Dr. Andreas Heinecke
Dr. Andreas Heinecke ist 1955 geboren und ist
von Berufung Social Entrepreneur. Er hat eine Ausstellung geschaffen: Dialog im Dunkeln. Mit dieser integriert er blinde Menschen in das Leben der Sehenden. Die interaktive Ausstellung ist komplett im Dunkeln angelegt. Die Besucher werden ins Schwarze eingetaucht, indem sie von Blinden geführt werden und dabei lernen, neu zu sehen. Es findet ein Rollentausch statt. Auf diese Weise wird ein Anschub gegeben, damit die Menschen über ihr Leben nachdenken und es mehr zu schätzen lernen. Anders als im sonstigen Leben stehen die Behinderten mit ihren Fähigkeiten und Kompetenzen im Vordergrund. Die Begegnung schafft Respekt und Bewunderung, macht die Überwindung von Vorurteilen und Ängsten möglich und gibt benachteiligten Menschen wieder einen Platz in der Gesellschaft. Blinde und Schwerbehinderte leiten und verwalten die Ausstellung, so bekommen diese Menschen gut angesehene Arbeit. Mittlerweile hat Dr. Andreas Heinecke Dialog im Dunkeln auch ins Ausland gebracht. Mehr als 6 Millionen Besucher in 30 Ländern haben Dialog im Dunkeln besucht, 6000 blinde Menschen sind bisher dort beschäftigt gewesen. Am Hauptstandort Hamburg sind 40 Prozent erfolgreich in die Wirtschaft weitervermittelt worden. Dr. Andreas Heinecke ist fortgeschrittener Social Entrepreneur und allererster Ashoka Fellow. Er wurde 2007 von der Schwab Foundation als Global Fellow ausgezeichnet.
Dr. Andreas Heinecke eröffnet die AnSCHub 2010 Konferenz mit einem Vortrag zu “Mythos und Realität von Social Entrepreneurship”.
Prof. Johanna Mair
Johanna Mair ist Professorin für strategisches
Management an der IESE Business School in Barcelona und forscht seit vielen Jahren zu Social Entrepreneurship. Sie studierte in Wien, Bologna, Verona und Fontainebleau Management und Internationale Beziehungen. Für ihre Forschungen im Bereich Social Entrepreneurship hat Johanna Mair weltweit Auszeichnungen erhalten. 2007 wurde sie vom Aspen Institute als „Faculty Pioneer“ ausgezeichnet und erhielt den „Ashoka Award for Social Entrepreneurship Education“. Johanna Mair ist Mitglied im World Economic Forum und berät internationale Unternehmen und Institutionen wie die Weltbank im Bereich Innovation.
Prof. Mair hält während der Konferenz einen Vortrag zu “Innovation on dual frontiers – How social entrepreneurs kickstart change”.
Prof. Christian Seelos

Christian Seelos ist Direktor der IESE „Platform for Strategy and Sustainability“. In seiner Lehre an der IESE und anderen renommierten Business Schools in Europa, Afrika und denUSAunterrichtet er in den Bereichen International Business, Global Strategic Management, Nachhaltige Entwicklung, Social Entrepreneurship und über innovative Geschäftsmodelle für soziale undökologische Veränderung. Sein Forschungsinteresse gilt insbesondere jenen Fragen, die sich an der Schnittstelle zwischen Unternehmensstrategie und der globalen Nachhaltigkeitsagenda ergeben, und reicht damit über Themen wie Klimawandel, Wasserverknappung, Armut oder vernachlässigte Krankheiten.
Seine Lehre und Forschung wurden bereits auf vielerlei Weise gewürdigt. So ehrte die Strategic Management Society beispielsweise die Leistungen von Christian Seelos 2007 mit dem „Best Paper for Practice Implications Award“. Dass er seine exzellenten Forschungsergebnisse auch öffentlich verständlich kommunizieren kann, dokumentiert zudem der „Gold Prize“ des IFC-Financial Times-Wettbewerbs. In dieser hochkompetitiven und renommierten Ausschreibung setzte sich Christian Seelos in einer gemeinsamen Publikation mit Professor Johanna Mair im Jahr 2008 gegen 750 Bewerbungen aus 90 Ländern durch.
Seelos hält den Vorab-Vortrag zu “Corporate strategy and market creation in the context of Deep Poverty”.
Prof. (HSG) Dr. Sascha Spoun
Sascha Spoun ist seit Mai 2006 Präsident der Leuphana Universität Lüneburg. Er vertritt die Universität nach außen, führt den Vorsitz in Präsidium und Senat und legt die Richtlinien für das Präsidium fest, das die Hochschule in eigener Verantwortung leitet.
Gemäß den Leitideen einer humanistischen, nachhaltigen und handlungsorientierten Universität soll eine attraktive öffentliche Universität für die Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts entwickelt werden. Dieses Universitätsmodell zeichnet sich durch Forschungstätigkeiten in Instituten, Departments und Fakultäten aus sowie durch die Organisation von Studium und Lehre in College, Graduate School und Professional School. Das Studienmodell unterstützt Bildung und Ausbildung, um unbekannte Probleme lösen zu können, lebenslanges Lernen vorzubereiten, Beurteilungs- und Gestaltungskompetenz zu erwerben.
Beim Thema “Social Entrepreneurship” nimmt die Leuphana Universität Lüneburg eine Vorreiterrolle in der deutschen Hochschullandschaft ein. Als erste staatliche Universität überhaupt hat sie mit der Einrichtung einer Juniorprofessur für Social Entrepreneurship dieses Thema im November 2009 professoral besetzt.
Prof. (HSG) Sascha Spoun nimmt als Präsident der Leuphana an der Podiumsdiskussion am Mittwochabend teil.

