.000.000 Stück (Quelle: Utopia). Dieser Müll betrifft uns alle. Besonders an unserer Universität, naturgemäß ein Ort mit hohem Kaffeebedarf, spielt der to-go-Müll eine Hauptrolle in den Mülleimern.

Ende Dezember 2010 widmete wir uns diesem Laster der Moderne. Drei Tage lang sammelten wir eifrig verwendete to-go-Becher, die von Gebäude 9 bis zur Bibliothek weggeworfen wurden. Unsere Ausbeute: Fast 900 Becher (!). Und das nur im Umkreis des Hörsaalganges.

An dem gesammelten Pappmaterial ließen wir uns anschließend künstlerisch aus. Aus dem Tonnenfutter wurde eine Müllskulptur. Ausgestellt im Hörsaalgang samt der Botschaft: Sei kein Pac-Man!

Statt also täglich ein Müllmonster zu produzieren, nimm dir für Kaffee oder Tee eine Tasse. Die gibt es sowohl im Cafe 9 als auch auf Nachfrage an der Mensakasse. Kostet zwar Pfand, aber im Cafe 9 spart ihr sogar 10 Cent im Vergleich zur Pappvariante bei jedem Koffeinumtrunk.

Oder bringt einen Thermobecher mit. Darin bleibt das Heißgetränk sogar heiß. Ihr habt noch keinen ? Wir versuchen gerade entsprechende Becher zu besorgen, die auch unter die Kaffeemaschinen passen und dabei keine Unmengen kosten. Sobald wir da was haben, geben wir euch Bescheid.


30/01 2011

Donnerstag ohne mEATing

Beitrag von: campus.grün Lüneburg | gespeichert unter Konsum, Nachhaltige Hochschule | 1 Kommentar

„Je weniger Fleisch jemand konsumiert, desto größer ist die Chance, dass er einem Wertesystem folgt, das für das Wohlergehen dieser Erde entscheidend ist.“  Jonathan Safran Foer servierte letztes Jahr mit seinem Buch „Tiere essen“  eine Portion Verantwortungsgefühl für den Esstisch. Und auch wir wollten eine Prise davon in die Mensa tragen.

Flüssiges für die Fleischlosen hieß es an den beiden vergangenen Donnerstagen. Einfach mal mEATing-frei. 1100 Studierende folgten dem Aufruf von campus.grün in Kooperation mit BINK und freuten sich über Voelkel-Saft und Bionade für lau. Viel Aufklärung mussten wir gar nicht betreiben. Kaum ein Mensagänger, der nach „dem Sinn“ unser Aktion fragte. Kein Wunder: Sind doch tierische Nahrungsmittel auf Grund von Dioxin, Dioxid (ihr wisst schon, die Klimagase) und artenfeindlicher Haltung in aller Munde. Unserer Meinung nach zu viel, wenn ihr das schlechte Wortspiel versteht (und verzeiht).

Was bleibt? Unsere Fleischabwrackprämie sollte anregen, den eigenen Speiseplan zu überdenken. Jeden Tag Geschlachetetes muss nicht sein. Oft ist es sogar nur der schnöde Trott, die einem zum Schwein, Rind oder Huhn treibt.

Die vegetarischen Gerichte in der Mensa schmecken aber zu fad? Dann sagt oder schreibt es den Küchenteams des Studentenwerks. Macht Druck. Nur so ist es damals auch zur Bio-Mensa gekommen. Wer dort sein vegetarisches Essen holt, hilft übrigens nicht nur dem Wohlergehen der Erde, sondern spart auch noch Zeit. Einfach mal die Warteschlangen in den Seminarpausen vergleichen.

Weniger und dafür besser muss das Motto sein. Auch und gerade am heimischen Herd. Bio ist nicht die Lösung allen irdischen Unheils. Aber gerade beim Fleisch sind die Qualitäts- und Geschmackunterschiede deutlich spürbar. Und dem Schwein muss nicht der Schwanz abgeschnitten werden, wie in den engen Massentierställen, wo sie “ihrem gelangweilten Artgenossen an eben jenem herumkauen”.

Einige Flaschen haben wir noch über. Ob es mit denen einen weiteren mEATing-freien Donnerstag gibt oder was wir damit anstellen, erfahrt ihr im nächsten Semester. Bis dahin: Geniest den Sonntagsbraten. Und unter der Woche vielleicht öfter mal ne Tofuschnitte oder Reisfrikadelle.

Achso, FFN, die vom Harz bis ans Meer, haben uns letzten Donnerstag auch zu Wort kommen lassen.  Zum Beitrag geht es über einen Klick auf den Button.


25/01 2011

Ohne Wurst, mit viel Durst

Beitrag von: campus.grün Lüneburg | gespeichert unter Allgemein, Konsum, Nachhaltige Hochschule | 1 Kommentar

Nicht nur auf Facebook erntetete unser mEAT-freier Mensatag many, many “I like’s”. Etwa 500 Voelkel-Flaschen wurden letzten Donnerstag an Frau und Mann gebracht. Was uns besonders freut: In einer Blitzumfrage gaben ein Viertel der Saftschlürfer an, auf Grund unserer Aktion auf Fleisch verzichtet zu haben. Und es geht weiter: Auch an diesem Donnerstag gibt es wieder eine flüssige Belohnung für alle Meatverweigerer. Statt Saft haben wir Brause. Bionade-Brause. Einfach wieder den Gutschein an der Mensakasse abholen und damit in den Hörsaalgang. In der Bio-Mensa gibt es Falafel an Masalasauce. Wenn das kein Anreiz ist! Anbei noch ein Bericht aus der LZ. Wir sehen uns am Donnerstag.


18/01 2011

No mEATing – freiwillig fleischfreier Donnerstag

Beitrag von: campus.grün Lüneburg | gespeichert unter Klima, Konsum, Nachhaltige Hochschule | 2 Kommentare

Vegetarische Balkanpfanne statt Kohlwurst heißt es am Donnerstag. Mit dem mEATing-freien Tag möchten campus.grün, die grüne Hochschulgruppe, und BINK (Bildungsinstitutionen und nachhaltiger Konsum) dazu anregen, den eigenen Fleischkonsum zu hinterfragen.

Rund 88 Kilogramm Fleisch und Wurst verzehrte jeder Deutsche 2009 durchschnittlich. Zu wenig wird dabei über die Folgen dieses Konsums nachgedacht: Rund ein Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen stammen aus der Landwirtschaft, dabei insbesondere aus der Tierhaltung und der Nahrungsproduktion für die Nutztiere. Hinzu kommen Tierquälerei in der Massentierhaltung sowie Skandale in der industriellen Lebensmittelindustrie wie jüngst die Dioxinverseuchung.

Campus.grün und BINK wollen mit dem mEATing-freien Donnerstag niemanden zwangsvegetarisieren. Viel mehr möchten wir dazu aufrufen, einmal zu überlegen, ob es denn jeden Tag das Schnitzel sein muss oder nicht auch mal das Kartoffel-Lauch-Gratin.

Um den Weg „Zurück zum Sonntagsbraten“ aktiv zu unterstützen, gibt es für jeden, der sich am Donnerstag für die fleischfreie Variante entscheidet, einen Gutschein für einen leckeren Voelkel-Saft, den ihr direkt im Hörsaalgang einlösen könnt. Seid dabei, wenn es am Donnerstag frei nach Brecht heißt: „Erst kommt die Moral und dann das Fressen.“


22/11 2010

“Uni, Nachhaltigkeit und du” jetzt auch online!

Beitrag von: Matthias Schröter | gespeichert unter Klima, Konsum, Nachhaltige Hochschule | 1 Kommentar

Der Leitfaden “Uni, Nachhaltigkeit und du” gibt Anregungen zum nachhaltigen Studieren an unserer Uni. Es geht unter anderem um Papierverbrauch, Energiesparen, Mobilität und Partizipation. Seit kurzem ist der Leitfaden, den die neuen Studierenden in den letzten Jahren zur Begrüßung in Papierform erhalten haben, auch in einer neuen Online-Version verfügbar.
Viel Spaß beim Lesen!