2/09 2010

War falsch, ist falsch, wird falsch bleiben.

Beitrag von: Matthias Schröter | gespeichert unter Klima, Konsum, Politik in Lüneburg | Kommentieren

War falsch, ist falsch, wird falsch bleiben: auch die dritte Lüneburger Schnitzelmeisterschaft ist durch nichts zu rechtfertigen. Sich zum Spaß mit Tieren den Bauch vollzuschlagen – dafür gibt es keinen guten Grund. Erlaubt ist, was gefällt – und keinem anderen schadet. Das ist der Knackpunkt: übermäßiger Fleischkonsum ist keine Privatsache, denn es schadet uns allen. Es schadet den Tieren, die in Massenhaltung unter oft qualvollen Bedingungen gehalten werden. Es schadet den Menschen, weil Regenwald für Tierfutter abgeholzt wird, weil für die Fleischerzeugung viel Fläche gebraucht wird und viele Treibhausgase ausgestoßen werden. Auch die Folgen des Übergewichts trägt die Gemeinschaft.
Hier ist die Politik gefordert: in Zukunft müssen alle diese Kosten auf den Verursacher zurückfallen. Gute Lebensmittel müssen entsprechend wertgeschätzt werden. Dann erübrigt sich die Diskussion um eine Schnitzelmeisterschaft: sie würde schlicht zu teuer.
Es geht bei einem solchen Wettbewerb nicht mehr um Genuss oder Ernährung, sondern um planmäßige Verschwendung von Ressourcen. Schnitzelmeisterschaft? Nein danke!


Auf unserem Blog veröffentlichen wir verschiedene Arten von Beiträgen. Unter dem Autorennamen “campus.grün Lüneburg” werden Beiträge verfasst, die die Meinung der gesamten Gruppe widerspiegeln. Unter anderen AutorInnen-Namen werden Einzelbeiträge verfasst, die die Meinung der Autorin/des Autors wiedergeben. Dazu gehört dieser Beitrag.


12/07 2010

Utopia.de – Hochschulranking: Uni Lüneburg auf Platz 3 – campus.grün will mehr

Beitrag von: campus.grün Lüneburg | gespeichert unter Klima, Nachhaltige Hochschule | Kommentieren

Im zweiten „Grünen Hochschulranking“ des Nachhaltigkeitsportals Utopia.de belegte die Leuphana Universität Lüneburg einen guten dritten Platz – campus.grün Lüneburg, die grüne Hochschulgruppe der Leuphana Universität will noch mehr. „Die Uni Lüneburg ist im Bereich Nachhaltigkeit zwar schon sehr engagiert, wir sehen jedoch in einigen Punkten noch deutlich Handlungsbedarf“, meint Sebastian Strunz, Sprecher von campus.grün Lüneburg. Dazu legt campus.grün das Positions- und Diskussionspapier „Auf dem Weg zur nachhaltigen Hochschule“ vor. Hier werden die Aktivitäten der Universität zur Nachhaltigkeit in acht verschiedenen Handlungsfeldern unter die Lupe genommen.

Fahrrad fahren!

Das Utopia-Hochschulranking besteht aus zehn verschiedenen Kategorien, in denen Studenten die Nachhaltigkeitspolitik ihrer Universität bewerten. Gleich beim ersten Kriterium des Rankings zum Bioangebot der Mensa belegt die Leuphana Universität Lüneburg den ersten Platz, da täglich ein Bio-Menü in der Bio-Mensa zur Auswahl steht. Trotz des tollen ersten Platzes sieht die grüne Hochschulgruppe noch Verbesserungspotential. „Wir fordern ein breiteres Angebot an Fair-Trade-Produkten“, so Ronja Wiegel Mitglied von campus.grün, „und es wäre wünschenswert, dass die gesamte Mensa ausschließlich Fleisch aus artgerechter Tierhaltung bezieht.“
In anderen Kategorien wie z.B. Mülltrennung und Energieeffizienz schneidet die Leuphana dagegen schlechter ab und ist nicht in der Spitzengruppe der nachhaltigsten Universitäten zu finden. Felix Storck von campus.grün erklärt dazu: „Zum Beispiel im Bereich Recycling von Abfällen könnte sich die Leuphana Uni noch einiges vom Sieger des Rankings, der Alanus Hochschule in Alfter, abgucken. Die Mülltrennung an unserer Uni muss unbedingt verbessert werden, dazu gehört vor allem das Aufstellen von gesonderten Abfallbehältern. Dieser wichtige Aspekt wäre sogar ohne großen Aufwand umsetzbar.“

Auf dem Gebiet der Lehre versucht die Leuphana Universität Lüneburg eine Vorreiterrolle einzunehmen. Neben dem speziellen Studiengang „Nachhaltigkeitswissenschaften“ versucht die Leuphana allen Studenten das Thema Nachhaltigkeit im fächerübergreifenden „Leuphana-Semester“ näher zu bringen. Außerdem kann in jedem Studiengang als Nebenfach „Nachhaltigkeitshumanwissenschaften“ gewählt werden. Campus.grün sieht darin die Chance, dass sich alle zukünftigen AbsolventInnen der Universität Lüneburg kritisch mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen.

Unser Positionspapier “Auf dem Weg zur nachhaltigen Hochschule” findet ihr hier.


6/07 2010

Auf zum „Big Jump“ – auf die große Bedeutung intakter Gewässer für Mensch und Natur macht am kommenden Sonntag, den 11. Juli 2010 zum wiederholten Male der Ilmenau-Flussbadetag aufmerksam!

Beitrag von: Mascha Kurenbach | gespeichert unter Allgemein, Bildung | Kommentieren

Bei sommerlichen Temperaturen ein besonderes Vergnügen: Der Sprung ins kühle Nass steht symbolisch für die enorme Bedeutung intakter Gewässer für Mensch und Natur!

Bei sommerlichen Temperaturen ein besonderes Vergnügen: Der Sprung ins kühle Nass steht symbolisch für die enorme Bedeutung intakter Gewässer für Mensch und Natur!

Derzeit finden wir uns als hochschulpolitische Gruppe durch unseren aktiven Auseinandersetzungsprozess mit der Ausgestaltung einer nachhaltigen Universitätskultur gleichzeitig in dem Diskurs um den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen wieder und damit auch in der Diskussion über eine nachhaltige Entwicklung vor der eigenen Haustür – dem Einzugsgebiet der Ilmenau!

Ganz aktuell unterstreichen das von der UNO proklamierte „Internationale Jahr der biologischen Vielfalt“ und die noch bis zum Jahre 2015 andauernde „Dekade des Wassers“ die Bedeutung der Erreichung eines guten ökologischen Zustandes unserer Küstengewässer, Seen und Flüsse im Zuge der Wasserrahmenrichtlinie. So hat im Januar dieses Jahres die Umsetzungsphase des ersten Bewirtschaftungszyklus begonnen.

Als artenreichste Naturräume „leiden“ unsere Fließgewässer noch immer unter vorhandenen naturfernen Strukturen (Wehre, Begradigungen und Befestigungen), erhöhten Sand- und Stoffeinträgen durch eine intensive Landnutzung und die Einfuhr gebietsfremder Arten – hinzu kommen die noch nicht abschätzbaren Folgen durch den globalen Klimawandel! Das Bundesamt für Naturschutz kommt in seinem erstmals 2009 veröffentlichten Auenzustandsbericht zu dem Schluss, dass bereits zwei Drittel unserer Flussauen als Biodiversitäts-Hotspots durch die intensive Flächennutzung zerstört sind.

Und wie sieht es in der Ilmenau aus?

Zum einen fehlen einst heimische Arten wie Flussperlmuschel, Lachs, Meerforelle und Stint, viele Zuckmückenlarven zeigen ab Lüneburg eine zunehmende Gewässerbelastung an (Güteklasse II bis III)und die Umweltqualitätsziele für zwei Stoffe aus der Gruppe der Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) werden aktuell nicht eingehalten.

Dem Potenzial einer Umsetzung von Förderprogrammen stehen Probleme hinsichtlich der Finanzierung des Eigenanteils, einer fehlenden Akzeptanz und einem Datenmangel zu der aktuellen Gewässerbelastung gegenüber.

Auf der anderen Seite zeigen aktuelle Bestandserhebungen (zuletzt 2009), dass die FFH- und Rote Liste-Art Bachmuschel (Unio crassus/ Rückgang auf ein Zehntel des Bestandes in Mitteleuropa) zwischen Lüneburg und Bienenbüttel die mit Abstand höchste Populationsgröße in Niedersachsen aufweist – dies stellt eine besonders große Verantwortung dar, verbliebene Siedlungsareale wirksam vor Übersandung zu schützen!

Hierüber und über viele weitere Fragen können alle Flussschwimmer, Naturbegeisterte und solche, die es noch werden wollen am Sonntag, den 11. Juli 2010 anlässlich des internationalen Flussbadetages des European Rivers Networks ab 11 Uhr auf dem Gelände des Campingplatzes Melbeck mit dem Projektbüro „Lebendige Ilmenau“, örtlichen Umweltverbänden und Vereinen ins Gespräch kommen.

An dieser Stelle möchten wir ausdrücklich auf die sich einer zunehmenden Beliebtheit erfreuende Veranstaltung hinweisen unter dem Zeichen eines offenen Forums für einen umfassenden Ideen- und Informationsaustausch sowie auf das bunte Aktionsprogramm für Kinder, Musik und die kulinarischen Köstlichkeiten vor Ort.

Weitere Informationen lassen sich unter den folgenden URLs finden: www.lebendige-ilmenau.de und www.campingplatz-melbeck.de


28/06 2010

Auf dem Weg zur nachhaltigen Hochschule

Beitrag von: campus.grün Lüneburg | gespeichert unter Nachhaltige Hochschule | 2 Kommentare

Wir haben ein Positions- und Diskussionspapier verfasst, das unsere Idee einer nachhaltigen Hochschule skizziert. Wir laden euch/Sie ein, mit uns zu diskutieren: was ist eine nachhaltige Hochschule – und wie können wir sie gemeinsam aufbauen?
Das Papier kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Auf dem Weg zur nachhaltigen Hochschule

- ein Positions- und Diskussionspapier von campus.grün Lüneburg,
der grünen Hochschulgruppe der Uni Lüneburg -

Beim Aufbau einer nachhaltigen Gesellschaft spielen Hochschulen eine entscheidende Rolle. Sie besitzen Vorbildwirkung: hier werden Ideen entwickelt und verbreitet, Studierende werden auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet. Die Universität Lüneburg zu einer nachhaltigen Universität weiter zu entwickeln, ist Ziel der grünen Hochschulgruppe campus.grün Lüneburg. Das Prinzip der Nachhaltigkeit besagt, dass wir heute so leben sollen, dass für alle heute und zukünftig lebenden Menschen ein gutes Leben möglich ist. Im Kern erfordert das den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und die gerechte Verteilung natürlicher Ressourcen. Dies beinhaltet die gerechte Verteilung von Chancen und Einkommen.

Die Idee einer nachhaltigen Hochschule zu entwickeln verlangt zunächst, ein Begriffsverständnis von Nachhaltigkeit festzulegen. „Nachhaltigkeit“ und „nachhaltig“ wird oft benutzt und oft auch falsch verstanden. Es besteht angesichts der inflationären Verwendung des Begriffes die Gefahr des Abdriftens in die Beliebigkeit. Wir wollen uns beim Begriff „nachhaltige Hochschule“ auf inter- und intragenerationelle Gerechtigkeit stützen, so wie es unter anderem von der Brundtland-Kommission formuliert wurde: Bedürfnisse heutiger Generationen sollen erfüllt werden, ohne dass künftigen Generationen die Möglichkeiten genommen wird, ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Wir begreifen Bildung als menschliches Grundbedürfnis, welches unabdingbar für nachhaltige Entwicklung ist, und sprechen uns daher für einen offenen Zugang zu Hochschulen aus. An einer nachhaltigen Universität wollen wir ein Studien- und Arbeitsumfeld schaffen, das dem Ziel der nachhaltigen Entwicklung förderlich ist.

Eine nachhaltige Hochschule geht schonend mit natürlichen und finanziellen Ressourcen um. Sie geht effizient mit Energie um und hat so mehr Geld für Bildung und Forschung zur Verfügung. Eine nachhaltige Universität schafft eine angenehme Studienumgebung durch einen ruhigen, autofreien Campus sowie möglichst viel Natur auf dem Campus. Studierende und Mitarbeitende der nachhaltigen Universität Lüneburg entwickeln während ihres Studiums und ihrer Arbeit ein umfassendes Verständnis von Nachhaltigkeit. Eine nachhaltige Hochschule ermöglicht im alltäglichen Arbeiten und Studieren Lebensstilveränderungen für nachhaltige Entwicklung. Eine nachhaltige Hochschule gewährleistet die Partizipation und Chancengleichheit der gesamten Universitätsgemeinschaft und unterstützt Diskurse über Inhalt, Ziele und Notwendigkeit nachhaltiger Entwicklung.

Die Universität Lüneburg ist den Weg zur nachhaltigen Universität bereits ein Stück weit gegangen. Sie hat sich Leitlinien zu Nachhaltigkeit gegeben und sich verpflichtet bis 2012 klimaneutral zu arbeiten. Die Lehre und Forschung zu nachhaltiger Entwicklung, ein etabliertes Umweltmanagement, eine Solaranlage sowie das Bio-Essen in der Mensa sind weitere gute Beispiele dafür.

In verschiedenen Bereichen sehen wir jedoch weiteren Handlungsbedarf. Acht Felder sind aus unserer Sicht zu bearbeiten um eine nachhaltige Hochschule zu verwirklichen. Unsere Ideensammlung ist kein reiner Forderungskatalog. Bei einigen der folgenden Vorschläge sind wir als Studierende der Universität selbst gefordert. Manche Dinge liegen allerdings nicht in unserer Hand, sodass wir hierzu den Dialog mit der Universitätsleitung und den Mitarbeitenden in Verwaltung, Forschung und Lehre anstoßen wollen.

1. Nachhaltiger Betrieb

a) Energie und Klima
Maßnahmen zur Einsparung von Wärme und Strom sind voranzutreiben. Denkbar sind hier auch technische Lösungen wie Bewegungsmelder für Licht und eine automatische Heizungsabschaltung bei offenen Fenstern. Erneuerbare Energien sollen auf dem Campus stärker gefördert werden. Vorstellbar sind die weitere Nutzung von Solarenergie zur Stromerzeugung oder zur Deckung des Warmwasserbedarfes in der Mensa. Als grüne Hochschulgruppe begrüßen wir die Absichtserkärung des Präsidiums, ab 2012 Ökostrom zu beziehen. Eventuelle Mehrkosten für erneuerbare Energien sollen mit Energiesparkampagnen begleitet werden. Die angestrebte Klimaneutralität sollte vor allem durch Vermeidung erreicht werden und möglichst ohne Hilfe von Kompensationsmaßnahmen.

b) Abfall und Wasser
Stark verbesserungswürdig ist die Trennung von Abfällen. Diese ist für Studierende bisher kaum möglich und in den Instituten nicht üblich. Einzelne Ansätze – wie das Recycling von CDs und alten Mobiltelefonen – begrüßen wir. Wir setzen uns für die verstärkte Nutzung von Regenwasser, z.B. für die Toilettenspülung, ein.

c) Beschaffung
Wir schlagen eine zentrale Beschaffung nach strengen Nachhaltigkeitskriterien, z.B. für Papier, recycelte Tonerkartuschen und energiesparende Computer, vor. Der Anteil von Recyclingpapier liegt derzeit bei lediglich 36 Prozent, obwohl bereits die Verpflichtung besteht, Umweltgesichtspunkte bei der Beschaffung zu berücksichtigen.

d) Ernährung
Das Angebot der Bio-Mensa soll erweitert werden. Wir setzen uns für die vollständige Umstellung aller Speisen und Getränke auf dem Campus auf Produkte aus ökologischem Landbau ein. Wir fordern ein verbessertes Angebot an Fair-Trade-Produkten. Die Universität und die Studierendenschaft sollten sich dazu verpflichten, für den Eigenbedarf auf ökologische and fair gehandelte Produkte zurückzugreifen.

e) Verkehr
Über Fahrgemeinschaftsbörsen sollten Mitarbeitende und Studierende, die die Uni nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen, MitfahrerInnen oder Mitfahrgelegenheiten finden. An die Stadt Lüneburg geht unsere Forderung einer weiteren Verbesserung des bereits ausgebauten Busverkehrs und sicheren Radwegen in der Stadt, damit die Nutzung des Fahrrads kein Hindernis darstellt. Ein autofreier Campus ist unser Ziel.

f) Campusgestaltung und Bau
Der Campus sollte möglichst naturnah gestaltet werden. Wir wünschen uns eine Entsiegelung versiegelter Flächen. Bisher wird ein zu hoher Anteil des Campus für Parkflächen verwendet. Die Bepflanzung der Grünflächen sollte mit standorttypischen Pflanzen erfolgen, die in vorhandene Lebensgemeinschaften passen. Seltene Tier- und Pflanzenarten auf dem Campus sind zu schützen.
Nachhaltigkeitskritierien sind bei Baumaßnahmen besonders wichtig. Für uns geht der Umbau und Ausbau (etwa der Dachgeschosse) vor Neubau. Bei Neubauten ist auf höchste Umweltstandards und somit auf hohe Energieeffizienz der Gebäude und auf umweltverträgliche Baumaterialien zu achten.

2. Forschung zu nachhaltiger Entwicklung

Die Forschung zu nachhaltiger Entwicklung nimmt vor allem im Department Nachhaltigkeitswissenschaften, aber auch in den Bildungswissenschaften bereits großen Raum ein. Wir wünschen uns einen Ausbau dieser Aktivitäten, sodass Lüneburg ein etablierter Standort für Nachhaltigkeitsforschung wird. Erkenntnisse der Forschung sollten stärker als bisher in die Lehre einfließen, sodass Studierende ermutigt werden, selbst Forschung mit Nachhaltigkeitsbezug durchzuführen.

3. Lehre

Die Integration eines Moduls zu nachhaltiger Entwicklung in das erste Semester des Leuphana-Bachelors und die Einrichtung des Nebenfaches „Nachhaltigkeitshumanwissenschaften“ machen die Bemühungen der Universität deutlich, Nachhaltigkeit in der Lehre zu verankern. Wir sehen darin die Chance, dass sich alle zukünftigen AbsolventInnen der Universität Lüneburg kritisch mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandergesetzt haben und während des weiteren Studiums ihre Kenntnisse vertiefen. Darüber hinaus fordern wir die Einbindung von Grundsätzen der nachhaltigen Entwicklung als Querschnittsthema in weitere Module, also beispielsweise auch in den Fächern Produktionstechnik sowie Steuern und Revision.
Das erste Semester sollte durch ein gesondertes Vorlesungsverzeichnis in den weiteren Semestern ergänzt werden, in dem alle Veranstaltungen mit Nachhaltigkeitsbezug aufgelistet sind. Erste Ansätze im Nachhaltigkeitsportal sollten ausgebaut und breiter bekannt gemacht werden. Hinzu kommen sollten – auch von Studierenden – organisierte Vorlesungsreihen.

4. Zusammenarbeit und Wissenstransfer

a) Interdisziplinarität in Forschung und Lehre
Die Betrachtung gesellschaftlicher Herausforderungen aus Sicht verschiedener Disziplinen kann dazu beitragen Probleme zu lösen. Viele Probleme sind so komplex, dass sie nur durch gemeinsame Bearbeitung aus unterschiedlichen Perspektiven behoben werden können. Besonders die globalen und langfristigen Aspekte einer nachhaltigen Entwicklung verlangen nach einer Wissenssynthese. Wir rufen daher Lehrende und Forschende dazu auf ihre eigene Arbeit interdisziplinär zu gestalten. Studierende multi- und interdisziplinärer Studiengänge können dazu einen Beitrag leisten.

b) Zusammenarbeit mit anderen Universitäten
Die Universität Lüneburg sollte verstärkt die Zusammenarbeit mit anderen in- und ausländischen Hochschulen suchen, die sich ebenfalls dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung verpflichtet haben. Auch für das Auslandssemester fehlen derzeit noch Kooperationen mit Hochschulen, die zu Nachhaltigkeit forschen und lehren.

c)Wissenstransfer und Partnerschaften
Eine nachhaltige Universität gewährleistet den Wissenstransfer in die Gesellschaft, beispielsweise über Konferenzen oder Diskussionsveranstaltungen, die allen BürgerInnen offen stehen. Mitglieder der Universitätsgemeinschaft sollten sich mit AkteurInnen in Stadt, Landkreis und darüber hinaus vernetzen um auch die regionale Entwicklung nachhaltig zu gestalten. Dazu gehören Bildungsprojekte mit SchülerInnen, der Aufbau eines Wissensportals mit Ergebnissen aus der Nachhaltigkeitsforschung oder die Förderung von „sustainable entrepreneurship“.

5. Nachhaltigkeitskommunikation

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung ist an der Universität bereits etabliert. Zwei Nachhaltigkeitsberichte und zahlreiche Umweltberichte zeugen davon. Das Ziel muss es sein, deren Reichweite zu erhöhen und die Partizipation der Universitätsgemeinschaft an der Kommunikation sicher zu stellen. Dies kann über die Einbindung bei der Erstellung der Berichte sichergestellt werden.
Innerhalb der Hochschule sollen Informationen über Umweltauswirkungen ausgebaut werden. Die bereits vorhandenen Verbrauchsstatistiken zu einzelnen Gebäuden könnten im Internet verfügbar sein. Zu Umweltauswirkungen und Umweltmanagement soll über verschiedene Kanäle informiert werden, z.B. über Newsletter oder Poster etc. Hinweise zu umweltfreundlichem Verhalten sollen deutlich und benutzerfreundlich angebracht werden.
Energiesparwettbewerbe können einher gehen mit einem gesteigerten Umweltbewusstsein und Kostenersparnissen für Energie. Wir schlagen vor, dass Ideenwettbewerbe ökologische Verbesserungsvorschläge sowohl unter Studierenden als auch unter Mitarbeitenden durchgeführt werden. Die besten Vorschläge sollen prämiert werden.

6. Partizipation der Universitätsgemeinschaft

Ohne eine Beteiligung der Universitätsgemeinschaft ist das Ziel einer nachhaltigen Hochschule nicht erreichbar. Aus diesem Grund soll die Teilhabe von Studierenden an Entscheidungsprozessen gewährleistet werden. Wir fordern die Einrichtung offener Foren zur Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements. Ideen der Studierendenschaft und der Mitarbeitenden sollen seitens der Universitätsverwaltung offensiv gesucht und eingefordert, sowie finanziell gefördert und personell unterstützt werden.

7. Lebenswelt

Nachhaltige Lebensstile sollen von der Hochschule gefördert und ermöglicht werden. Dazu gehört die Schaffung eines Bewusstseins für gesunde und umweltbewusste Ernährung sowie Gesundheitsförderung durch Sportangebote und ergonomische Arbeitsplätze.
Um offenen Zugang zur Hochschule zu gewährleisten, soll Kinderbetreuung angeboten werden. Plurale Lebensstile verlangen nach flexiblen Zeiteinteilungen. Deshalb soll Teilzeitstudium möglich und praktikabel sein.
Ein Nachmittag der Woche ist an der Leuphana Universität Lüneburg der Zeit für Engagement vorbehalten. Die zunehmende Verschulung des Studiums führt allerdings dazu, dass sich weniger Studierende engagieren und Zeit für die Persönlichkeitsentwicklung finden. Der freie Mittwoch-Nachmittag soll beibehalten werden und darüber hinaus soll den Studierenden mehr Freiraum eingeräumt werden. Zu einer nachhaltigen Hochschule gehört nicht nur die Bildungsinstitution, sondern auch die Studierendenwohnheime. Auch diese müssen in Fragen der ökologischen Gestaltung, der Partizipation und der Bezahlbarkeit zur nachhaltigen Hochschule passen.

8. Nachhaltige Finanzen

Eine nachhaltige Hochschule lebt von einer nachhaltigen Finanzierung. Da Bildung und Forschung wichtige Gemeingüter in unserer Gesellschaft sind, soll der Grundstock zur Finanzierung der Hochschulen aus einem langfristig stabilen Staatshaushalt ohne Überschuldung stammen. Durch Dritte finanzierte Forschungsprojekte und Zustiftungen aus der Gesellschaft können diese Finanzierung ergänzen solange die Unabhängigkeit der Forschung und Lehre gewährleistet ist.
Studienbeiträge sind für uns keine „nachhaltige“ Finanzierung. Sie sind ungerecht, gesellschaftlich umstritten und erschweren den Zugang zu Hochschulen.
Nachhaltige Finanzen einer Hochschule erfordern, dass Mittel nicht verschwendet werden. Ausgaben und Investitionen, die dem Ziel der nachhaltigen Entwicklung entgegen stehen, lehnen wir ab. Zu nachhaltigen Finanzen gehört auch, dass finanzielle Mittel, über die die Hochschule verfügen kann, die sie jedoch derzeit nicht benötigt, gemeinnützig orientiert und risikoarm angelegt werden. Das gilt auch für die Gelder aus Studiengebühren, solange sie existieren.

Lüneburg, im Juni 2010


26/06 2010

Exzellenz = Nachhaltigkeit – weit gefehlt! Besuch am KIT – ein Erfahrungsbericht

Beitrag von: Sebastian Heilmann | gespeichert unter Campustour, Hochschulpolitik, Nachhaltige Hochschule | Kommentieren

Ende Mai moderierte ich eine Veranstaltung zum Thema „Nachhaltige Hochschule“ an der Uni Lüneburg, im Rahmen der Campustour der Heinrich Böll Stiftung (HBS). Zu dieser waren u.a. zwei Mitglieder der Initiative „Greening the University“ (GtU) des Karlsruhe Institut für Technologie (KIT) zu Besuch, die nach Lüneburg reisten aufgrund der am Tag drauf stattfindenden Tagung „Sustainable University“.

Nach der Veranstaltung kamen wir ins Gespräch über die Schwierigkeiten die unser jeweiliges Engagement für eine nachhaltige Hochschule begleiten. Ein paar Tage später erhielt ich dann eine Einladung eine ähnliche Veranstaltung in Karlsruhe zu moderieren. Nachdem mein Versuch scheiterte die Kolleg_innen zu überzeugen die Veranstaltung selbst zu moderieren, habe ich sie angenommen und mich auch über die Herausforderung gefreut. Schließlich handelt es sich beim KIT ja um „das“ Prestigeprojekt in Deutschland, was die Integration von Forschungsinstitut und Universität anbelangt.

Greening the University & Schule der Nachhaltigkeit – Zentren der Bestrebungen

Die Grüne Hochschulgruppe (GHG) Karlsruhe, personell sich stark überschneidend mit der Initiative GtU, richtete die Podiumsdiskussion (auch im Rahmen der Campustour) aus und organisierte zudem auch Veranstaltungen zu den Themenfeldern Leitbilder und Demokratie. Die mit etwa 50 Personen gut besuchte Veranstaltung am 09. Juni 2010 begann mit kurzen Präsentationen von GtU und der „Schule der Nachhaltigkeit“ (SdN). Bei der SdN handelt es sich um eine Gruppe von Lehrenden des KIT, die eine verstärkte Integration von Nachhaltigkeit in die Curricula am KIT anstreben. Angesiedelt am HoC (House of Competences), wo Veranstaltungen zur Kompetenzschulung gebündelt werden, ist langfristig eine Vernetzung aller Veranstaltungen mit Nachhaltigkeitsbezug angedacht. Die SdN verbindet ein klassisches kognitives/rationales (vgl. Achim Grunwald) Verständnis von Nachhaltigkeit mit einem emotionalen/personalen (vgl. Hans-Jörg Seng). Um diese Verbindung zu ermöglichen gilt es eine Kultur der Nachhaltigkeit zu schaffen und zu leben. Die Initiative GtU beschreibt eine „Vision eines nachhaltigen KIT“ in der ein zertifiziertes Umweltmanagement eingeführt wird, nachhaltiges Handeln in die Lehre integriert wird und eine Vernetzung von Forschung im Bereich Nachhaltigkeit stattfindet. Fundament soll dabei die Motivation der Mitglieder der Hochschule sein.

Podium

Podium “Der Karlsruher Weg zur nachhaltigen Hochschule”: Jürgen Becker, Peter Schneider, Sebastian Heilmann, Hans-Jörg Seng, Lena Keul (v.l.n.r.)

Nach dieser etwa halbstündigen Einführung wurde mir klar, dass ich mich an einer zentralen Stelle geirrt hatte. Ich ging in meiner Vorbereitung wie selbstverständlich davon aus, dass die Aktiven an einer technischen Hochschule natürlich auch und vor allem technokratische Argumente für die Nachhaltigwerdung ihrer Institution anbringen würden. Zentral wurden so in der Diskussion die Fragen wie Energie und Ressourcen sinnvoll eingespart werden können und auch eine Integration von nachhaltiger Entwicklung in die Lehre stattfinden kann.

Umweltmanagement, Excellenz und studentisches Engagement – verschiedene Wege zur nachhaltigen Hochschule

Das Podium war gut besetzt. Als Ersatz für den leider verhinderten Präsidenten Horst Hippler kam Jürgen Becker, Vizepräsident und zuständig für Lehre am KIT, der sagte, man könne ihn praktisch als „Double“ von Hippler ansehen, weshalb er auch hinter einem spannenden Zitat von Hippler stehe: „Mittelfristig legen wir es darauf an, mit der ETH Zürich auf gleicher Augenhöhe zu sein, langfristig mit dem Namensvetter MIT in den USA.“ Ein Zitat, welches mich motivierte ein T-Shirt der Elite-Uni zu tragen (ob zur Ironie, oder Unterstützung, blieb der interessierten Zuhörer_in überlassen). In der Diskussion betonte er stets die Notwendigkeit einer Wiederholung des Erfolgs bei der Excellenzinitiative. Er sagte weitergehende Unterstützung der Integration von Ideen einer nachhaltigen Entwicklung in Lehre und Forschung zu, insb. dann wenn Studierende direkt in interdisziplinäre Forschung eingebunden werden und sah auch, dass es unbedingt notwendig ist mehr sozialwissenschaftliche Forscher_innen an die Hochschule zu holen. Bei der Forderung der Einführung verweis er jedoch immer auf geringe Mittel im Haushalt, insb. bei der Forderung nach der Einführung einer Stabstelle „Sustainability“, die auch das einzuführende Umweltmanagement koordiniert. Jedoch musste er auch eingestehen, dass Hochschulen, die EMAS eingeführt haben, wie etwa Tübingen und Lüneburg auch viel Unterstützung erhielten und jetzt durchaus ein Argument mehr haben, dass die Landespolitik motiviert die Hochschulen besser zu fördern – ja, Nachhaltigkeit ist zum Standortfaktor geworden.

Prof. Dr. Jürgen Becker - Vizepräsident für Lehre am KIT & Befürworter einer EMAS-Einführung(?)

Prof. Dr. Jürgen Becker – Vizepräsident für Lehre am KIT & jetzt Befürworter einer EMAS-Einführung(?)

Unterstützung fanden diese Ideen z.B. von Lena Keul, die GtU Tübingen auf dem Podium vertrat. In Tübingen ist es durch eine bottom-up-Bewegung und Unterstützung durch das Umweltministerium gelungen ein EMAS einzuführen, sowie ein stetig wachsendes „Studium Oecologicum“, welches im General Studies Bereich angeboten wird und sich wachsender Beliebtheit erfreut. Sie weiß darauf hin, dass eine Vernetzung der Aktiven unbedingt notwendig ist, um mit einer möglichst großen Stimme zu sprechen. Auch Peter Schneider, ehemaliger Studierender der TU Karlsruhe, im Umweltministerium nun für die Unterstützung bei der Einführung von EMAS in Baden-Württemberg zuständig ist. Er lobte die Einführung von EMAS in Tübingen und bot auch eine Unterstützung in Karlsruhe an. Die HIS GmbH hat sich bspw. auf die Einführung von EMAS an Hochschulen spezialisiert. Das positive Image, welches sich durch ein Umweltmanagement schaffen lässt, kann durch die Partizipation von Studierenden institutionell verankert werden. An dieser Stelle ließ sich auch eine Verbindung zu den Ideen von Hans-Jörg Seng finden, der neben seiner Professur im Bereich Wasser und Gesellschaft auch Yoga-Lehrer ist. Die Vorstellung, dass auch und gerade eine Kultur der Nachhaltigkeit weit mehr zu erreichen vermag, als eine reine technokratische Betrachtung leitet sich aus seinem durch Yoga beeinflussten Verständnis ab. Er sieht einen inneren Auftrag zu Nachhaltigkeit, den es (wieder) zu finden gilt. Dies ist sicherlich die größte Herausforderung, gerade da innehalten und reflektieren nicht gerade den Status Quo in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, geschweige denn der Gesellschaft als Ganzem.

Prof. Dr. Hans-Jörg Seng - Begründer der \

Prof. Dr. Hans-Jörg Seng – Begründer der “Schule der Nachhaltigkeit” am KIT

Matthias Hettel, wissenschaftlicher Mitarbeiter merkte während der Diskussion im Plenum an, dass das KIT bisher fast kein Recyclingpapier verwende, was wundere, wo dieser Bereich sich doch schon seit Jahren aus „Öko-Ecke“ herausentwickelt hat und viele (Elite-)Hochschulen bereits zentral ausschließlich Recyclingpapier beschaffen.

anregende Fragen z.B. zum Einsatz von Recyclingpapier brachte das Plenum ein

anregende Fragen z.B. zum Einsatz von Recyclingpapier brachte das Plenum ein

Fazit wie immer: Es ist noch viel zu tun!

Zum Abschluss gab es Pflanzen für die Podiumsteilnehmer_innen aus einem Garten der Hochschule, sowie intensives Visitenkarten austauschen. Einen Startschuss für den angestrebten Entwicklungsprozess ist damit auf jeden Fall getan – nur wohin? Die Veranstaltung hat einiges offen gelegt. Zum einen bestehen am KIT noch fundamental unterschiedliche Verständnisse von Nachhaltigkeit. Herr Becker wechselte bspw. zwischen der umgangssprachlichen (wie bspw. „nachhaltige Entfernung von Kopfschuppen“) und der Variante, die sich konkret als (ökologisches) Gerechtigkeitsprinzip versteht. Es gilt hier also noch viel Basisarbeit zu leisten. Dies zeigt sich insb. darin, dass selbst die Einführung eines EMAS eine große Herausforderung darstellt – nur muss sie unbedingt genutzt werden, in der Phase der Umgestaltung des KIT. Was mich im Verlauf dann immer wieder faszinierte, war wie häufig mit der Entwicklung an der „Leuphana“ argumentiert wurde. Die Integration von Nachhaltigkeit in alle Studienfächer ist bundesweit tatsächlich ein Novum – und wird zugleich als anzustrebendes Ziel gesehen. So sehr ich die Entwicklungen meiner eigenen Hochschule zuweilen heftig kritisierte, so muss ich doch sehen, dass wir an vielen Punkten schon keilensteine weiter, als die exzellente Hochschule in Karlsruhe.

Schön fand ich auch einen Kommentar von Lena Keul zum Schluss, der die wirklichen Herausforderungen schön zusammenfasst: „Nicht Exzellenz ist Nachhaltigkeit – sondern Nachhaltigkeit ist Exzellenz.“

In diesem Sinne wünsche ich den Aktiven am KIT viel Erfolg und Durchhaltevermögen, während wir in Lüneburg eindeutig aufgefordert sind die nächsten Schritte zu gehen. EMAS haben wir, Integration in die Lehre auch. Jetzt gilt es dies alles qualitativ zu verbessern, sowie weiter Ideen zu sammeln wie sich die Lebenswelt Hochschule als Ganzes nachhaltig gestalten lässt.

Nehmen wir die Herausforderung an!

Alle Fotos in diesem Beitrag sind dankenswerterweise von Tim Schaffarzyk – GHG Karlsruhe bereitgestellt und unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.

Creative Commons Lizenzvertrag


Auf unserem Blog veröffentlichen wir verschiedene Arten von Beiträgen. Unter dem Autorennamen “campus.grün Lüneburg” werden Beiträge verfasst, die die Meinung der gesamten Gruppe widerspiegeln. Unter anderen AutorInnen-Namen werden Einzelbeiträge verfasst, die die Meinung der Autorin/des Autors wiedergeben. Dazu gehört dieser Beitrag.


15/06 2010

Arbeitstreffen

Beitrag von: campus.grün Lüneburg | gespeichert unter Termine | Kommentieren

Unser nächstes Arbeitstreffen findet am Mittwoch, 16.06., um 18 Uhr statt. Treffpunkt vor der Mensa, Campus Scharnhorststr. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.


7/06 2010

Geht hochschulwählen!

Beitrag von: campus.grün Lüneburg | gespeichert unter Hochschulpolitik, Nachhaltige Hochschule | 1 Kommentar

Noch bis Mi., 9.06., 13 Uhr finden an der Uni Lüneburg die studentischen und akademischen Wahlen statt. campus.grün Lüneburg ruft dazu auf, an den Wahlen teilzunehmen! Wir treten in diesem Jahr nicht mit einer eigenen Liste an. Wir haben uns die Wahlprogramme der BewerberInnen angeschaut. Wir sehen unsere Vorstellungen am ehesten in zwei Listen vertreten und empfehlen daher für die Wahl des StuPa die Liste “UniDiversität” und für die Wahl zum Senat die Liste “EINE Uni für ALLE”. Unabhängig davon sind wir gespannt auf die Ergebnisse und hoffen auf eine hohe Wahlbeteiligung.

Die KandidatInnen stellen sich in der AStA-Wahlzeitung vor.


27/05 2010

Produktive Spannung.

Beitrag von: Matthias Schröter | gespeichert unter Campustour, Nachhaltige Hochschule | 2 Kommentare

Plenum
Etwa 40 Gäste haben am 20. Mai gemeinsam mit uns über die Lebenswelt Leuphana, die nachhaltige Hochschule, diskutiert. Die Veranstaltung wurde unterstützt von der Stiftung Leben & Umwelt (Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen).

Adomßent und Schneidewind
Eingeladen waren Dr. Maik Adomßent, Wissenschaftler am INFU, und Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts. Schneidewind lobte die “produktive Spannung” in Lüneburg – hier werde aktiv sowohl von Seiten der Hochschulleitung als auch von Studierenden und Lehrenden das Thema Nachhaltigkeit aktiv vorangebracht. Kritisch andiskutiert wurde auch, ob das Konzept “nachhaltige Entwicklung” in seiner Idee verraten werde, wenn man es im Wettstreit um Profilbildung instrumentalisiert. Adomßent hob unter anderem hervor, dass die Einrichtung des Moduls “Wissenschaft trägt Verantwortung” im ersten Semester auch zum Ziel habe, dass bei den Studierenden für das weitere Studium “eine ethische Denkschleife für den Nachhaltigkeitsgedanken” verankert werde.

Assoziationen
Dass Nachhaltigkeit verschiedene Assoziationen weckt, wurde bei der Ideensammlung zur nachhaltigen Hochschule deutlich. Von Ökostrom über Machtfragen (studentischer Vize-Präsident?), offenen Zugang zur Hochschule, mehr Zeit für Engagement bis hin zu einem werbefreien Campus und der Förderung studentischer Forschung waren viele Ideen vertreten. Diese Vorschläge werden wir nun diskutieren und in unser Papier “Auf dem Weg zur nachhaltigen Hochschule” einfließen lassen.

Eine Aufzeichnung der Veranstaltung findet ihr hier.


26/05 2010

LZ-Bericht über Diskussion zur nachhaltigen Hochschule.

Beitrag von: campus.grün Lüneburg | gespeichert unter Campustour, Nachhaltige Hochschule | 1 Kommentar

LZ vom 26.05.10
LZ-Bericht vom 26.05.10


25/05 2010

INFU Sustainability Lectures

Beitrag von: Matthias Schröter | gespeichert unter Allgemein, Nachhaltige Hochschule | 1 Kommentar

Das Institut für Umweltkommunikation lädt zu einer Ringvorlesung zum Thema Nachhaltigkeit ein. Modern heißt das “Sustainability Lectures”. Die Veranstaltungen richten sich (was deren Titel leider nicht sofort vermuten lässt) nicht nur an akademische Kreise, sondern an Menschen in der ganzen Region Lüneburg. Das ist sehr zu begrüßen, gehört doch der Wissenstransfer und die Einbettung der Nachhaltigkeitsidee in die Gesellschaft zu einer unserer größten Herausforderungen.

Über die einzelnen Vorträge könnt ihr euch in einem INFU-Flyer (PDF) informieren.

Sustainability Lectures